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Indianapolis, Indiana

Indianapolis 500

Sehen Sie superschnellen Autos dabei zu, wie sie unermüdlich ihre Runden drehen


Die Leidenschaft für NASCAR-Rennen mag in den vergangenen Jahren das traditionsreiche Indianapolis 500 etwas überschattet haben. Das ist kaum zu glauben, wenn Sie das Spektakel live miterleben, wie 250.000 Fans am Memorial Day Wochenende Ende Mai in die Hauptstadt von Indiana strömen. (Für Nicht-Rennexperten: der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Rennsportarten liegt darin, dass NASCAR-Rennfahrzeuge voll umschlossene Personenkraftwagen sind, hingegen in Indy-Rennfahrzeugen Heckmotoren verbaut sind. Auch ist die PS-Stärke von Indy-Rennfahrzeugen gegenüber dem durchschnittlichen NASCAR-Personenkraftwagen viermal so hoch.)

Noch heute gilt es als das weltweit größte eintägige Sportereignis und findet auf dem Indianapolis Motor Speedway, einer ovalen Rennstrecke mit einer Länge von 4 Kilometern, die seit ihrem Bau im Jahre 1909 im Wesentlichen unverändert blieb, statt. Das erste 800-Kilometer-Rennen fand 1911, also zwei Jahre später statt. Die Höchstgeschwindigkeit lag im Durchschnitt bei sagenhaften 110 km/h und das Preisgeld betrug 14.000 USD (11.000 EUR).

Am Tag des Rennens sorgen Autogrammjäger, Fotografen und berühmte Persönlichkeiten für eine Atmosphäre wie im Zirkus, während sich die VIPs über die Rennstrecke und die Anlage verteilen. Halten Sie Ausschau nach Legenden, die auf den Nachnamen Andretti oder Unser hören. Vielleicht laufen Sie ja auch dem US-Talkshowmoderator David Letterman über den Weg. Er wird in seiner Heimatstadt wie ein Held gefeiert und ist als alter Rennsportfan Teilhaber eines Indy Teams. Einer der größten Stars der letzten Jahre ist eine junge brünette Dame: Danica Patrick, vor der es erst drei andere Frauen zur Rennfahrerin im Indy 500 geschafft haben.

Von der Haupttribüne aus kann das Indy 500 als ohrenbetäubender Marathon empfunden werden, von wo aus die 33 Rennautos mit einer Geschwindigkeit von über 320 km/h an den Zuschauern vorbeipreschen und praktisch nur als verschwommener Fleck wahrgenommen werden. Hinter dem Lenkrad wirken auf die stark geschützten Fahrer enorme g-Kräfte, die mit denjenigen vergleichbar sind, denen auch Astronauten ausgesetzt sind, wenn Sie von der Raketenabschussrampe gen Weltraum geschossen werden. Mal ganz abgesehen von Pit-Stops, Massenkarambolagen und dem einen oder anderen bösen Unfall bietet dieses Rennen atemlose Hochspannung, die nur nachlässt, wenn die gelbe Flagge geschwenkt wird, die die Rennfahrer zur Vorsicht und zum Abbremsen aufruft. Die Spannung wird bis ins Unermessliche gesteigert, bis schließlich in der 200. Runde, der Endrunde, die Rennfahrer auf die Ziellinie und die berühmte schwarz-weiß-karierte Flagge zurasen. Das Preisgeld lag im Jahre 2006 bei 10 Millionen Dollar (7,8 Millionen Euro) und wurde unter allen 33 Rennfahrern samt Crews aufgeteilt. Der Gewinner, der seinen Sieg in der Victory Lane traditionsgemäß mit kalter Milch feiert, erhält einen großen Teil des Preisgeldes (1,7 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) im Jahr 2006).

Wenn Sie es am Tag des Indy 500 nicht zur Rennstrecke schaffen, dann besuchen Sie doch einfach das Indianapolis Motor Speedway Hall of Fame Museum auf dem Gelände der Rennstrecke und stillen Sie dort Ihr Verlangen nach Geschwindigkeit. Bummeln Sie durch die Ausstellungshalle, in der ca. 80 Autos ausgestellt sind, einschließlich Schätzen wie z. B. ein Duesenberg aus dem Jahre 1927 und eine SSI Corvette aus dem Jahre 1957 sowie die Wagen, die vom viermaligen Champion A. J. Foyt gesteuert wurden. Für viele Besucher stellt eine Busfahrt auf der ovalen Rennstrecke das absolute Highlight ihres Museumsbesuchs dar. Der Bus ist logischerweise nicht so schnell wie ein Rennauto des Indy 500, das ein amerikanisches Fußballfeld in nur einer Sekunde durchquert, aber er erfüllt sicherlich seinen Zweck.

Diese Inspiration für Ausflüge finden Sie unter:

1,000 Places to See in the United States & Canada Before You Die®

Text für Inspirationen für Ausflüge ©Patricia Schultz. Das Buch des Jahres von Patricia Schultz enthält neben den Kontaktdaten der erwähnten Orte auch viele andere Inspirationen für Ausflüge in den USA.

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