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Unterwasser-Friedhöfe


Für Freizeit-Wracktaucher gibt es mehrere Küstenorte und Süßwasserseen, wo historische Schiffswracks unter der Oberfläche lauern und interessante Unter-wassererlebnisse versprechen. Von den Großen Seen nach Guam und von der Ostküste zur West¬küste – wir geben euch einen Leitfaden, um die maritime Geschichte Amerikas mit ihren Meeresschutzgebieten und Nationalparks zu entdecken.

Findet mit der Karte der Unterwasser-Nationalparks noch mehr großartige Orte für Unterwasser-Erkundungen. Auch mit Hilfe der Tauchbroschüre der „National Marine“-Schutzgebiete könnt ihr weitere Tauchmöglichkeiten entdecken.

Denkt daran, nur Fotos zu machen, und lasst die Wracks vollständig unberührt. Diese Schiffe bieten ein Fenster in unsere Vergangenheit und werden am besten in Ruhe gelassen, damit jeder sie erleben kann. Tipp: Fragt vorher bei den lokalen Behörden nach, um sicherzustellen, ob Tauchgenehmigungen erforderlich sind.

Kalifornien

Channel Islands National Marine Sanctuary

Über 1.660 Quadratmeilen (2.672 km) Ozean und küstennaher Lebensraum vor der südlichen Küste von Kalifornien bilden das Channel Islands National Marine Sanctuary. Das maritime Erbe hier ist riesig. Ein Bestand von mehr als 140 Schiffswracks aus den Jahren 1853 bis 1980 ist hier dokumentiert, aber nur 20 davon sind bisher lokalisiert. Sich schnell ändernde Wetterbedingungen in diesem Gebiet sind ein Hauptfaktor für viele der Schiffswracks zwischen den Inseln.

Guam

“War in the Pacific” National Historical Park

Luft- und Wassertemperaturen um die 80 Grad Fahrenheit (27 Grad Celsius) machen Guam zu einem beliebten Ziel für Taucher. Der „War in the Pacific“ National Historical Park bewahrt die Chronik dieser strategisch gelegenen Insel und ihre Bedeutung in der Geschichte der USA. Die Zeit zwischen den Angriffen auf Pearl Harbor im Jahr 1941 und der an­schließenden japanischen Besetzung von Guam, gefolgt von der amerikanischen Reinvasion 1944, stehen im Mittelpunkt des Parks. Viele der Wracks sind japanischer Herkunft.

Massachusetts

Cape Cod National Seashore

Die Cape Cod National Seashore ist bekannt als „Ozean-Friedhof“, denn entlang der Küste von Cape Cod sind mehr als 3.000 Schiffswracks verzeichnet. Während die meisten Tauchplätze außerhalb der Grenzen des Parks zu finden sind, bietet der Cape Cod National Seashore reichlich Gelegenheit für Wracktaucher, ein bedeutendes Kapitel des maritimen Erbes Amerikas zu erkunden.

Es ist wichtig, dass ihr euch vor Antritt eines Tauchabenteuers in dieser Gegend ganz genau informiert. Überprüft unbedingt die lokalen Bedingungen und lasst euch von örtlichen Tauchexperten beraten.

Stellwagen Bank National Marine Sanctuary

Stellwagen Bank, nördlich von Cape Cod gelegen, ist ein Unterwasserplateau, das sich 19 Meilen (31 km) von Norden nach Süden erstreckt. Es ist sechs Meilen breit und liegt zwischen 100 bis 120 Fuß (30–37 m) unter der Wasseroberfläche. Das Stellwagen Bank National Marine Sanctuary schützt das maritime Erbe von mehreren historischen und modernen gesunkenen Schiffen. Die Tauchbedingungen in dieser Offshore-Umgebung an der Mündung der Massachusetts Bay können eine Herausforderung sein, aber es lohnt sich.

Weitere Besucher-Informationen über das Stellwagen Bank National Marine Sanctuary findet ihr in unserem Spotlight-Artikel.

Michigan

Sleeping Bear National Lakeshore

Solltet ihr am „Sleeping Bear National Lakeshore“ sein, erkundet versunkene Schiffswracks und nehmt euch Zeit, an der Küste entlangzuwandern, wo sich viele Schiffe im Treibsand offenbaren.

Entlang der Küste des Lake Michigan befinden sich 33 Freizeittauchplätze für Schiffswracks und weitere maritime Einrichtungen.

Pictured Rocks National Lakeshore

Die Felsformationen des Pictured Rocks National Lakeshore, die entlang der Küste des Lake Superior ein „oberirdisches“ Reiseziel sind, erstrecken sich auch bis in die Unterwasserwelt. Das klare Wasser bietet den Tauchern hervorragende Sicht, um 21 in den Grenzen des Seeufers dokumentierte Schiffswracks entdecken zu können. Nur 13 davon sind bekannt.

Isle Royale National Park

Die eisigen Gewässer um den Isle Royale National Park helfen, 10 große Schiffswracks zu erhalten, die einige der ersten Dampfschiffe aus den späten 1800er Jahren bis in die 1940er Jahre repräsentieren. Mitten im Lake Superior gelegen ist die „Isle Royale“ eine Wildnis, 45 Meilen (72,4 km) lang und zwei bis sechs Meilen (9,6 km) breit. Das Wasser um die Insel ist klar und die Wasser­tempera­tur ist bei einer Tiefe von 50 Fuß (15,2 m) ganzjährig gleichbleibend zwei Grad über dem Gefrierpunkt.

Thunder Bay National Marine Sanctuary

Am 23. November 1907, nach Stunden des Kampfes gegen einen Sturm im Nordwesten des Lake Huron, ergriff die Mannschaft des hölzernen Dampfschiffs „Monohansett“ die Chance, sich neu zu formieren, nur um dann mit einem Feuer konfrontiert zu werden, das das Schiff schnell sinken ließ. Alle 12 Besatzungsmitglieder konnten sich in Sicherheit bringen. Heute kann man den Stahlpropeller und den unteren Rumpf der „Monohansett“ in 18 Fuß Tiefe im kristallklaren Wasser sichten. Mit seinen mehr als 50 identifizierten Schiffswracks von Schonern und Dampfern und seinen seichten und tiefen Gewässern ist das Thunder Bay National Marine Sanctuary der Traum eines jeden Freizeit-Wracktauchers.

New York und New Jersey

Gateway National Recreation Area und Fire Island National Seashore

Bekannt als die „Wreck Alley“, nur wenige Minuten vom Zentrum von New York City entfernt, liegt ein Wracktaucher-Paradies: Die Gateway National Recreation Area und Fire Island National Seashore sind überraschende Einstiegspunkte in ein Gebiet, in dem Hunderte von Schiffswracks die Landschaft unter der Oberfläche sprenkeln. Außerhalb der Parkgrenzen finden sich bekannte Wracks wie die USS San Diego, Oregon, Black Warrior, Mohawk und die Andrea Doria.

North Carolina

Cape Hatteras National Seashore

Bekannt als „Friedhof des Atlantiks“ sind die Cape Hatteras National Seashore und die Outer Banks Hochburgen für Wracktaucher. Topografie, Wetter und Strömungen sind bekannt für tückische Segelbedingungen und verursachen viele Havarien für Handels­schiffe. Während des Zweiten Weltkrieges starteten die Deutschen einen Angriff und versenkten mehr als 80 Schiffe. Es gibt auch Schiffswracks unter den Sanddünen und je nach Treibsand kann man die Skelette der Schiffe beobachten und sehen, wie Zeit und Erosion die Schiffe zerlegten.

Washington

Olympic National Park und Olympic Coast National Marine Sanctuary

Als geschützte Wildnis ist die 73 Meilen (117 km) lange Küste vom Olympic National Park ein einzigartiger Schatz und das Tor zum Olympic Coast National Marine Sanctuary. Das Tauchen direkt vom Strand aus ist nicht möglich, aber das Bootstauchen vor der Küste und innerhalb des Schutzgebietes öffnet ein Fenster zu den mehr als 150 historischen Schiffswracks auf dem Meeresboden. Das Wetter und der Schiffsverkehr, der rund um den Puget Sound in den 1900er Jahren zunahm, waren die größten Faktoren für den Untergang der meisten Schiffe entlang dieses Küstenabschnittes.

Wisconsin

Apostle Islands National Lakeshore

Unter den 22 Inseln im Lake Superior gibt es den Apostle Islands National Lakeshore, wo mehr als 100 Schiffswracks zwei Dutzend Wrackorte bilden; die meisten davon sind großartige Tauchgebiete. Seid euch unbedingt darüber bewusst, dass das Wasser hier gefährlich kalt ist und dass das Wetter sich schnell ändern kann. Macht euch deshalb mit allem Wissenswerten über dieses Gebiet bekannt, bevor ihr einen Tauchausflug plant. 

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