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Einheimische aus Kansas City, Missouri
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Willkommen in Kansas City, Missouri

Kansas City muss sich nicht verstecken. Denn die größte Stadt im Bundesstaat Missouri ist nicht nur für ihre leckeren Barbecues und die stolze Jazztradition bekannt, sondern beheimatet auch das erstklassige Nelson-Atkins Museum of Art und das Negro Leagues Baseball Museum, das eine bewegende Hommage an die afroamerikanische Geschichte darstellt. Die Stadt rühmt sich außerdem mit dem Country Club Plaza, dem landesweit ersten und elegantesten Einkaufszentrum nach spanischem Vorbild, und beherbergt darüber hinaus das architektonisch eindrucksvolle Kauffman Center for the Performing Arts. Zusätzlich zu diesem breitgefächerten Angebot machen zwei Traditionen Kansas City wirklich aus: die aus fast jeder Richtung ertönende Livemusik und das saftige, mit reichlich Sauce marinierte geräucherte Fleisch, das aus jeder Ecke seinen Duft verströmt. Wir haben die Einheimischen aus Kansas City zu ihren besten Tipps für Besucher befragt. Hier sind ihre Vorschläge:

Alle an Bord

Das Viertel West Bottoms befindet sich am Zusammenfluss von Kansas River und Missouri River und war einst für seine zahlreichen Viehhöfe bekannt. Da verwundert es kaum, dass sich gerade hier die Künstlerkneipe The Ship angesiedelt hat, die in der Prohibitionszeit als etwas zwielichtige Lounge ihre Anfänge nahm und nun als maritim gestaltete Bar Besucher aus allen Gesellschaftsschichten begrüßt. Das vielfältige Nachtleben von Kansas City litt nur zum Teil unter dem 1919 verhängten Alkoholverbot. Stattdessen nahm das sogenannte „Paris der Prärie“ in puncto Alkoholkonsum und nächtlichem Vergnügen eine eher lockere Haltung ein. Die Kansas City Prohibition Craft Cocktail Tour wandelt an vier Stationen auf den Spuren der Vergangenheit, als das ganze Land von der Prohibition betroffen war und die Stadt weiterhin „feucht-fröhlich“ feierte. Die Tour führt an zahlreichen ehemaligen und derzeitigen Flüsterkneipen, Bordellen und einschlägigen Etablissements vorbei, die mit köstlichen Cocktailspezialitäten aufwarten.

Leuchtschrift vom The Ship
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Hier sind der Fleischeslust keine Grenzen gesetzt

Kansas City gehört zu den besten Barbecue-Städten des Landes und ist für seine unverwechselbaren, heiß geliebten Fleischklassiker bekannt, wobei sich die Einheimischen manchmal nicht so ganz einig sind. „Wenn es um Barbecue geht, hat jeder in Kansas City eine andere Meinung“, erfahren wir. Hier haben alle ihre eigenen Favoriten, über die sie nur allzu gerne berichten. Das legendäre Restaurant von Arthur Bryant, dem „King of Ribs“, befindet sich seit 1958 wenige Häuserblocks vom alten Stadion der Stadt entfernt und lockt seither wichtige Persönlichkeiten und Politiker, die an den alten Tischen Platz nehmen und sich auf die Schweinerippchen mit Weißbrot der Marke Wonder Bread stürzen. Ein weiterer Klassiker aus Kansas City ist das seit 1946 familiengeführte Gates BBQ an der Brooklyn Avenue. Laut den Einheimischen ist Gates BBQ für seine knusprigen Fleischenden auf Hoagie-Sandwiches bekannt. Und das Geheimnis, warum es hier besonders gut schmeckt? Das Fleisch wird zerhackt und nicht gewürfelt, wodurch das perfekte Verhältnis von Sauce zu Fleisch entsteht.

Koch bei der Fleischzubereitung im Arthur Bryant's
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Crossroads Art District – eine Künstlerenklave im Wandel

Im Crossroads Arts District, einem Viertel im Zentrum von Kansas City, in dem einst zahlreiche Fabriken und Lagerhallen zu finden waren, teilen sich rund 150 Galerien, Kunstateliers, stilvolle Boutiquen und hippe Restaurants einige bequem zu Fuß erkundbare Häuserblocks. Seit die neue kostenlose Straßenbahn KC Streetcar im Jahr 2016 in Betrieb genommen wurde und verschiedene Stationen im Viertel miteinander verbindet, kann sich die einst ruhige Künstlerenklave vor Besuchern kaum noch retten. Eine wahre Institution im Viertel Crossroads ist die Y J's Snack Bar, die eine treue Fangemeinde ihr Eigen nennt. Dies ist zum einen ihrer Unterstützung einheimischer Musiker und Künstler und zum anderen ihren großzügigen „Third World Specials“-Tagesangeboten wie Mayan Toastadas und Fish in Banana Leaves zu verdanken, die von den Reisen des Inhabers inspiriert sind. Dabei behauptete sich das Y J’s, kurz für „Young Johnny’s“, seit 1927 am selben Standort und ist erst vor Kurzem ein paar Häuserblocks weiter in eine größere, aber ebenso vielseitige Räumlichkeit umgezogen. The times they are a’changin’ – dass sich die Zeiten ändern würden, das wusste Bob Dylan bereits damals.

YJ's Snack Bar
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Jazz als Ausdruck eines Lebensgefühls

Der Blue Room getaufte Jazzclub des American Jazz Museum hat seinen Namen einem der berühmtesten Nachtclubs im historischen Viertel 18th & Vine zu verdanken. Die Einheimischen schätzen den Club vor allem für seine mitreißenden Auftritte und die mit zahlreichen Erinnerungsstücken verzierten Wände, die von der stolzen musikalischen Vergangenheit der Stadt berichten. Ein relativer Neuling in der Szene des Viertels Crossroads ist die Green Lady Lounge. Der mit Kronleuchtern im Vintage-Look und roten Vorhängen gestylte Jazzladen, in dem die Kellner mit Anzug und Krawatte an die Tische treten, scheint geradewegs Glanzzeit der Stadt entsprungen zu sein. Wer es gediegener mag, jedoch in musikalischer Hinsicht keine Abstriche machen möchte, kommt im The Phoenix garantiert voll auf seine Kosten. Das ehemalige Speakeasy im schlichten Design lockt mit einer äußerst beliebten Happy Hour am Freitagabend sowie einem Jazzbrunch am Wochenende, der perfekt dazu geeignet ist, sich von den Sünden der vergangenen Nacht zu erholen.

Barkeeper in der Green Lady Lounge
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