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Ein Barkeeper in der Brauerei Black Project in Denver
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Herzlich willkommen in Denver, Colorado

Denver, Colorado, liegt genau an der Schnittstelle zwischen der endlosen wogenden Prärie und den majestätischen Rocky Mountains – dort, wo einst Cowboys und Outlaws das Sagen hatten. Die heutige Großstadt ist ein überraschend modernes und kosmopolitisches Ballungszentrum, das aber auch zu seinen Wildwest-Wurzeln und seiner Naturverbundenheit steht. Was Kunst und Kreativität angeht, wird Colorados Hauptstadt in einem Atemzug mit den größten Kulturhochburgen des Landes genannt. Die „meilenhohe Stadt“ thront fernab der Küste über der Prärie und ist ein Ort der Gegensätze. Denver gehört zu den größten und wachstumsstärksten Ballungsgebieten der USA, gleicht das aber durch einen betont lässigen Lebensstil aus, der das Fahrrad als Fortbewegungsmittel favorisiert und großen Wert auf Outdoor-Abenteuer, Craft-Bier, Livemusik sowie öffentliche Parks und öffentliche Kunst legt. In dieser Boomtown kommt garantiert keine Langeweile auf. Wir haben die Einheimischen zu ihren besten Tipps für Besucher befragt. Hier sind ihre Vorschläge:

Schmeckt wie Hähnchen?

Denver ist ein echtes Foodie-Paradies. Um einen Eindruck vom Flair vergangener Tage zu bekommen, empfehlen die Einheimischen das historische Buckhorn Exchange. Die Kombination aus Steakhouse und Saloon serviert traditionelle bis ausgefallene Gerichte, darunter die berühmt-berüchtigten Rocky Mountain Oysters (Achtung: Auf dem Teller landen nicht etwa Austern, sondern Stierhoden!) sowie Büffel, Yak, Klapperschlange und Strauß. Im beliebten City, O’ City kommen Vegetarier auf ihre Kosten – und das von 7 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts. Neben Trendgerichten wie Wings aus Seitan oder Bacon aus Tempeh bekommt ihr hier auch fleischfreie Klassiker wie Poutine oder Hähnchen und Waffeln (wobei anstelle von Huhn in Bourbon marinierter Blumenkohl verwendet wird). Spätestens beim Anblick der hervorragend bestückten Cocktailbar wird niemand mehr behaupten, dass Vegetarier keinen Spaß haben können.

Das Restaurant „City, O' City“ in Denver, Colorado
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Kunst für alle

In den Lagerhallen und Autowerkstätten des ehemaligen Industrieviertels River North (heute: RiNo) sind die innovativsten und kreativsten Künstler, Hersteller und unabhängigen Modedesigner der Stadt eingezogen. Ein Bummel durch die mit bunten Graffiti verzierten Gassen führt euch unter anderem zu Redline, einem äußerst produktiven gemeinnützigen Zentrum für zeitgenössische Kunst, zur River North Workshop Co., die Kurse zu Makramee oder zur Piñata-Herstellung im Angebot hat, und zu Meraki Moon, das Schlaghosen und handgefertigte Schmuckartikel aus Edelsteinen verkauft. Die Einheimischen trefft ihr dann im Hotel The Source, das mehrere raffinierte Restaurants, Shops und eine Brauerei unter einem Dach vereint.

Im Hotel "The Source" im RiNo Art District, Denver
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Leicht morbid, aber äußerst lecker

Hättet ihr gedacht, dass sich in einer ehemaligen Leichenhalle ein netter Nachmittag verbringen lässt? Die Einheimischen schwören auf das Linger Eatuary im Viertel LoHi (Lower Highlands). Und als wäre die Vorgeschichte noch nicht kurios genug, hat sich das Restaurant auch noch ein altes Wohnmobil (Baujahr 1975) auf das Dach gesetzt, das als Küche und Bar fungiert und zur Happy-Hour ausgewählte, international inspirierte Snacks für jeweils 5 USD serviert. Tipp: Probiert das vegane persische Sandwich (Hummus, Havarti-Käse mit Dill, israelischer Salat, Avocado und Rucola) oder die glutenfreien Tacos mit koreanischem BBQ (Rippchen vom Wagyu-Rind, grüner Bohnensalat, Rettich, Erbsen mit Wasabi, Gochujang-Aioli, Ingwer und Limone).

Reklame für das Linger Eatuary
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Vom Vaudeville zum Rock ’n’ Roll

Denvers Western-Vibe schlägt auch in der örtlichen Musikszene durch. Von ihrem Ruf als Zentrum für Vaudeville- und Burlesque-Theater sowie diverse andere (mehr oder weniger anzügliche) Unterhaltungsformen, der noch aus den Tagen des Goldrauschs stammt, zehrt die Stadt bis heute. In der jüngeren Vergangenheit wurden viele historische Theater in Konzertbühnen umgewandelt – etwa das Ogden aus dem Jahr 1919, das Bluebird von 1913 oder das Gothic von 1929. Das legendäre Red Rocks Amphitheater spielt in einer eigenen Liga: Im (laut Betreiber) einzigen natürlichen Amphitheater mit perfekter Akustik weltweit stehen regelmäßig die „besten Bands der Welt“ auf der Bühne.

Partystimmung im Red Rocks Amphitheater
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Sightseeing am und auf dem Fluss

Der 70 km lange Cherry Creek Trail schlängelt sich durch die individuellen Viertel von Denver und passiert dabei auch zahlreiche Wandmalereien am Ufer des gleichnamigen Flusses. Um die Stadt durch die Augen der Einheimischen zu sehen, besorgt ihr euch am besten für 9 USD einen 24-Stunden-Ausweis für das Bikeshare-Programm B-Cycle und schwingt euch in den Sattel. Unterwegs lohnen sich Abstecher in den Denver Skatepark (den größten kostenlosen Skatepark der USA), den Tattered Cover Bookstore und die frisch aufpolierte historische Union Station im Zentrum, die unter anderem mit eigenen Bienenkörben auf dem Dach von sich reden macht. Alternativ könnt ihr euch im Confluence Park am Zusammenfluss von Cherry Creek und South Platte River ein Kajak ausleihen und damit durchs Herz der Stadt paddeln. Es gibt schließlich nicht viele Hauptstädte, die Stromschnellen im Zentrum vorzuweisen haben.

Mann mit Kajak im Confluence Park in Denver, Colorado
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Jazz vom Feinsten

Der Jazzclub El Chapultepec (von den Einheimischen kurz „Pec“ genannt) wurde 1933 einen Tag nach dem offiziellen Ende der Prohibition eröffnet. Die traditionelle mexikanische Cantina führt ein Doppelleben als landesweit renommierte Jazzbühne, auf der sich schon Stars wie Count Basie, Frank Sinatra, Tony Bennett, Wynton Marsalis und Ella Fitzgerald oder auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton mit seinem Tenorsaxophon die Ehre gegeben haben. Trotz seiner illustren Gäste hat sich das Pec den authentischen Charme einer rauen Western-Kneipe bewahrt. Die Kunden sitzen zwischen pinken Neonlichtern auf pinken Vinylhockern und essen Klassiker aus der Regionalküche von Papptellern. (Besonders gefragt sind die Burritos mit grünen Chilischoten.) Das Pec ist auch Colorados ältester Stammkunde der Großbrauerei Coors – eher ungewöhnlich für eine Stadt, in der Craft-Brauereien den Ton angeben. Wer Lust auf etwas Hochprozentiges hat, sollte den Chapultepec Shot probieren: ein Tequila mit einem Schuss grüner Crème de Menthe, in dem eine gedörrte essbare Heuschrecke schwimmt.

Sängerin aus Denver im El Chaputepec Jazz Club
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