USA Radio
März 11, 2016

Unser Roadtrip durch den Südwesten der USA


Nach unserer Ankunft im sonnigen San Diego, Kalifornien, haben wir noch am Schalter der Mietwagengesellschaft Alamo mit unserer Crew Freundschaft geschlossen. Dann sind wir in unser cooles silbernes Cabrio (ein Chevy Camaro) gesprungen und zu unserem Hotel gefahren. Auf dem Beifahrersitz – die Haare vom Wind zerzaust, ein breites Grinsen im sonnengebräunten Gesicht – saß unser Gast Ana Maria aus São Paulo, Brasilien. Die Reiseexpertin hat früher im Rechtswesen gearbeitet, veröffentlicht inzwischen aber einen renommierten Reise-Blog und war uns auf der Fahrt von San Diego nach Arizona eine fachkundige und unterhaltsame Begleiterin.

Unsere erste Aktion führte uns an einen der zahlreichen Jachthäfen in der San Diego Bay. Hier gingen wir an Bord der 13 m langen Mai Tai und schipperten mit der netten Crew der Jacht durch die Bucht. Unterwegs sogen wir die sensationelle Skyline von San Diego und reichlich Drinks in uns auf. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von Strandaktivitäten. Erste Station am Morgen war der kleine Küstenort La Jolla gleich nördlich von San Diego, wo wir einen Crashkurs im Paddleboarding belegten. Nach einem herzhaften pikanten Mittagessen im angesagten neuen Lokal Galaxy Taco, das sich auf mexikanische Fusion-Küche spezialisiert hat, sind wir gemächlich weiter Richtung Torrey Pines gecruist und haben dabei ausgiebig den Panoramablick über die unberührten Strände und die sensationelle Landschaft bewundert. Dann wagten wir uns an ein Paragliding-Abenteuer. Das Gefühl der absoluten Freiheit hoch über den Klippen und Wellen ist ein Erlebnis für die Ewigkeit, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet! Abkühlung (und eine vorgezogene Dusche) bescherte uns danach die Bootsfahrt entlang der Küste, bei der wir im Patriot Jet Boat den Zugvögeln hinterherjagten.  Wieder trocken und frisch gekämmt steuerten wir dann die preisgekrönte Ballast Point Brewery an, eine der zahlreichen renommierten Mikrobrauereien in San Diego, wo wir uns hingebungsvoll dem ausgezeichneten Craft-Bier und den fangfrischen Meeresfrüchten aus der Region widmeten.

Am nächsten Tag erwartete uns am Cabrillo National Monument ein Abenteuer der anderen Art: ein spektakulärer Blick über die Stadt und – weiter unten – bunte Gezeitentümpel, in denen es vor Kleinstlebewesen nur so wimmelte. Kurz darauf tauschten wir unser Cabrio gegen einen Geländewagen ein, um auf der Fahrt in die südkalifornische Weinregion Temecula etwas mehr Beinfreiheit zu haben. Bei unserer Ankunft kurz vor Sonnenuntergang empfing uns das Temecula Creek Inn mit einem großartigen Blick über den Golfplatz und die schroffe bergige Wüste sowie einer fantastischen Mahlzeit. Am nächsten Morgen stärkten wir uns zunächst im Eat Cafe im Zentrum von Temecula bei einem unglaublich leckeren Frühstück aus ausschließlich lokalen Zutaten und unternahmen dann einen Streifzug durch die Kunsthandwerksläden und Restaurants im Stadtzentrum. Anschließend schauten wir im Rahmen einer Weinverkostungstour auf drei verschiedenen Weingütern vorbei und würdigten das makellose Geschmacksprofil der einzelnen Weine, die jedem Gaumen gerecht werden.

Ehe wir uns versahen, lag Temecula hinter uns und wir befanden uns auf der staubigen Straße zum Joshua-Tree-Nationalpark. Um uns herum wurden Landschaft und Klima immer wüstenähnlicher. Bei Sonnenuntergang bogen wir auf den Parkplatz des Joshua Tree Motels, wo schon der legendäre Country-Sänger Gram Parsons übernachtet hat. Während die letzten Sonnenstrahlen die jahrhundertealten Josuabäume, Cholla-Kakteen und Monzogranitfelsen in ein unwirkliches Licht tauchten, verfärbte sich der Himmel leuchtend bunt. Offenbar stand uns ein weiterer Tag mit fantastischem Wetter bevor. 

Am nächsten Morgen brachen wir gemeinsam mit dem Park Ranger George Land zu einer Tour durch den Park auf. Unterwegs unterhielt er uns mit unzähligen Anekdoten und Fakten zur Geschichte der Region. Nach einer Pizza zum Mittagessen waren wir wieder unterwegs – jetzt in Richtung Las Vegas, wo wir im mondänen neuen SLS Hotel am Las Vegas Boulevard eincheckten. Die nächsten drei Tage und Nächte waren ein schillerndes Kaleidoskop aus üppigen Mahlzeiten, sagenhaften Ausblicken vom High Roller-Riesenrad und der Stratosphere, einer Zipline-Fahrt und einer Sonnenaufgangstour im Helikopter inklusive Champagner-Frühstück im nahen Grand Canyon. Las Vegas lässt sich mit Worten nicht beschreiben – das muss man einfach selbst erleben.

 

Auf der Weiterfahrt zum Südrand des Grand Canyons machten wir kurz an der Hoover-Talsperre Halt, um dieses technische Meisterwerk und seine bedeutende Rolle für die Menschen in der Region zu würdigen. Dann ging es flott weiter, denn wir wollten unbedingt noch vor Sonnenuntergang am Klippenrand dieser so unglaublich riesigen Schlucht im nördlichen Arizona stehen. Zum Glück kamen wir rechtzeitig an, um noch einige tolle Fotos machen zu können, bevor die Sonne verschwand. Der Anblick ist sensationell: Kein Wunder, dass der Grand Canyon zu den sieben größten Naturwundern der Welt zählt! Nach einer erholsamen Nacht in der Yavapai Lodge waren wir schon früh wieder auf den Beinen, um eine Sonnenaufgangswanderung zu unternehmen – ein weiteres Muss. Dann stiegen wir wieder ins Auto und fuhren in den Bergort Flagstaff. Vor Ort haben wir die einst boomende Eisenbahnstadt mit dem Fahrrad erkundet und ein sagenhaftes Abendessen in der Tinderbox genossen, ehe wir den Tag am Lowell Observatory (wo Pluto entdeckt wurde) mit einem Blick in die Sterne beendeten.

Am nächsten Morgen haben wir den Wecker auf 3:30 Uhr gestellt und sind nach Sedona gefahren, um als letztes Highlight unseres Roadtrips noch ein absolut unvergleichliches Erlebnis mitzunehmen: eine Fahrt im Heißluftballon bei Sonnenaufgang. Das Gefühl, schwerelos über den roten Sandsteinbergen zu schweben und dabei nur das Zischen der Propangasbrenner zu hören, ist einfach unbeschreiblich. Unsere jeweiligen Heimflüge starteten einige Stunden später von Flagstaff. Vorher haben wir aber noch mit einem inbrünstigen „Saúde!“ – ein portugiesischer Trinkspruch, den wir von Ana Maria gelernt haben – angestoßen, um einen würdigen Schlusspunkt unter unseren fantastischen Roadtrip durch den amerikanischen Südwesten zu setzen.  

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