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Mississippi

Roadtrip auf dem Natchez Trace Parkway in Mississippi


Mississippi ist für viele Dinge bekannt: Blues-Musik, amerikanische Geschichte und Südstaaten-Küche. Außerdem gibt es hier aber auch den Natchez Trace Parkway, der durch einen besonders grünen Teil des Bundesstaats führt. Vor Kurzem bin ich ganz zufällig auf diese Panoramastraße gestoßen.

Malerische Landschaften in Mississippi

Der Parkway verläuft parallel zum sogenannten „Old Trace“. Er zieht sich von Natchez im südwestlichen Teil des Bundesstaats auf einer Länge von 714 km bis nach Nashville, Tennessee.

Die Strecke führt durch grüne Landschaften mit altem Baumbestand und üppigem Buschbewuchs. Zu beiden Seiten der zweispurigen Straße dehnen sich dichte Waldgebiete aus. Das ursprüngliche Pfadsystem des Old Trace wurde von den einheimischen Ureinwohnern, Jägern und Händlern genutzt.

Natchez, der Startpunkt des Trace, gilt als älteste europäische Siedlung am Mississippi River.

Geschichtsträchtige Vergangenheit am Old Trace

Auf dem Weg nach Norden passierte ich zahlreiche historische Stätten: das Shaifer House, wo im Amerikanischen Bürgerkrieg die ersten Schüsse der Schlacht bei Port Gibson abgefeuert wurden, den Grand Gulf Military Park mit seinen zwei Befestigungsanlagen und den Vicksburg National Military Park mit dem gepanzerten Kanonenboot USS Cairo – das letzte erhaltene Exemplar seiner Art.

Vor der Weiterfahrt machte ich unweit von Port Gibson noch an den Windsor Ruins Halt. Das prächtige Herrenhaus brannte 1890 ab, als ein Hausgast versehentlich eine brennende Zigarette fallen ließ. Nur die majestätischen Säulen haben das Inferno überstanden. Ich möchte wetten, dass der betreffende Gast nicht mehr eingeladen wurde …

Südstaaten-Küche – traditionell und innovativ

Kurz darauf erreichte ich Lorman, wo ich mir im The Old Country Store Restaurant ein frittiertes Hähnchen einpacken ließ. Seit 1875 stocken die Reisenden auf dem Trace hier ihre Vorräte auf und treiben Handel. Heute erwarten Besucher traditionelle Südstaaten-Gerichte und ein Souvenir-Shop. Als ich mich dafür entschuldigte, dass ich mein Essen zum Mitnehmen haben wollte, erwiderte der Inhaber „Mr. D“: „Oh, keine Sorge, Sie kommen bestimmt wieder. Dafür wird meine streng geheime 'Come Back Baby Sauce' schon sorgen.“ Und tatsächlich – das Essen hat fantastisch geschmeckt. Bis zum nächsten Zwischenstopp hatte ich alles verputzt und Lust auf mehr.

Das traf sich gut, denn Jackson, die Hauptstadt von Mississippi, ist das Epizentrum der dekadenten Südstaaten-Küche. Meine Geschmacksknospen schwärmen immer noch von der Thunfisch-Ceviche und dem überkrusteten Schnapper im 1908 Provisions.

Geburtsort des (King of) Rock 'n' Roll

Meine letzte Station auf dem Natchez Trace Parkway war die Kleinstadt Tupelo, die vor allem als Geburtsort von Elvis Presley berühmt ist.

Hier hatte Elvis im zarten Alter von 10 Jahren seinen ersten Radioauftritt. Das winzige Haus, in dem er geboren wurde, hatte übrigens nicht einmal ein WC! Sein Vater hat es erbaut, nachdem er sich von seinem Chef ein Darlehen über $180 hatte geben lassen.

Das Elvis Presley Museum mit der Statue des Kings sowie einer Kirche und Kapelle ist dem Andenken an den legendären Sohn der Stadt gewidmet. Vor dem Museum steht ein grüner Plymouth Baujahr 1939. In einem Auto wie diesem brach die Familie nach Memphis auf, als Elvis 13 Jahre alt war, um sich dort ein besseres Leben aufzubauen.

Meine Reise hat mich an wundervolle Orte geführt, die das Herz jedes Geschichts- und Musikliebhabers höherschlagen lassen dürften. Ein Roadtrip auf dem Natchez Trace Parkway sollte bei eurer nächsten Reise in die USA auf keinen Fall fehlen.

Für weitere Informationen besuchen sie bitte:

Mississippi Development Authority Tourism Division

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