USA Radio
Oklahoma

Cowboy-Kultur in Oklahoma

Hängen Sie mit echten Cowboys ab


Wenn Rinderzüchter und Cowboys nach Oklahoma City kommen, dann steuern sie schnurstracks auf die Hauptstraße von Stockyard City zu, einem Geschäftsviertel in der Stadtmitte, wo eine Sattlerei neben der nächsten liegt und wo Bekleidungsgeschäfte mit ihrer Wildwestkleidung auf Kundschaft warten. Gleich nebenan befinden sich die Oklahoma National Stockyards, der weltweit größte Markt für Milchvieh/Futtervieh, wo Sie jeden Montag und Dienstag dabei zusehen können, wie lebende Rinder in Auktionen den Besitzer wechseln.

Nach getaner Arbeit finden sich alle im Cattlemen’s Restaurant ein, dem perfekten Wildwest-Steakhouse und vollsten Restaurant im ganzen Bundesstaat. Das beliebteste Steak ist die Hochrippe, die nur kurz über glühender Holzkohle gegrillt wird und in einer salzigen Sauce mit selbstgemachten Parker House Rolls, ovalen Brötchen, die in der Mitte zusammengefaltet werden, serviert wird. Das ursprüngliche Café aus dem Jahre 1910 ist ein beliebter Frühstückstreffpunkt, abends trifft man sich gerne zum Essen im South Dining Room aus den 1960er Jahren. Machen Sie es sich auf einer roten Sitzbank aus Vinyl bequem und erfreuen Sie sich an dem von hinten beleuchteten Wandpanorama, das zwei Viehzüchter beim Zusammentreiben von Black Angus Rindern zeigt. Einer der beiden ist Gene Wade, der die Lokalität im Jahre 1945 bei einem Würfelspiel gewann und bis zum Jahre 1990 betrieben hat.

Der Wilde Westen wird im National Cowboy & Western Heritage Museum wieder zum Leben erweckt. Die American Cowboy Gallery zeigt die Entwicklung des professionellen Cowboys in Amerika und es gibt auch eine hervorragende dauerhafte Sammlung von Wildwestkünstlern, insbesondere Charles M. Russell sowie Frederic Remington. Am Memorial Day Wochenende im Mai zaubern Ranchmitarbeiter im Rahmen des jährlichen Chuck Wagon Gathering ’ Children&s Cowboy Festival im Museum leckere Cowboy-Gerichte.

In Oklahoma haben 39 Stämme amerikanischer Ureinwohner ihr Zuhause. Besuchen Sie im Juni eines der Powwows, die hier oder auf dem Red Earth Native American Cultural Festival, einer jährlich stattfindenden, dreitägigen Veranstaltung, abgehalten werden. Über 1.200 Künstler und Tänzer der amerikanischen Ureinwohner aus über 100 Stämmen aus dem ganzen Land (und Kanada) versammeln sich hier, um an zeremoniellen Tanzwettbewerben, Umzügen in traditionellen Gewändern und einem bunten Markttreiben teilzunehmen, wo das Stöbern und Kaufen gleichermaßen viel Spaß bereiten.

Eine einzigartige Sammlung von Gegenständen aus dem Wilden Westen finden Sie im Gilcrease Museum in Tulsa. Dieses Museum ist das dauerhafte Vermächtnis eines Bürgers, der zu einem Achtel Creek-Indianer war und der plötzlich zu Reichtum kam, als auf seiner 64 Hektar großen Parzelle 32 Kilometer südlich von Tulsa Erdöl gefunden wurde. Thomas Gilcrease gründete sein eigenes Erdölunternehmen im Jahre 1922. Großen Spaß machte es ihm, sein Vermögen einzusetzen, um die weltweit größte Sammlung an Kunstwerken, Artefakten und Archivgegenständen anzuhäufen, die alle dem amerikanischen Westen gewidmet sind. (Gut 327.000 Stücke bilden den Gilcrease Schatz, zumindest wenn Sie jede Pfeilspitze und jedes Stückchen Keramik mitzählen.)

Gilcrease schaffte es in kurzer Zeit, eine große Sammlung zu erwerben, denn er kaufte viele großartige Kunstwerke des Wilden Westens zu einer Zeit, als sich nur wenige Menschen für dieses Thema interessierten. Seine Sammelleidenschaft kannte keine Grenzen, doch als in den 1950er Jahren der Ölpreis jäh abstürzte, zeigte sich, dass er sich finanziell verhoben hatte. Anstatt jedes Stück einzeln zu verkaufen, hat er das Eigentumsrecht an der gesamten Sammlung an die Stadt Tulsa übergeben, die ihm eine Schuldverschreibung in Höhe von 2,25 Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) ausstellte, um seine Schulden zu decken. Gilcrease ließ seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft der Erhaltung des Museums zukommen, bis die Schuldverschreibung abbezahlt war. Als er im Jahre 1962 starb, war er schuldenfrei.

Diese Inspiration für Ausflüge finden Sie unter:

1,000 Places to See in the United States & Canada Before You Die®

Text für Inspirationen für Ausflüge ©Patricia Schultz. Das Buch des Jahres von Patricia Schultz enthält neben den Kontaktdaten der erwähnten Orte auch viele andere Inspirationen für Ausflüge in den USA.

Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise

Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise

Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise