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5 historische Zeitzeugnisse in New Mexico
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  • Bundesstaaten:
    New Mexico

Majestätische Landschaften, in denen das geheimnisvolle Erbe uralter Völker bis heute lebendig ist – nicht gerade das, womit man in den USA unbedingt rechnet.

Doch die Spuren der Vergangenheit sind einfacher zu entdecken, als ihr vielleicht denkt, besonders in New Mexico: Die Region ist seit mehr als 12.000 Jahren besiedelt. Einige frühe Kulturen haben Zeitzeugnisse in Form von Felsenwohnungen, halb verfallenen Siedlungen und Petroglyphen hinterlassen. Viele dieser Stätten sind heute als US-Nationalparks geschützt, sodass ihr euch hervorragend im Internet informieren könnt. Außerdem liegen diese Orte auch nicht weit von Albuquerque und Santa Fe entfernt und sind damit gut erreichbar.

Petroglyph National Monument

Im westlich von Albuquerque gelegenen Schutzgebiet Petroglyph National Monument werden ganz unterschiedliche Kultur- und Naturschätze bewahrt, darunter fünf Vulkankegel, Hunderte archäologische Stätten und zahlreiche Petroglyphen. Tatsächlich weist die Region mit ca. 25.000 Motiven und Symbolen eine der größten Dichten an Felsritzungen in ganz Nordamerika auf. Die meisten dieser Petroglyphen stammen von den frühen spanischen Siedlern sowie den Pueblo-Indianern und anderen einheimischen Stämmen, die vor etwa 400 bis 700 Jahren in diesem Gebiet lebten. Die Petroglyphen haben eine große kulturelle und religiöse Bedeutung und spielten oftmals eine wichtige Rolle bei traditionellen Bräuchen und Zeremonien.

Die Felszeichnungen am Petroglyph National Monument sind kein Graffiti, sondern wichtige kulturelle und religiöse Zeitzeugnisse der frühen Kulturen aus dieser Region.

Die Felszeichnungen am Petroglyph National Monument sind kein Graffiti, sondern wichtige kulturelle und religiöse Zeitzeugnisse der frühen Kulturen aus dieser Region.
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Flickr/PaigeH

Chaco Culture National Historical Park

Der Chaco Culture National Historical Park ist neben dem Carlsbad Caverns National Park und der Siedlung Taos Pueblo eine von drei Stätten in New Mexico, die von der UNESCO in das Welterbe aufgenommen wurden. Der Chaco Culture National Historical Park liegt drei Autostunden nordwestlich von Albuquerque und beherbergt massive Pueblo-Bauten (oder Wohnkomplexe) aus der Zeit zwischen 850 und 1150. Das komplizierte Labyrinth aus miteinander verbundenen Räumen zeugt von einer für die damalige Zeit im gesamten Südwesten der USA einzigartigen Baukunst. Der Park kann mit dem Auto, per Fahrrad oder zu Fuß erkundet werden. Zwischen April und Oktober werden auch organisierte Touren angeboten. Auf jeden Fall solltet ihr bei einem Aufenthalt im Park den Blick nach oben richten – denn der Chaco Culture National Historical Park wurde von der International Dark-Sky Association als einer von nur 12 internationalen Dark Sky Parks (Lichtschutzgebiete) ausgewiesen und zählt damit zu den besten Orten auf der Erde, um die Sternenkonstellationen am dunklen nächtlichen Himmel zu bewundern. Nach Sonnenuntergang werden Vorträge am Lagerfeuer und verschiedene Nachthimmel-Programme im Park angeboten.

Das UNESCO-Welterbe Chaco Culture National Historical Park beeindruckt mit seinen weitläufigen, labyrinthähnlichen Ruinen, die als Pueblos oder Wohnkomplexe bezeichnet werden.

Das UNESCO-Welterbe Chaco Culture National Historical Park beeindruckt mit seinen weitläufigen, labyrinthähnlichen Ruinen, die als Pueblos oder Wohnkomplexe bezeichnet werden.
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Aztec Ruins National Monument

A propos Astronomie: Es gibt deutliche Anhaltspunkte dafür, dass die frühen Pueblo-Baumeister die Mauern ihrer Gebäude am Lauf der Sonne ausgerichtet haben. Gute Beispiele hierfür sind am Aztec Ruins National Monument zu sehen. (Der Name stammt von den ersten Siedlern, die die Bauten irrtümlich den Azteken zugeschrieben haben.) Zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten am Aztec Ruins National Monument, das zusammen mit dem Chaco Culture National Historical Park in das UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde, gehört der freigelegte Wohnkomplex mit mindestens 400 gemauerten Räumen. Besucher können auf eigene Faust durch die uralten Durchgänge wandern, sich durch niedrige Türöffnungen bücken und eine nachgebaute Kiva erkunden, die als Raum für religiöse Rituale genutzt wurde. Von Mai bis September bieten Ranger verschiedene Touren und Vorträge an und an den Sommerwochenenden präsentieren häufig Kulturbotschafter ihre Werke. Das Aztec Ruins National Monument liegt etwa 115 Kilometer nördlich vom Chaco Culture National Historical Park und ist weniger als drei Autostunden von Albuquerque entfernt.

Die bröckelnden Steinmauern des Aztec Ruins National Monument machen deutlich, wie wichtig die Sonne für die alten Pueblo-Indianer gewesen ist – denn die Gebäude wurden offenbar am Lauf der Sonne über den Himmel ausgerichtet.

Die bröckelnden Steinmauern des Aztec Ruins National Monument machen deutlich, wie wichtig die Sonne für die alten Pueblo-Indianer gewesen ist – denn die Gebäude wurden offenbar am Lauf der Sonne über den Himmel ausgerichtet.
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U.S. National Park Service
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Gila Cliff Dwellings National Monument

Das Gila Cliff Dwellings National Monument im Südwesten von New Mexico (ca. 420 Kilometer südwestlich von Albuquerque) vermittelt einen Eindruck von den Felsenwohnungen der frühen Pueblo-Indianer, die vor mehr als 700 Jahren in der Region um Mogollon gelebt haben. Fünf der natürlichen Höhlen in der Felswand eines Canyons auf dem Parkgelände enthalten noch Überreste alter Behausungen – insgesamt mehr als 40 Räume. Besucher, die sich von dem recht steilen, 1,6 Kilometer langen Aufstieg nicht abschrecken lassen, können die alten Wohnstätten auf eigene Faust erkunden. Wenn ihr nicht denselben Rückweg nehmen möchtet, könnt ihr die Wohnräume über eine Holzleiter mit ca. einem Dutzend Stufen verlassen, über die ihr ebenfalls wieder auf den Weg gelangt.

Hinter den Steinfassaden des Gila Cliff Dwellings National Monument befinden sich die Überreste komplexer Wohnstätten, die vor mehr als 700 Jahren errichtet wurden.

Hinter den Steinfassaden des Gila Cliff Dwellings National Monument befinden sich die Überreste komplexer Wohnstätten, die vor mehr als 700 Jahren errichtet wurden.
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Doc Johnny Bravo/Flickr

Bandelier National Monument

Das majestätische Bandelier National Monument liegt etwa 70 Autokilometer nordwestlich von Santa Fe. In diesem Park finden sich die unterschiedlichsten Ruinen und Zeitzeugnisse auf engem Raum: Neben Petroglyphen und Piktogrammen gibt es gemauerte Wohnhäuser und sogar mehrere Räume, die direkt aus den Felsen geschlagen wurden (sogenannte „Cavates“). Auch die Landschaft ist abwechslungsreich und imposant – Fußwanderungen zu den einzelnen archäologischen Sehenswürdigkeiten führen durch Waldgebiete, Wüstengrasland, üppige Wiesen, tiefe Canyons und weites, flaches Tafelland.

Am Bandelier National Monument im nordwestlichen New Mexico gibt es mehrere „Cavates“ zu sehen – Räume, die direkt aus dem Fels geschlagen wurden.

Am Bandelier National Monument im nordwestlichen New Mexico gibt es mehrere „Cavates“ zu sehen – Räume, die direkt aus dem Fels geschlagen wurden.
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U.S. National Park Service
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Blick auf einen malerischen See und die dahinter aufragenden Berge

Reiseziel

Flagstaff