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„Auf dem Kopf stehende“ Bäume in den Glacier Gardens
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  • Bundesstaaten:
    Alaska

Hängender Garten in Alaska mit umgedrehten Bäumen als natürliche Blumentöpfe

Alaskas Gletscher sind weltweit bekannt. Was aber kaum einer weiß: Das Mendenhall Valley hütet noch einen ganz anderen Schatz – den liebevoll gehegten botanischen Garten von Steve und Cindy Bowhay im Tongass National Forest.

Überall im Park trefft ihr auf sogenannte „Flower Towers“, auf dem Kopf stehende Bäume, deren Wurzelstämme in die Luft ragen und als Plattform für farbenfrohe üppige Blumen dienen. Moose und Erde formen im Zentrum des Wurzelballs eine Art Bett, auf dem bunt leuchtende Arrangements aus Begonien, Fuchsien und Petunien ruhen.

Ein Gletschergarten mit verblüffenden Wurzeln

Der Mendenhall Glacier am Fuß des Thunder Mountains gehört zu den wenigen Gletschern weltweit, die mit dem Auto zu erreichen sind. Hier liegt auch das große Stück Land, das die Bowhays 1985 erwarben. Zuvor war ein Großteil des Hangs bei einem Felsrutsch zerstört worden, der fast alle Bäume entwurzelt und auch eines der größten Gewässer zerstört hatte. Steve, ein ausgebildeter Landschaftsgärtner, machte sich umgehend an die Restaurierung des Bachs und errichtete ein Wasserkraftwerk, um seine neu angelegten Treibhäuser mit Strom zu versorgen. Er entwarf Absetzteiche, um die wasserbedingte Erosion einzudämmen, und legte dazu auch mehrere Wasserfälle auf dem Gartengrundstück an.

Während der Arbeiten am Bach beschädigte Steve eines Tages aus Versehen seine Ausrüstung. Aus Ärger über dieses Missgeschick hob er angeblich mit seiner Maschine einen großen umgefallenen Baumstamm in die Höhe und rammte ihn kopfüber in die weiche Erde. Der Anblick der Wurzeln, die sich wie Petunienranken zum Boden streckten, soll ihn dann dazu angespornt haben, mehr als 20 weitere abgestorbene Fichten und Hemlocktannen umzudrehen und in ihren Wurzelballen jedes Jahr über 75 verschiedene Blumen anzupflanzen.

In dem einzigartigen botanischen Garten gedeihen auch Rhododendren, Azaleen, Fächerahorne, Igelkraftwurz, Holundersträucher, Sitka-Fichten und Westamerikanische Hemlocktannen. Außerdem lohnt sich der Aufstieg zur Felswand am Gipfel des Thunder Mountains, von der sich ein wunderschöner Panoramablick über Juneau bietet.

Gut zu wissen

Das Glacier Gardens Rainforest Adventure ist von Mai bis September geöffnet. Für Kreuzfahrtpassagiere und Individualtouristen werden Touren in einer überdachten Sightseeing-Bahn angeboten.

Für Atlas Obscura erstellte Originalinhalte

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