USA Radio
August 17, 2014

Der große amerikanische Westen


Blickt man auf die Landkarte der Vereinigten Staaten, zeigt sich, dass die interessantesten Naturschauplätze oft an den Grenzen zwischen den Bundesstaaten verlaufen. Auf unserem Trip letzten Monat konnten wir uns davon selbst überzeugen, als wir eines der Glanzstücke des Nationalparksystems erkundeten.

Der Yellowstone Nationalpark erstreckt sich über das Dreiländereck Wyoming, Montana und Idaho, wobei der größte Teil seiner fast 9.000 km2 in Wyoming liegt. Er ist der älteste Nationalpark der Welt und einer der beeindruckendsten Orte des Kontinents, vielleicht sogar des gesamten Planeten. Unter seiner Vulkanoberfläche brodeln Kräfte, die über tausend Geysire und heiße Mineralquellen aus dem Boden schießen lassen. Darunter befinden sich auch der größte aktive und der bekannteste Geysir der Welt: Steamboot und Old Faithful. Darüber hinaus gibt es hier kilometerweite Wälder, Dutzende felsiger Bergspitzen, Hunderte monumentaler Wasserfälle und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Diese einzigartige Kombination macht Yellowstone zu einem der beliebtesten Reiseziele der USA.

Aber auch auf der anderen Seite der Grenze, in South Dakota, gibt es Großartiges zu bestaunen: das Mount Rushmore National Memorial, eine der sehenswertesten Ikonen des Landes. Das Memorial befindet sich idyllisch gelegen in den Black Hills im Westen South Dakotas inmitten felsiger Bergspitzen und Pinien- und Fichtenwälder. Fährt man ein paar Meilen weiter Richtung Osten, trifft man auf eine vollkommen andere Welt, den Badlands Nationalpark. Millionen von Jahren der natürlichen Erosion haben eine Landschaft herausgebildet, die mit ihren Stümpfen und Spitzen, von den hellen Steinablagerungen bemalt, ihresgleichen sucht. Besonders im Kontrast zum gegenüberliegenden Flachland eine atemberaubende Szenerie.

Ein ähnlicher Kontrast lässt sich im Norden, etwas östlich der Grenze zwischen North Dakota und Montana, finden. Der Theodore Roosevelt Nationalpark ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Teil des Landes, das dem 26. Präsidenten der USA gehörte und seine Elkhorn Ranch beherbergte. Roosevelt kam in  die Badlands, um im 19. Jahrhundert Bisons zu jagen, für welche der Park heute einen wichtigen Lebensraum darstellt. Neben der Tierwelt ist der Park für den tollen Little Missouri River bekannt. Dieser fließt mitten durch die tiefen Krater, die er selbst in die Klippen gerissen hat. An dieser Ecke des Landes könnt ihr euch auf weite Panoramen und weitreichende Geschichten einstellen.

Unser Dank gilt dem National Park Service, der diesen Trip erst möglich gemacht hat. Wenn ihr mehr über diesen und andere spektakuläre US-Nationalparks wissen wollt, besucht www.nps.gov.

– Scott Sporleder, Filmemacher, Outdoor-Enthusiast und Produktionsleiter



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