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New Orleans, Louisiana

Das New Orleans Plantation Country: Afrikanisch-amerikanisches Erbe in Louisiana

Von Marieve Herington


New Orleans, Louisiana, ist natürlich ein Muss für jeden Besucher, aber wussten Sie, dass nur etwa eine Stunde von der Stadt entfernt sich ein weiterer Ort befindet, der eine eigene Reise wert ist? Das New Orleans Plantation Country lockt mit einer Vielzahl an eindrucksvollen historischen Häusern.

Bei so vielen Plantagen in der Region könnte man meinen, dass es ausreicht, nur eine von ihnen zu besuchen, um alle gesehen zu haben. Aber das ist wirklich nicht der Fall. Jede Plantage hat ihren eigenen Charakter, ist auf verschiedene Weisen restauriert und bietet durch die in jedem Anwesen angebotenen Führungen einen eindrucksvollen Einblick in unterschiedliche Themenbereiche. Ich hatte den Eindruck, eine Reise in die Vergangenheit zu unternehmen, als ich einige der wichtigsten Stätten des afrikanisch-amerikanischen Erbes im New Orleans Plantation Country besichtigte.

Laura: eine Kreol-Plantage

Die Führungen in der Laura-Plantage bieten dem Besucher einen tiefen Einblick in die Welt von Laura Lacoul Gore, die die Zuckerrohrplantage bis in das späte 19. Jahrhundert hinein geführt hat. Dieses Anwesen hat ein komplett anderes Aussehen und eine andere Ausstrahlung als viele andere Plantagen entlang des Great River Roads, mit helleren Farben und einem einzigartigen französisch-kreolischen Flair. Die Führer hier haben ein großartiges Talent zum Geschichtenerzählen und berichten bei einer 70-minütigen Führung auf fesselnde Weise über das Leben von Laura und ihrer Familie, das sich über sieben Generationen erstreckt.

Die Laura-Plantage ist jedoch nicht nur für die großartigsten Führungen des Staates Louisiana bekannt, sondern auch als Ort, an dem in den 1870er-Jahren der Volkskundler Alcée Fortier begann, die westafrikanischen Geschichten ehemaliger Sklaven aufzuzeichnen. Diese Geschichten wurden später veröffentlicht und gingen als die „Tales of Br’er Rabbit“ in die Geschichte der afrikanisch-amerikanischen Folklore ein.

Evergreen-Plantage

Es befinden sich hier 37 Gebäude, die in das National Register of Historic Places aufgenommen wurden, darunter 22 Sklavenhütten in ihrem ursprünglichen Zustand. Es ist interessant zu sehen und zu wissen, dass Arbeiter der Zuckerrohrplantage noch bis 1947 in diesen Hütten gelebt haben – die Plantage war vollständig von Sklavenarbeit abhängig und später führten die befreiten Sklaven diese Arbeit fort.

Heute ist Evergreen immer noch eine aktive Zuckerrohrplantage. Sie sollten auf jeden Fall einen Spaziergang zwischen den 200 Jahre alten Eichenbäumen machen, die zur spektakulären Schönheit dieser einzigartigen, historischen Plantage beitragen.

B & C Seafood Market zum Mittagessen

Das Erbe des Kulturmix spiegelt sich heute noch in der berühmten Küche Louisianas wider. Die Mischung aus spanischen, französischen, afrikanischen und karibischen Einflüssen führte zur Entstehung neuer und köstlicher Kochstile wie etwa der Cajun- und Kreol-Küche. Das B & C Seafood Market and Cajun Restaurant leistet mit seinen Gerichten aus Garnelen, Gumbo und Kartoffeln mit Krabbensalat hervorragende Arbeit. Das Restaurant war gut besucht von lokalen Stammkunden sowie von wiederkehrenden Touristen. Alle waren sehr freundlich.

Das New Orleans Plantation Country ist nicht weit von der Großstadt entfernt und scheint dennoch einer ganz anderen Welt und Epoche zu entstammen. Die vielfältigen, wunderschönen Orte werden Ihr Herz gewinnen. Meins jedenfalls haben sie im Sturm erobert.

Für weitere Informationen besuchen sie bitte:

Amts New Orleans Plantation Land Reise Website

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