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5 Orte, an denen ihr die Kultur der Ureinwohner erleben könnt

New Mexico, Arizona, Oklahoma, Washington, D.C.

5 Orte, an denen ihr die Kultur der Ureinwohner erleben könnt

Nach: Valerie Conners

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An vielen Orten in den USA wird ganz bewusst Wert darauf gelegt, die ereignisreiche und oft tragische Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner zu bewahren und an heutige Besucher weiterzugeben.

Die Tradition der einheimischen Kulturen auf dem Kontinent reicht mehrere Jahrtausende zurück. Bei einem Besuch der vielseitigen Ausstellungen, Freiluftmuseen, Veranstaltungen und uralten Stätten sowie im persönlichen Gespräch mit Ureinwohnern habt ihr Gelegenheit, mehr über dieses geschichtsträchtige Erbe zu erfahren. Hier stellen wir euch fünf Orte und Veranstaltungen vor, die euch in hautnahen Kontakt mit der Kultur der amerikanischen Ureinwohner bringen.

National Museum of the American Indian

Washington, D.C.

Das National Museum of the American Indian beschäftigt sich als erstes Nationalmuseum des Landes ausschließlich mit dem Erbe der amerikanischen Ureinwohner. Anhand einer der weltweit größten Sammlungen an Ureinwohnerkunst und Gebrauchsgegenständen sowie eines umfassenden Foto- und Medienarchivs wird hier die über 12.000 Jahre alte Geschichte der mehr als 1.200 einheimischen Kulturen beleuchtet. Verschiedene Dauerausstellungen widmen sich den Religionen und Zeremonien der Ureinwohner sowie dem bis heute andauernden Kampf der Ureinwohnergemeinden um den Erhalt ihrer Identität. Das NMAI liegt an der National Mall in Washington, D.C., und ist in einem geschwungenen Kalksteingebäude ohne Ecken oder Kanten untergebracht, das an eine Felsformation erinnern soll. Auf dem Veranstaltungskalender des Museums stehen regelmäßig verschiedene Kulturfestivals, Konzerte und Symposien. Im Mitsitam Native Foods Café werden traditionelle Ureinwohnerspezialitäten und zeitgenössische Gerichte aus ganz Nord- und Südamerika angeboten, darunter Tortillas und Büffelburger.

Die Außenfassade des National Museum of the American Indian in Washington, D.C.

Die Außenfassade des National Museum of the American Indian in Washington, D.C.
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Mandy Jansen/Flickr

Cherokee Heritage Center

Tahlequah, Oklahoma

Das 18 ha große Cherokee Heritage Center in den Ausläufern der Ozark Mountains in Oklahoma hat sich zum Ziel gesetzt, die Kultur und Artefakte des Stamms der Cherokee zu erhalten. Bei einem Rundgang durch das Museumsdorf Diligwa, das einer Cherokee-Siedlung um 1710 nachempfunden ist, könnt ihr Kunsthandwerkern über die Schulter blicken, alten Geschichten und Legenden lauschen und einen Eindruck vom Alltagsleben im frühen 18. Jahrhundert bekommen. Die Siedlung Adams Corner versetzt euch danach in ein ländliches Cherokee-Dorf aus dem späten 19. Jahrhundert. Nicht verpassen solltet ihr die Ausstellung Trail of Tears über die Deportation der Cherokee aus ihren angestammten Gebieten in den 1830er Jahren und ihre Zwangsansiedlung im heutigen Bundesstaat Oklahoma. Das Zentrum bietet auch Seminare und Workshops zu traditionellen Kunsthandwerksfertigkeiten wie Töpfern oder Korbflechten an und organisiert jedes Jahr Kunstausstellungen mit traditionellen und modernen Werken von Cherokee-Künstlern.

Exponate im Cherokee Heritage Center

Exponate im Cherokee Heritage Center
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Gathering of Nations

Albuquerque, New Mexico

Jedes Jahr finden sich Tausende Angehörige von mehreren Hundert verschiedenen Ureinwohnerstämmen zum Gathering of Nations – dem nach eigener Aussage größten Powwow Nordamerikas – in Albuquerque, New Mexico, ein. Das mehrtägige Event steht ganz im Zeichen der Ureinwohnerkultur. Zu den Highlights gehören die traditionellen Gesangs-, Tanz- und Trommelwettbewerbe, bei denen über 3.000 Teilnehmer für insgesamt mehr als 500 nordamerikanische Stämme antreten. Vor Ort könnt ihr auch Gemälde, Schmuck und Töpferwaren von über 800 Ureinwohnerkünstlern erstehen und traditionelle Gerichte wie Fry Bread (frittierte Teigfladen) mit Honig oder Taco-Belag probieren.

Das Gathering of Nations ist das größte Powwow in Nordamerika.

Das Gathering of Nations ist das größte Powwow in Nordamerika.
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Taos Pueblo

Taos, New Mexico

Bei einem Besuch in der Siedlung Taos Pueblo, die seit mehr als 1.000 Jahren durchgängig von Angehörigen des Taos-Stamms bewohnt wird, erhaltet ihr faszinierende Einblicke in den Alltag, die Kultur und die Geschichte der frühen Pueblo-Zivilisation. Das imposant vor der Kulisse der Sangre de Cristo Mountains gelegene UNESCO-Weltkulturerbe umfasst die San Geronimo-Kapelle und zwei mehrstöckige Gebäudekomplexe aus Lehm und Stroh im typischen Pueblo-Stil. Heute leben hier fast 150 Taos-Indianer. Mehr über die Kultur, Geschichte und Bewohner des Dorfs erfahrt ihr bei einer geführten Tour.

Heard Museum

Phoenix, Arizona

Das Heard Museum in Phoenix, Arizona, widmet sich der Kultur und dem Erbe der Ureinwohner aus dem Südwesten der USA. Die Sammlung des Museums umfasst rund 44.000 alte Artefakte und zeitgenössische Exponate, darunter Navajo-Textilien, Zuni-Schmuck und moderne indianische Kunst. Zu sehen sind unter anderem über 430 Kachina-Puppen der Hopi-Indianer, die aus einer Kollektion des ehemaligen US-Senators Barry Goldwater stammen. Neben kostenlosen geführten Touren gibt es regelmäßige Informationsveranstaltungen sowie mit dem Indian Fair & Market auch eine jährliche Kunstausstellung.

Ausstellungsgegenstände im Heard Museum in Phoenix

Ausstellungsgegenstände im Heard Museum in Phoenix
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