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Washburn, North Dakota

Fort Mandan und der Lewis and Clark Trail

Treten Sie in die Fußstapfen großer amerikanischer Entdecker


Mitte Oktober 1804 betraten Meriwether Lewis und William Clark auf der ersten Etappe ihrer großen Expedition unter Leitung von Thomas Jefferson den Boden North Dakotas. Ihr Ziel war es, „den direktesten und praktischsten Wasserweg über den Kontinent“ zu finden. Sie fuhren den Missouri River flussaufwärts und erreichten die Mandan-Indianerdörfer Mitutanka und Nuptadi. Sie waren wichtige Handelszentren für zahlreiche einheimische Stämme und europäische Händler. Dort verbrachten sie den Winter, bauten Hütten und eine Palisadenwand, die sie zu Ehren ihrer Gastgeber, die sie im Austausch gegen Waren mit Essen versorgten, „Fort Mandan“ tauften.

Unter den indianischen Ureinwohnern, die sie trafen, war Sakakawea, eine Frau vom Stamm der Shoshone, die vermutlich in den Rocky Mountains geboren wurde und dann 1800 von Hidatsa-Indianern verschleppt wurde. Sie heiratete später den frankokanadischen Fellhändler Toussaint Charbonneau. Da sie Shoshone und Hidatsa sprach und Charbonneau Hidatsa und Französisch, stellten Lewis und Clark beide als Dolmetscher ein. Am 7. April 1805 machte sich die Expedition auf den Weg in Richtung Westen. Sakakawea trug ihren kleinen Sohn Pomp auf dem Rücken. Wie sich herausstellte, war ihre Anwesenheit für die Expedition von unschätzbarem Wert – nicht nur als Dolmetscherin, sondern auch zur Beschwichtigung von Indianern, die noch nie zuvor einen Weißen gesehen hatten. Gemäß der Kultur der Ureinwohner reiste eine Gruppe, die in den Krieg zog, nie mit einer Frau zusammen – schon gar nicht mit einer Frau mit Baby.

Das ursprüngliche Fort Mandan wurde durch ein Feuer zerstört und die Überreste gingen verloren. 1972 wurde jedoch in der Nähe des Original-Forts in Pappelwäldern am Flussufer ein maßstabsgerechter Nachbau errichtet. 1997 wurden die Informationstafeln hinzugefügt und heute ist das Fort ganzjährig für die Öffentlichkeit zugänglich. Die einfachen Möbel und Vorräte spiegeln die Bedingungen wider, unter denen die Mitglieder der Expedition ihren Winteraufenthalt verbrachten.

Im Lewis & Clark Interpretive Center in Washburn ist u. a. eine umfassende historische Darstellung der Expedition zu sehen, mit indianischen Artefakten wie einem neun Meter langen, per Hand behauenem Einbaum, einem Büffelfellmantel zum Anprobieren und einem Nachbau des Wiegenbretts, in dem Sakakawea ihren Sohn trug. In der Bergquist Gallery sind die Arbeiten des Schweizer Aquarellmalers Karl Bodmer zu sehen, der zwischen 1832 und 1834 den amerikanischen Westen bereiste. Bodmers Bilder gehören zu den wichtigsten Dokumenten über die Indianerstämme der nordamerikanischen Prärie im frühen 19. Jahrhundert, bevor die Auswirkungen des amerikanischen Expansionismus und der eingeschleppten Krankheiten ihren Tribut forderten.

Ein paar Kilometer flussaufwärts sind am Knife River Indian Villages National Historic Site die Ruinen mehrerer indianischer Dörfer, darunter auch das Zuhause von Sakakawea, zu sehen. An der Stätte befinden sich Überbleibsel von Dörfern, die tausende von Jahren zurückreichen, ein Nachbau einer halb unterirdischen Hidatsa-Hütte, ein Museum und ein Besucherzentrum sowie ein 18 Kilometer langes Netz von Wanderwegen.

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1,000 Places to See in the United States & Canada Before You Die®

Text für Inspirationen für Ausflüge ©Patricia Schultz. Das Buch des Jahres von Patricia Schultz enthält neben den Kontaktdaten der erwähnten Orte auch viele andere Inspirationen für Ausflüge in den USA.

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