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Gettysburg, Pennsylvania

Gettysburg, Pennsylvania: Geschichte und Kultur für die ganze Familie

Von Victoria Shepherd


Bei „Gettysburg“ denken die meisten Menschen an den Bürgerkrieg und eine berühmte Rede des US-Präsidenten Abraham Lincoln. Vor Kurzem reiste ich in diese idyllische Stadt in Pennsylvania und war überrascht von dem Flair, den tollen Restaurants und den vielen Einkaufsmöglichkeiten. Ganz nebenbei konnte ich zudem meine Geschichtskenntnisse wieder etwas aufpolieren.

Geschichte und Aussichtspunkte von Gettysburg

Ich begann meinen Tag im Gettysburg National Military Park. Zunächst befasste ich mich mit dem umfassenden Infomaterial im Museum und Besucherzentrum und schaute mir die Ausstellung mit Original-Exponaten sowie ein 360-Grad-Rundgemälde, das mit Ölfarben gemalt wurde und länger als ein Spielfeld beim American Football ist, an. Anschließend streifte ich über das 6.000 Hektar große Schlachtfeld, auf dem man historische Monumente und Infotafeln findet, die an die vielen Soldaten der Union und Konföderation erinnern, die 1863 während des Bürgerkriegs gegeneinander kämpften.

Ich sah Grünflächen und Bäume soweit das Auge reichte. Der felsige Hügel Little Round Top mit seinen duftenden Heckenkirschen, Devil’s Den mit seinen angeblichen Geistern und das Pennsylvania Memorial, das einen tollen Ausblick auf die Schlachtfelder bietet, sind einige der Highlights dieses Areals. Es war toll! Viel besser, als ich erwartet hatte.

Danach ging es weiter zur Eisenhower National Historic Site, der einstigen Heimat und Farm des 34. Präsidenten der USA, Dwight D. Eisenhower, und seiner Frau Mamie. Als der Shuttlebus die kurvige, von Bäumen gesäumte Einfahrt hinauffuhr, war Eisenhowers ehemaliges Wohnhaus zu sehen, das er angeblich erst nach dem Kauf das erste Mal betrat. Diese Sehenswürdigkeit ist für die ganze Familie geeignet. Für Kinder gibt es sogar ein Programm, bei dem sie sich als Nachwuchs-Geheimdienstler versuchen dürfen. Am besten hat mir bei der Besichtigung das sehr pinke Ankleide- und Badezimmer von Mamie sowie der alte Fernseher mit seiner prähistorischen Fernbedienung gefallen.

Als nächstes Stand ein Besuch des Soldiers’ National Cemetery auf dem Programm. An diesem Ort fanden viele namenlose Soldaten der Union ihre letzte Ruhestätte und Präsident Abraham Lincoln hielt im November 1863 seine berühmte Rede, die als „Gettysburg Address“ in die Geschichte einging.

Schlemmen, Shoppen und Entspannen

Schließlich machte ich mich auf ins Zentrum von Gettysburg. Auf dem Weg kam ich am David Wills House vorbei, wo Präsident Lincoln in der Nacht vor der besagten Rede übernachtete. Nach einer fantastischen Quiche mit Spargel, Schinken und Cheddar im Blue Parrot Bistro spazierte ich durch das Stadtzentrum, das durch seine tolle Federal Style-Architektur und die vielen Geschäfte und Boutiquen besticht.

In der Gallery 30, einer bezaubernden Boutique mit tollen handwerklich gefertigten Produkten, entdeckte ich einen meiner neuen Lieblingskünstler. Der autodidaktische Künstler Rich Thompson malt fast ausschließlich Bilder von Abraham Lincoln.

Zum Abendessen führte mich mein Weg ins One Lincoln auf dem Lincoln Square. Umgeben von einer Tapete mit einem Aufdruck der „Gettysburg Address“, der berühmten Rede Lincolns, servierte Chefkoch Joseph Holmes einen fantastisch frischen Tomate-Mozzarella-Salat, gefolgt von köstlichen Garnelen und Jakobsmuscheln mit Krabbenfüllung mit buntem Gemüse.

Satt und zufrieden fuhr ich nach dem Essen zurück in meine Unterkunft Country Inn & Suites, wo ich mir noch ein letztes regionales Bier gönnte, das es in meiner Heimat leider nicht zu kaufen gibt. Ein Besuch in Gettysburg ist ein absolutes Muss, wenn man Pennsylvania besucht. Ihr werdet dort eine tolle Zeit haben und die Geschichte der USA besser verstehen.

Für weitere Informationen besuchen sie bitte:

Offizielle Gettysburg Reiseinformationen

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