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Wissenswertes zum Autofahren in den USA

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Wer die USA hautnah erleben will, setzt sich am besten ins Auto. Zwischen der Atlantik- und der Pazifikküste liegen endlose majestätische Landschaften, geschäftige Großstadtmetropolen, reizvolle Kleinstädte – und ein über 6 Mio. Kilometer langes Straßennetz. Mit diesen sieben Tipps steht einem sicheren und unvergesslichen Roadtrip durch die USA nichts mehr im Weg.

1. Sicherheit hat Vorrang

Auch in den USA gilt Anschnallpflicht. Wer ohne Sicherheitsgurt angetroffen wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Kleine Kinder sollten in altersgemäßen Kindersitzen auf dem Rücksitz untergebracht werden.

Sobald die Sonne untergegangen ist, müsst ihr das Licht anmachen – sehen und gesehen werden lautet die Devise. Auf Straßen mit anderen Verkehrsteilnehmern ist das Abblendlicht zu verwenden. Das Fernlicht solltet ihr nur einschalten, wenn ihr allein auf sehr dunklen Straßen unterwegs seid, etwa in einem Park oder Wald. Sobald euch ein anderes Fahrzeug entgegenkommt, solltet ihr das Fernlicht ausmachen, um den anderen Fahrer nicht zu blenden. Beim Spurwechsel oder Abbiegen ist der Blinker zu setzen.

Bei gefährlichem Fahrverhalten anderer Fahrer könnt ihr die Hupe betätigen, meistens ist sie in der Mitte des Lenkrads zu finden. Die Hupe sollte sparsam eingesetzt werden, da sie andere Fahrer erschreckt. In einigen Städten ist das Hupen sogar offiziell nur in Notfällen erlaubt.

In zahlreichen Bundesstaaten ist es verboten, beim Fahren zu telefonieren oder SMS zu schreiben. Informiert euch vorab über die Bestimmungen an eurem Zielort. Generell ist es aber immer sicherer, das Telefon nur bei stehendem Fahrzeug zu verwenden.

Wenn ihr einen Krankenwagen oder ein Feuerwehrauto mit Sirene und/oder Blaulicht hört oder seht, müsst ihr sofort rechts ranfahren und anhalten. Für Polizeifahrzeuge müsst ihr nicht anhalten – ihr solltet ihnen jedoch Platz machen, damit sie ungehindert passieren können. (Falls ihr selbst von der Polizei angehalten werdet, bleibt im Auto sitzen. Der Beamte fordert euch ggf. explizit zum Aussteigen auf.)

Ob in der Stadt oder über Land: Achtet auf Fußgänger. An Zebrastreifen haben Fußgänger Vorrang. Anhalter mitzunehmen ist in den USA generell nicht üblich und in einigen Bundesstaaten sogar gesetzlich verboten.

2. Auf der eigenen Straßenseite bleiben 

Mit Ausnahme vom Überholen wird auf der rechten Straßenseite gefahren. Auf einer zweispurigen Straße dürft ihr nur so lange auf die linke Spur ziehen, bis ihr das langsamere Fahrzeug überholt habt.

Beim Überholen spielen die Längsmarkierungen zwischen den Fahrbahnstreifen eine besondere Rolle: Gelbe Linien markieren die Abgrenzung zur Gegenfahrbahn, weiße Linien gelten für mehrere Fahrspuren in derselben Fahrtrichtung. Ein durchgezogener Strich bedeutet Überholverbot, bei einer gestrichelten Linie dürft ihr überholen, sofern die Verkehrssituation dies erlaubt.

Auf einer mehrspurigen Straße solltet ihr euch rechts halten, wenn ihr langsam fahrt oder demnächst abfahren wollt, und die linke/n Spur/en zum Überholen nutzen. Bei Fahrten über längere Distanzen fahrt ihr am besten in der Mitte oder links, um den abfahrenden Fahrern rechts Platz zu lassen.

3. Geschwindigkeitsbegrenzung beachten

Auch wenn die Straßen durch die endlose offene amerikanische Landschaft zum Schnellfahren verleiten, solltet ihr euch an die Höchstgeschwindigkeit halten. Tempolimits werden in Meilen pro Stunde angegeben (eine Meile entspricht 1,6 km) und auf weißen Schildern angezeigt. Auf den größeren Highways beträgt die Höchstgeschwindigkeit in der Regel 65 Meilen pro Stunde (etwa 100 km/h), wobei auch Ausnahmen möglich sind. Innerhalb von Ortschaften ist die Geschwindigkeit meist auf 30 Meilen pro Stunde beschränkt (ca. 50 km/h). Achtet bei der Abfahrt von größeren Highways auf die Beschilderung und passt eure Geschwindigkeit auf den kleineren Straßen entsprechend an.

Übrigens könnt ihr auch Ärger bekommen, wenn ihr zu langsam fahrt. Wenn ihr euch unsicher über die Geschwindigkeitsregelung seid, könnt ihr euch an den anderen Verkehrsteilnehmern orientieren.

4. Grundsätze des Beschilderungssystems

Da sich die Highway-Schilder überall im Land geringfügig voneinander unterscheiden, solltet ihr genau hinsehen. Die Interstate-Nummer gibt Aufschluss über die Richtung: Straßen mit ungeraden Nummern verlaufen meist in Nord-Süd-Richtung, Straßen mit geraden Nummern in Ost-West-Richtung.

Am besten macht ihr euch schon vor eurer Fahrt mit den häufigsten Straßenschildern vertraut. Verkehrsschilder sind nach Form und Farbe unterteilt: 

Rote Schilder zeigen an, dass ihr anhalten oder anderen Fahrern Vorfahrt lassen müsst, bzw. enthalten Warnungen oder Verbote (indem sie z. B. das Weiterfahren untersagen).

Gelbe Schilder enthalten Warnungen, etwa zu einer in Kürze geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung oder einem Fußgängerüberweg.

Orange Schilder beziehen sich auf Baustellen und regeln dort das Fahrverhalten.

Grüne Schilder informieren über Entfernungen oder nahegelegene Orte.

Blaue Schilder enthalten nützliche Informationen zu Rastplätzen, kulturellen Sehenswürdigkeiten usw.

Verkehrsschilder lassen sich außerdem auch nach ihrer Form unterscheiden: Rechteckige Schilder enthalten Anweisungen, achteckige Zeichen signalisieren, dass Fahrer anhalten müssen. Kreisförmige Schilder warnen an Bahnübergängen, Rauten enthalten Warnungen und ein auf dem Kopf stehendes Dreieck bedeutet „Vorfahrt beachten“.

5. Richtiges Verhalten an Ampeln

Ampeln regeln den Verkehr an Kreuzungen. Die Lichtfolge an amerikanischen Ampeln ist Grün-Gelb-Rot und dann direkt wieder Grün. Grün zeigt an, dass ihr fahren könnt, bei Gelb solltet ihr langsam und vorsichtig fahren und bei Rot muss das Fahrzeug zum Stehen kommen.

Sofern vor Ort keine abweichende Beschilderung gilt, dürft ihr auch an einer roten Ampel rechts abbiegen. Voraussetzung dabei ist, dass das Fahrzeug davor zu einem völligen Stillstand gekommen sein muss. An vielen Ampeln sind Kameras installiert, um Fahrer zu ertappen, die vor dem Rechtsabbiegen an einer roten Ampel nicht komplett anhalten. In einem solchen Fall droht eine Geldstrafe, die von der Mietwagengesellschaft bei euch eingefordert wird. Beim Linksabbiegen haben entgegenkommende Fahrzeuge Vorfahrt.

Auch Kreuzungen mit 4 Stoppschildern kommen in den USA häufig vor. An diesen so genannten „Four-Way Stops“ gilt: Wer zuerst ankommt, hat Vorfahrt. Wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig an der Kreuzung halten, gilt rechts vor links. Im Zweifelsfall wartet ihr einfach ab, bis euch die anderen Fahrer signalisieren, dass ihr an der Reihe seid.

6. Mautgebühren

Viele große Highways und Brücken in den USA sind mautpflichtig und die Gebühren reichen von einigen Cent bis fast $ 20. Informiert euch vor Antritt eurer Reise darüber, ob Mautgebühren anfallen und wie viel Geld ihr dafür einplanen müsst. Zahlreiche Navigationsgeräte bzw. GPS-Systeme wie Google Maps zeigen Mautstraßen an. Obwohl viele Mautstellen Kreditkarten akzeptieren, benötigt ihr an einigen exaktes Kleingeld. Es empfiehlt sich, stets Münzen oder kleine Dollarbeträge zur Hand zu haben, falls ihr unvermutet auf eine Mautstelle trefft. In einigen Fällen gibt es gebührenfreie Ausweichstrecken – es lohnt sich also, einen genauen Blick auf die Karte zu werfen.

Wenn ihr einen längeren Roadtrip plant, solltet ihr euch bei eurer Mietwagengesellschaft nach einem Programm wie EZPass zur elektronischen Mauterfassung erkundigen. Ihr erhaltet dann ein Gerät, das an der Windschutzscheibe befestigt wird, und könnt Mautstellen schnell passieren, ohne lange in der Warteschlange zu stehen oder mühsam Kleingeld zusammensuchen zu müssen. Allerdings bieten nicht alle US-Bundesstaaten eine solche elektronische Mauterfassung an: EZPass ist nur in 15 Bundesstaaten entlang der Ostküste erhältlich. In anderen Bundesstaaten gibt es verschiedene ähnliche Programme.

7. Vorsicht beim Parken

Die Regelungen zum Parken am Fahrbahnrand können stark variieren. Achtet deshalb vor Ort genau auf die Angaben zu Zeitbegrenzungen, Parkgebühren und Einschränkungen. In vielen Städten gibt es Parkhäuser. Sie ersparen euch die langwierige Parkplatzsuche, können aber teuer sein.

Beim Parken am Fahrbahnrand solltet ihr Ausschau nach Parkuhren bzw. Parkautomaten halten, die auch Kreditkarten akzeptieren. Mit einer App wie Parkmobile könnt ihr eure Parkgebühren auch über das Smartphone zahlen. In kleineren Ortschaften müsst ihr euch eher auf altmodische Münzparkuhren einstellen. Achtet also darauf, Kleingeld parat zu haben! Auch die Hinweise zu den Parkzeiten an den Parkuhren sind nützlich – abends und sonntags ist das Parken nämlich oft kostenlos.

Am Fahrbahnrand abgestellte Autos müssen immer in Fahrtrichtung zeigen.

Artikel mit freundlicher Genehmigung von Alamo.

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