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Urbandale, Iowa

Living History Farms

Erfahren Sie aus erster Hand, wie die Menschen damals in der Prärie gelebt haben


Ein Nachmittagsbummel durch die Living History Farms in Iowa ist vergleichbar mit einem Schulbesuch. Nur macht dieser Ausflug viel mehr Spaß! Erfahren Sie aus erster Hand die Geschichte, wie die Ioway-Indianer die üppige Hochgrasprärie in kultiviertes Ackerland verwandelten, wo mehr Mais, Schweine, Hühner und Eier als in jedem anderen Bundesstaat Amerikas produziert werden.

Auf 222 Hektar Land wird dieses wichtige Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Landwirtschaft nacherzählt. Und zwar nicht durch gläserne Schaukästen und rostige Farmwerkzeuge, sondern durch kostümierte Darsteller, die drei aktive Bauernhöfe aus den 1700er, 1850er und 1900er Jahren zusammen mit den damals angebauten Feldfrüchten und gehaltenen Nutztieren zum Leben erwecken. Zu einer Grenzstadt aus dem Jahre 1875 gehören eine Gemischtwarenhandlung und ein Hufschmied.

Der ‘Rundweg durch 300 Jahre Geschichte’ führt Sie durch drei Farmen, die den ursprünglichen Farmen hinsichtlich Erscheinung, Geruch und Atmosphäre originalgetreu nachempfunden wurden. Der Rundweg beginnt in einem Dorf der Ioway-Indianer aus dem Jahre 1700, wo Sie Hütten aus Baumrinden und kleine Beete bestaunen können, auf denen die Frauen mit Werkzeugen aus Holz und Knochen Kürbisse, Bohnen und Mais anbauen. Dann machen Sie einen Zeitsprung und gelangen zu der Pioneer Farm aus dem Jahre 1850, die auf 12 Hektar Land eine Zeit darstellt, als die tiefen Wurzeln der Prärie erstmals durch von Ochsen gezogene eiserne Pflüge ausgerissen wurden. Die Farmer vertrauten auf mehrfach einsetzbare Nutztiere wie z. B. Devon-Kühe, die sich hervorragend als Milch- und Fleischlieferanten sowie zum Ziehen der Pflüge eigneten. Sie lebten nach dem Motto der „autarken“ Farmen, d. h. sie bauten Mais, Weizen und Kartoffeln vorwiegend für ihren eigenen Bedarf an. Bis zum Jahre 1900 hatten die Farmer bereits erkannt, dass ihre Arbeit mit Zugpferden viel schneller verrichtet werden konnte. Sie bauten zu der Zeit auch erstmals Mais als Handelserzeugnis an (Mais ist bis heute, neben Sojabohnen, die Hauptfeldfrucht in Iowa, wichtig ist außerdem die Schweinezucht), was ihnen genug Geld einbrachte, um sich hübsche weiße Farmhäuser zu bauen. Im Feld steht ein hellgelb/roter Buckeye Mower, der von einem Pferd gezogen wird und der Vorläufer der aktuellsten neumodischen Farmgeräte ist, die Sie heutzutage auf der Iowa State Fair bewundern können.

Die Farmen vertrauten auf Kleinstädte wie Walnut Hill, der Gemeinde des Museums aus dem Jahre 1875, die veranschaulicht, wie dringend Handwerker wie Besenmacher und Schreiner damals benötigt wurden, bevor die Eisenbahn günstige Massenprodukte aus Fabriken im Osten lieferte. Die Hauptattraktionen der Kleinstadt waren die Hutmacherei von Mrs. Elliott, die Gemischtwarenhandlung der Gebrüder Greteman sowie die Kirche Church of the Land. 

Das Produktionswachstum, der technologische Fortschritt und das Aufkommen großer Landwirtschaftsbetriebe haben Iowas landwirtschaftlich geprägte Kleinstädte stark dezimiert. Das moderne Henry A. Wallace Exhibit Center, das sich auf der Anlage befindet, zeigt jedoch, wie einige Gemeinden den Kampf aufgenommen haben und versuchen, sich neu zu etablieren, um auch im neuen Jahrhundert zu überleben. Hier finden Sie interaktive Ausstellungsstücke, die über Veränderungen beim Viehbestand, bei landwirtschaftlichen Technologien und der Zubereitung von Lebensmitteln der letzten 100 Jahre informieren.

Außerdem gibt es hier knapp 5 Hektar neu angelegter Hochgrasprärie, die, bevor sie untergepflügt wurde, einst so hoch war, dass die Männer auf ihren Pferden buchstäblich Gras um die Hälse ihrer Pferde binden konnten. Die Siedler hatten früher furchtbare Angst vor der Prärie aufgrund der Brände, die über das Land fegten. Heutzutage ist die Prärie fast vollständig ausgerottet—weniger als ein Zehntel eines ganzen Prozents der ursprünglichen Präriefläche ist heute verblieben.

Diese Inspiration für Ausflüge finden Sie unter:

1,000 Places to See in the United States & Canada Before You Die®

Text für Inspirationen für Ausflüge ©Patricia Schultz. Das Buch des Jahres von Patricia Schultz enthält neben den Kontaktdaten der erwähnten Orte auch viele andere Inspirationen für Ausflüge in den USA.

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