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Seattle, Washington

Seattle: Shopping & Kultur am Wasser

Beth D’Addono


Seattle, Washington, zu besuchen und dabei nicht auf dem Pike Place Market vorbeizuschauen – das wäre so, als würde man hier am Geburtsort der amerikanischen Kaffeekultur einen entkoffeinierten Kaffee bestellen: Es gehört sich einfach nicht. Das hundert Jahre alte Wahrzeichen am Ufer bietet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt zur Erkundung der nahen Museen und Attraktionen an.

Ein Wahrzeichen für Besucher und Einheimische

Der Pike Place Market findet seit 1907 statt und ist damit einer der ältesten durchgängig abgehaltenen Bauernmärkte des Landes. Heute sind hier etwa 500 Geschäfte, Restaurants und Marktstände untergebracht. Erster Programmpunkt des Tages: ein Foto vor dem berühmten Schild „Public Market Center“ an der Straßenecke First und Pike. Die riesigen roten Buchstaben stammen aus dem Jahr 1927 und zieren eines der ältesten Neonschilder an der Westküste.

Der Pike Place Market ist berühmt für die Fischhändler in ihren bunten Gummistiefeln, die sich ganze Lachse zuwerfen. Daneben findet ihr hier aber auch Stände, an denen einheimische Kunst, importierte Souvenirs, Second-Hand-Hüte und Perlen verkauft werden – ganz zu schweigen von den unzähligen ethnischen Restaurants, Cafés und Bars. 

Bei Golden Age Collectibles, das sich selbst als Amerikas ältesten Comic-Laden bezeichnet, bekommt ihr neue oder seltene Abenteuer eures Lieblings-Superhelden. Weltenbummler und alle, die es werden möchten, sollten unbedingt bei Metsker Maps vorbeischauen. Der einzigartige Laden führt Landkarten und verschiedenste Kuriositäten aus aller Welt.

Ein schmaler, mit zerfledderten Musikpostern dekorierter Treppenabgang führt hinunter zur kopfsteingepflasterten Post Alley und der Gum Wall. Diese 16,5 m lange Attraktion geht auf die frühen 90er Jahre zurück, als die Geschäftsleitung des angrenzenden Market Theaters darum bat, den Kaugummi doch bitte vor der Tür zu lassen. Heute bilden die klebrigen, knallbunten Kaugummiklumpen eine Art postmoderne Street Art-Installation.

Verschnaufpause gefällig? Die allererste Starbucks-Filiale wurde 1971 im Soames-Dunn Building eröffnet. Der Coffee Shop ist der einzige Ort, an dem ihr ein Souvenir mit dem Schriftzug Pike Place Market Starbucks bekommt – das kombinierte Logo wird nirgendwo sonst verkauft. 

Aquarium und Museen

Auch viele andere Besichtigungsziele liegen in Gehentfernung vom Markt. Wenn ihr Richtung Westen lauft, stoßt ihr schon bald auf die funkelnde Elliott Bay und den geschäftigen Hafen, an dem sich Fähren, Kreuzfahrtschiffe und verschiedene Meeresattraktionen drängen. Das Seattle Aquarium am Pier 59 begeistert mit einem riesigen 454.000-Liter-Becken: „Windows on Washington“ ist den örtlichen Küstengewässern nachempfunden und beherbergt über 800 einheimische Fische und wirbellose Lebewesen. Für frische Luft und einen Tapetenwechsel sorgt die Fahrt mit der Fähre zur Bainbridge Island, bei der ihr den fantastischen Blick auf die Skyline von Seattle bewundern könnt.

Kulturbeflissene sollten sich einen Besuch im nahen Seattle Art Museum nicht entgehen lassen. Das Museum ist bekannt für seine umfassende Dauerkollektion und die international ausgerichteten Wanderausstellungen. Ein Highlight ist die Abteilung mit Werken von regionalen Künstlern aus dem Pazifischen Nordwesten. (Achtung: Das Museum ist montags und dienstags geschlossen.) Innerhalb einer Woche könnt ihr mit eurem Ticket auch gleich noch dem Asian Art Museum einen Besuch abstatten.

Nicht weit entfernt liegt die Seattle Public Library, die vom international bekannten Designer Rem Koolhaas und dem einheimischen Architekten Joshua Prince-Ramus entworfen wurde. Die Stadtbibliothek ist der ideale Ort, um über den kostenlosen Wi-Fi-Zugang die neuesten Fotos zu teilen, bevor ihr euren Streifzug fortsetzt. Unbedingt auf euer Programm setzen solltet ihr auch noch den Olympic Sculpture Park mit seinen massiven Freiluftskulpturen, die täglich kostenlos besichtigt werden können.

Der Park weist dieselbe perfekte Mischung aus Kunst, Bodenständigkeit und Visionskraft auf, die auch Seattle zu so einer einzigartigen amerikanischen Stadt macht.

Weitere Tipps zur Reiseplanung für Seattle erhaltet ihr hier.


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