USA Radio
Mai 24, 2014

Der Oregon Trail im Schnelldurchlauf


Wir sind durch die Zeit gereist! Naja, fast. Acht Tage lang reisten wir mit unseren britischen Freunden den historischen Oregon Trail entlang. Von den weiten Ebenen von Missouri zur fantastischen Küstenlinie von Oregon folgten wir den Spuren der Pioniere und erfuhren unglaubliche Fakten über die Ursprünge der USA.

Unsere Reise startete im Harry S. Truman Presidential Library & Museum in Independence, Missouri. Wir fühlten uns immer mehr in die 1940er Jahre zurückversetzt, je länger wir das Museum erkundeten und je mehr wir über den 33. Präsidenten der USA erfuhren. An der Chicago und Alton Railroad Station fühlten wir uns sogar noch mehr in die Vergangenheit der 1880er Jahre versetzt. Damals hat eine Fahrt nach Chicago nur 2 $ gekostet! 

Von Missouri aus fuhren wir weiter westlich nach Topeka, Kansas, um die Ward-Meade Historic Site, ein restauriertes Pionierdorf, zu besuchen. Bei einer Tasse Tee gab uns unser Guide in zeitgemäßem Outfit eine faszinierende Geschichtsstunde über die frühen 1850er Jahre. 

Nördlich von Kansas fuhren wir in den Indian Cave State Park in Nebraska. In den beeindruckenden Höhlen fanden wir prähistorische Felsmalereien, die schon seit Jahrhunderten die Wände schmücken. Danach entdeckten wir das Scotts Bluff National Monument, ein wichtiges Symbol für die Pioniere, die schon damals den Oregon Trail entlangreisten. Einen Moment lang ließen wir die unglaubliche Aussicht auf uns wirken, bevor wir uns auf zu neuen Abenteuern in Wyoming machten. 

Angekommen in Wyoming, besuchten wir Fort Laramie, eine alte Wildwest-Stadt, in der uns „Spiel mir das Lied vom Tod“ ständig im Kopf rumspukte. Die Stadt war eine wichtige Station, um die Vorräte für die Überquerung der Bergpässe wieder aufzufüllen. Unser letzter Halt in Wyoming waren die Oregon Trail Ruts, ein abgesperrtes Gebiet, in dem man tatsächlich noch die Spurrillen der Planwagen bestaunen kann. Zu den Hochzeiten der „Go West!“-Bewegung zwischen 1841 und 1869 drückten die Wagenräder, Zugtiere und Menschen den Weg bis zu zwei Meter tief in den Boden. Auf einmal waren wir mitten im 19. Jahrhundert. 

Unsere britischen Freunde bekamen etwas ganz Besonderes geboten, als wir den Geysir in Soda Springs, Idaho, erreichten. Sie haben hier zum ersten Mal einen echten Geysir gesehen und wurden keineswegs enttäuscht. Wie unser Guide so schön sagte, er „brüllt wie ein wilder Drache", wenn das Wasser 20 Meter hoch in die Lüfte schießt. Anschließend belohnten wir unsere Tapferkeit, die wir gegen diesen wilden Drachen bewiesen hatten, in den Lava Hot Springs Foundation Hot Pools. 

Am nächsten Tag fühlten wir uns wie nach einem Tag im Spa und waren bereit für neue Abenteuer. Nachdem wir uns eine historische Indianersiedlung und die Shoshone Falls angeschaut hatten (wir konnten kaum glauben, dass sie größer sind als die Niagarafälle), fuhren wir zum Buzz Langdon Visitor Center, um die atemberaubende Aussicht auf den Snake River Canyon zu bestaunen. Die Landschaft war toll, aber wir waren sogar noch mehr beeindruckt von den Base-Jumpern, die wagemutig von der Brücke sprangen. 

Die letzte Station unseres Trips war natürlich Oregon. Sobald wir die Staatsgrenze überquert hatten, fuhren wir direkt ins Natural Historic Oregon Trail Interpretive Center. Hier konnten wir an digitalen Displays noch einmal unsere Reise Revue passieren lassen. Von dort aus verschlug es uns nach Portland, wo wir wie die Einheimischen mit Fahrrädern durch die Stadt düsten und Portlands berühmte Food-Truck-Szene erkundeten. Die Mischung aus historischen Gebäuden und modernen Freizeitangeboten machte Portland zur perfekten letzten Station auf dem Oregon Trail. 

Danke, dass ihr unsere kleine Zeitreise mitverfolgt habt. Als Nächstes entdecken wir die wunderschöne Küstenlandschaft Neuenglands.

Mehr über diesen Roadtrip erfahren

Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise

Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise

Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise