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Crow Agency, Montana

Schlachtfeld am Little Bighorn

Erfahren Sie mehr über eine der berühmtesten Schlachten der Geschichte


Auf den Hügeln oberhalb des Little Bighorn River im Südosten von Montana prallten zwei Kulturen und Lebensweisen in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika aufeinander: bei der Schlacht am Little Bighorn. Diese Landschaft gehört zu den meistbesuchten Orten im ganzen Westen, an diesen Hügeln kam es am 25. Juni 1876 zu einer Schlacht der 7. Kavallerie der US Army unter Führung von General George A. Custer mit Kriegern der Lakota Sioux und Cheyenne.

Die Lebensarten und Kulturen, die auf diesem Schlachtfeld aufeinanderprallten, sind komplex, faszinierend und rätselhaft. Der in Ohio geborene Custer schloss als Letzter seines Jahrgangs den Ausbildungslehrgang an der Militärakademie West Point ab und wurde im Alter von 23 Jahren zum jüngsten General in der Geschichte der Armee der Unionstruppen berufen. Obwohl er nach dem Bürgerkrieg wegen unentschuldigten Fehlens vor ein Militärgericht gestellt wurde, wurde er auf dem Militärposten Fort Abraham Lincoln an der Grenze zu Dakota zum Kommandanten ernannt, als die Befehle dort eingingen, die nomadenhaften Stämme der Sioux und Cheyenne zurück zu deren Great Sioux Reservation zu drängen. Eine stetig wachsende Anzahl von ihnen—wahrscheinlich um die 7.000 Indianer—hatten im Frühsommer des Jahres 1876 das Reservat verlassen und waren in das Territorium von Wyoming und Montana gewandert, um dort ihr ursprüngliches Leben wieder aufzunehmen.

Die Regierung unter Grant entsandte drei Marschkolonnen, um gegen die Indianer vorzugehen. Custer und die 7. Kavallerie entdeckten das Feldlager der Indianer entlang des Little Bighorn, und ohne auf die anderen Einheiten zu warten, teilte Custer seine 647 Männer in drei Gruppen auf und griff die Indianer an, die mit ihren gut 2.000 Kriegern eine der größten indianischen Streitkräfte der Geschichte zur Verfügung hatten. In der darauffolgenden Schlacht wurden 263 Männer der 7. Kavallerie getötet, darunter Custer selbst sowie sein Bruder. Unter den Opfern waren auch mindestens 60 Krieger der Indianer zu beklagen.

Was wirklich während dieser kurzen, aber entscheidenden Schlacht passierte — die Gefechte am 25. Juni dauerten gerade einmal drei Stunden (obwohl weitere 350 Männer der Kavallerie noch für 1,5 Tage belagert wurden) —, ist bis heute nicht ganz geklärt. Das ausgezeichnete Besucherzentrum des Monuments liefert Ihnen anhand faszinierender Ausstellungsstücke interessante Details zur Schlacht sowie wertvolle Hintergrundinformationen. Auf dem Hügel gleich neben dem Besucherzentrum finden Sie das Last Stand Hill Monument, wo die verbliebenen Männer der 7. Kavallerie starben. Grabkreuze markieren die Stellen, wo die Leichen der Soldaten gefunden wurden (Custer selbst wurde auf dem Gelände von West Point begraben). Blicken Sie den grasbewachsenen Hügel hinab auf die Kreuze, von denen einige alleine, andere wiederum zusammengedrängt stehen und viele um die Bodensenke gruppiert sind, wo auch Custers Leiche gefunden wurde. Halten Sie einen Moment inne und sehen Sie das ganze Grauen dieser Schlacht hautnah vor sich. Im Jahre 2003 präsentierte der National Park Service das Little Bighorn Battlefield Indian Memorial, das der Perspektive der Indianer zu dem Konflikt gewidmet ist und teilweise aus Bronzestatuen von  ‘Spirit Warriors’ besteht, die die Krieger und weiblichen Ureinwohner darstellen, die an der Schlacht beteiligt waren.

Das Little Bighorn Battlefield National Monument steht inmitten des Indianerreservats der Crow, das mit seinen gut 890.000 Hektar hügeliger Prärielandschaft und zerklüfteten Gebirgsausläufern Montanas größtes Reservat darstellt.

Gegen Ende August kommen tausende Stammesmitglieder und Besucher hierher, um die Crow Fair zu feiern. Diese Veranstaltung stellt eines der größten Treffen amerikanischer Ureinwohner dar, wo Tanzwettbewerbe abgehalten werden, täglich ein Umzug stattfindet und wo ein Rodeo mit ausschließlich indianischen Teilnehmern sowie Pferderennen mit Wildpferden garantiert für Stimmung sorgen. Dieses „Wanderfeldlager“ ist als die ‘Tepee Capital of the World’ bekannt und Sie werden wohl nirgendwo sonst so viele Tipis, also Indianerzelte, an einem Ort entdecken wie hier.

Diese Inspiration für Ausflüge finden Sie unter:

1,000 Places to See in the United States & Canada Before You Die®

Text für Inspirationen für Ausflüge ©Patricia Schultz. Das Buch des Jahres von Patricia Schultz enthält neben den Kontaktdaten der erwähnten Orte auch viele andere Inspirationen für Ausflüge in den USA.

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