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Einheimische in Traverse City
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Willkommen in Traverse City, Michigan

Auf der ganzen Welt gibt es nur wenige Orte, die so eng mit ihrem Land verbunden sind wie Leelanau County in Michigan, auch „Lower Peninsula” genannt. Im „Kleinen Finger“ des „Michigan Mitt“ (so genannt, weil die geografische Form von Michigan an einen Fäustling erinnert) widmen sich die Einheimischen schon seit jeher dem Angeln und der Viehzucht. Heute mischen sich dazu noch Ackerbauern, Jäger, Bierbrauer und Winzer unters Volk. Die Leute hier „fühlen sich der Natur und den Schätzen unserer Erde verbunden“, so sagen sie selbst. Deshalb ist es naheliegend, dass ihr die Lower Peninsula von Michigan am besten kennenlernt, wenn ihr euch zusammen mit den Einheimischen in der Natur aufhaltet. Wir haben die Einheimischen zu ihren besten Tipps für Besucher befragt. Hier sind ihre Vorschläge:

Immer schön am Ufer entlang

Auf über 120 m Höhe über dem riesigen, schimmernden Lake Michigan erstreckt sich der sagenhafte Sleeping Bear Dunes-Nationalpark. Er beherbergt einen spektakulären, 105 km langen Sandstrand, Wiesen, Laub- und Nadelwälder, Sümpfe und Moore. Für eine „lockere Wanderung“, die sich auch bei den Einheimischen großer Beliebtheit erfreut, empfiehlt sich der 4,3 km lange Rundwanderweg Pyramid Point Trail durch Ahorn- und Buchenwälder. Unterwegs offenbart sich von einer hohen Klippe ein unbeschreiblicher Ausblick. Doch die Lower Peninsula ist nicht nur im Sommer ein echtes Paradies. Die Einheimischen versichern, dass man sich hier oben zu jeder Jahreszeit vergnügen kann. Im Herbst könnt ihr durch Maislabyrinthe irren, beim Traubenstampfen für den besten Wein mitmischen oder bei einer Fahrt auf den Landstraßen das unglaubliche Farbenspiel der Bäume bewundern. Im Winter findet das weltberühmte Vasa Race statt; schnallt euch selbst die Langlaufski unter die Füße oder jubelt den Sportlern zu. Am Crystal Mountain gibt es außerdem einige gemäßigtere Abfahrtspisten.

Park-Rangerin in Michigan
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Reiche Ernte

In Michigan hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz. Und jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Früchte hervor. Im Sommer könnt ihr Beeren pflücken, im Winter beim Eisangeln Zander und Barsche einholen, im Frühling Pilze suchen und Ahornsirup einmachen. Kurzum: Der Kleine Finger des Michigan Mitt ist ein Paradies für Jäger und Sammler. Schon lange vor dem alljährlichen National Morel Mushroom Festival im Mai schlagen Besucher aus der ganzen Region hier ihre Zelte auf. (Nicht im Traum würden die Pilzsammler ihre besten Fundorte verraten.) Ihre Beute verkaufen die Pilzsucher an die lokalen Restaurants, die daraus kulinarische Köstlichkeiten zaubern. Vor allem Morcheln sind auf den Speisekarten zu finden.

Saisonale Ernte aus Michigan
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Traditionen mit Bestand

Wer die Lower Peninsula richtig kennenlernen will, muss eines der alljährlichen Powwows der hier ansässigen Indianerstämme besuchen – da sind sich die Einheimischen einig. Zu diesen feierlichen Versammlungen werden auch Außenstehende eingeladen, damit sie mehr über die Geschichte und die Traditionen der Indianer erfahren und gemeinsam mit ihnen ein Mahl aus Fisch, Wild, Beeren und frittiertem Brot einnehmen können. Dieses Brot kann mit süßen oder pikanten Beilagen verzehrt werden und ist auch die Basis des typischen „Indian Taco“. (Wer wissen will, wann die nächsten Powwows oder Indianerfeste stattfinden, sollte sich direkt an die einzelnen Stämme wenden: Little River Band of Ottowa Indians, Grand Traverse Bay Band of Odowa Indians and Chippewa Indians oder die Little Traverse Bay Band of Odawa.) Außerhalb der Powwow-Saison (Sommer) gibt es die Möglichkeit, einen Round Dance im Winter zu besuchen. Wirtschaftliche Unterstützung erhalten die Stämme, indem ihr an der Peshabestown’s Arthur Duhamel Marina frischen Fisch kauft oder ihr Kunsthandwerk als Andenken mitnehmt, wie z. B. Kästchen aus Stachelschweinstacheln oder Perlenkunst. In den drei Kasinos in der Nähe von Traverse City, die von Indianerstämmen betrieben werden, könnt ihr euch zudem im Glücksspiel versuchen.

Perlenstickerei der Ureinwohner
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Verkostungen am laufenden Band

Michigan war das Ziel deutscher, britischer, irischer, polnischer und belgischer Einwanderer. Da überrascht es nicht weiter, dass sich eine lange, stolze und florierende Bierkultur entwickelt hat. Vor allem in der Gegend rund um Traverse City sind einige besonders exotische und schmackhafte Biere entstanden. Das bereits zehn Jahre alte Right Brain ist bei den Einheimischen vor allem für sein „äußerst experimentelles“ Bier und die Geschäftsphilosophie „Keep Beer Curious“ beliebt. Ihr seid auf der Suche nach einem Brauerei-Pub, der „nahezu jedes lokale Bier“ im Angebot hat, eigenes Bier braut und dazu noch großartige Pub-Snacks serviert (wie z. B. einen Dip von der geräucherten Regenbogenforelle), für deren Zubereitung die Zutaten von lokalen Lieferanten bezogen werden? Dann werden euch die Einheimischen garantiert ins Rare Bird schicken. Das Green Bird in Northport ist ein Bio-Weingut mit Obstplantage und Bauernhof, auf dem Wein, Bier und kräftige, ungewöhnliche Cider produziert werden. Eines der Aushängeschilder ist beispielsweise der milde Cider mit 17 % Alkohol, der zwei Jahre lang in Roggenfässern reift und in einem Brandy-Glas serviert wird. Wer Lust hat auf einen Roadtrip mit Weinverkostung, sollte den Old Michigan Highway 37 hinauffahren bis zum The Leelanau Peninsula Wine Trail. Am besten, ihr organisiert euch einen Fahrer!

Weinverkostung auf dem Weingut Green Bird
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Mittagspause

Das Village Cheese Shanty in Fishtown ist dermaßen beliebt, dass die meisten Leute es nur den „Cheese Shop“ nennen. Besonders viel Lob erntet das Lokal für sein hausgemachtes Brezelbrot, das regelmäßig ausverkauft ist. Ebenso gern bestellen die Einheimischen hier das „North Shore“, ein Sandwich mit Truthahn, Schweizer Käse, Gurke und Kräuter-Mayonnaise. Unser Insider-Tipp: Unbedingt im Voraus reservieren! Für gehobene französische Küche und laut Einheimischen das „beste Frühstück und Mittagessen in der Gegend“ solltet ihr das Patisserie Amie in Traverse City ansteuern. Auf der Karte stehen französische Klassiker wie pikante Crêpes, das „Normande“ gefüllt mit Schinken, Äpfeln, Blauschimmelkäse und Walnüssen sowie auch der obligatorische Salade niçoise. Ihr wollt wissen, welche Gerichte typisch für die Region der Great Lakes sind? Dann ab mit euch in die Art's Tavern, die berühmt ist für ihren „Crusty Whitefish“: Der Fisch wird mit Cornflakes und Parmesan paniert und goldbraun frittiert. Das Art’s ist seit 1934 nicht aus Glen Arbor wegzudenken und „immer voll bis unters Dach“. Also auf ins Getümmel!

Fine Wine Cheese Sandwich
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