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Die San Juan National Historic Site wurde 1966 in das Nationalregister historischer Stätten aufgenommen und 17 Jahre später zum Weltkulturerbe erklärt. Sie umfasst die Festungsanlagen Castillo San Felipe del Morro („El Morro“) und Castillo San Cristóbal sowie den Großteil der alten Stadtmauer, das Stadttor Puerta de San Juan und das Fort San Juan de la Cruz. Hier erfahren Besucher mehr über die Anfänge der Spanier in Puerto Rico und die folgenden Kämpfe um die Herrschaft über die Insel – Ereignisse, die Puerto Rico in den vergangenen 500 Jahren entscheidend prägten.

Berühmtestes Wahrzeichen der San Juan National Historic Site ist das Castillo San Felipe del Morro aus dem 16. Jahrhundert, meist nur kurz „El Morro“ genannt. Die imposante Festung, von der aus die Insel mehrfach erfolgreich verteidigt wurde, wurde an der Nordwestspitze der Altstadt von San Juan im Verlauf von insgesamt 200 Jahren errichtet. Im Zweiten Weltkrieg spielte El Morro eine entscheidende Rolle für die Verteidigung der USA, da von hier aus deutsche U-Boote in der Karibik beobachtet wurden. Der Gebäudekomplex ist auf sechs Ebenen angelegt und ein wahres Labyrinth aus Festungsmauern mit Kerkern, Baracken, Kanonen und Wachhäuschen. Von hier habt ihr einen herrlichen Blick auf die Stadt und das Meer. Ihr könnt ihn auf eigene Faust erkunden oder an Führungen mit einem Park Ranger teilnehmen, die auf Englisch und Spanisch angeboten werden. Das Gelände der Festung ist außerdem sehr beliebt, um zu picknicken oder einen Drachen steigen zu lassen.

Im Eintrittspreis für El Morro ist auch der Zutritt zum Castillo San Cristóbal enthalten. Diese 11 Hektar große Befestigungsanlage wurde 1790 nach einer Bauzeit von 150 Jahren fertiggestellt. Sie befindet sich an dem El Morro gegenüberliegenden Ende der Stadt und half, San Juan gegen Angriffe von der Landseite zu schützen. Der irische Militäringenieur Thomas O’Daly plante sie auf drei Ebenen mit einem Hauptplatz, einer Kanonenbatterie und ganz oben einer Beobachtungsebene. Wenn ihr die Durchgänge und Baracken erkundet, solltet ihr unbedingt einen Blick in das Wachhäuschen „Garita del Diablo“ werfen. Der Legende nach spukt ein vor langer Zeit verschwundener spanischer Soldat in dieser abgelegenen Schildwache, die über das Meer hinausragt.

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