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Einheimische in Madison, Wisconsin
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Willkommen in Madison, Wisconsin

Die Hauptstadt Wisconsins ist von einem glanzvollen Seeufer, großartigen Bauernmärkten, lebhafter Straßenkunst, einer nahezu schwindelerregenden Vielfalt an Restaurants und nicht zuletzt der einzigartigen Architektur des US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright geprägt. Sie ist auch als vergnügte Studentenstadt bekannt und hat derart viele Bühnen zu bieten – von Opern bis hin zu Kammerorchestern und von Outdoor-Amphitheatern bis hin zu historischen Art-déco-Theatern –, dass man es beinahe für unmöglich hält, dass diese kleine Stadt des Mittleren Westens auch wirklich alle füllen kann. Doch genau das schaffen die Einwohner Madisons mit links. Wir haben die Einheimischen zu ihren besten Tipps für Besucher dieser energischen, kleinen Stadt befragt. Hier sind ihre Vorschläge:

Es ist Showtime!

Blumen vor dem Wisconsin State Capitol in Madison
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Für eine Abendshow mit Dinner empfehlen die Einheimischen das Fresco, das Dachrestaurant des Madison Museum of Contemporary Art. Von hier eröffnet sich der Blick auf die Skyline der Stadt, die Kuppel des State Capitols und die umliegenden Theatergebäude. Eines von ihnen ist das älteste Theater der Stadt. Das Orpheum erhielt neuen Auftrieb, nachdem es renoviert und 2016 mit einer riesigen Leuchtreklame – dem glanzvollen Nachbau des Originals von 1926 mit 2.000 Glühbirnen! – neu eröffnet worden war. Heute finden in diesem Theater der Art-déco-Ära verschiedenste Veranstaltungen statt, von Podiumsdiskussionen mit berühmten Schriftstellern bis hin zu Tribute-Konzerten. Auch das moderne, gleich gegenüber gelegene Overture Center for the Arts hat ein ähnlich vielfältiges Programm. Wo sonst fänden das für Kinder bestimmte Children’s Theater of Madison, die selbstironische Comedy-Performerin Maria Bamford, Broadway-Shows und der Jazz-Saxophonist Kenny G Platz unter einem Dach? Doch Overture scheut keine Mühen, allen etwas zu bieten: Dazu gehört ihr, euer vierjähriges Kind und alle, die auch heute noch die Musik von Kenny G schätzen.

Künstler im Orpheum
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Kultur im Freien genießen

Bei warmen Temperaturen erblüht Madison erst so richtig zum Leben. Dank des großen Angebots an Open-Air-Konzerten kann die Entscheidung in den Sommermonaten manchmal schwer fallen. Das magische Ambiente des American Players Theaters, einem etwa 64 km außerhalb von Madison in Spring Green gelegenen Amphitheater im Freien, zieht viele Einheimische an. Hier herrscht den ganzen Sommer über pure Lebensfreude, wenn auf der bunt erstrahlten Bühne Theaterstücke aufgeführt werden und die Zuschauer gemütlich picknicken und Wein trinken. Auf dem Gelände der Memorial Union Terrace der University of Wisconsin finden immer wieder Livekonzerte und Filmvorführungen mit freiem Eintritt statt, deren Programm jeweils von den Studenten zusammengestellt wird. Auf der am Seeufer gelegenen Terrasse könnt ihr mit einem lokalen Bier in der Hand die Segelboote im Sonnenuntergang betrachten und dabei feststellen, was im Mittleren Westen gerade angesagt ist. Auch Hochkultur steht allen offen: die Konzerte des Madison Opera Center im Garner Park und des Wisconsin Chamber Orchestra auf dem Capitol Square sind kostenlos für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Picknickdecke nicht vergessen!

Ticket für das American Players Theater
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Wanderung mit Aussicht

Wenn ihr inmitten der feuerroten Farben des Herbstes wandern möchtet, dann begebt ihr euch am besten zum Devil’s Lake, einem Gletschersee etwa eine Autostunde nördlich von Madison. Beeindruckende 152 m hohe Klippen ragen über dem Wasser empor, und ein 35 km langes Netz von Wanderwegen schlängelt sich durch spektakuläre Felsformationen in den Farben des Sonnenuntergangs, durch Wälder und die Lebensräume wilder Tiere. Dazu gehören Monarchfalter, Fledermäuse – auch „Sky Puppies“ genannt – und die Östliche Hakennatter; diese Schlange ist ungiftig, kann sich aber theatralisch wie eine Kobra aufbäumen, wenn sie sich bedroht fühlt. Ist die Natur nicht aufregend? Im Park sind Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade ausgezeichnet. Falls ihr noch keine besonderen Vorlieben entwickelt habt, empfehlen die Einheimischen den 2,7 km langen East Bluff/Ice Age Trail, der über Steintreppen nach oben zu den Klippen führt und eine atemberaubende Aussicht bietet und in etwas mehr als einer Stunde zu bewältigen ist. Etwas weniger anstrengend ist die Tumble Rocks-Route, bei der ihr gemütlich am Seeufer entlanggeht. Wenn ihr Madison während der kühleren Jahreszeit besucht, sind die Olbrich Botanical Gardens mit ihrem 15 m hohen Gewächshaus ein gutes Ausflugsziel. Die Glaspyramide des Bolz Conservatory entpuppt sich als tropisches Paradies mit einer Fülle von Orchideen, frei fliegenden Vögeln, Wasserfällen und duftenden exotischen Pflanzen – das ganze Jahr über herrschen hier milde, angenehme Temperaturen.

Kajakfahrer im Devil’s Lake
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Im Molkereihimmel

Die Einheimischen sind vom Ruf Wisconsins als Schlaraffenland für Milchprodukte – „Käse und so“ – manchmal etwas genervt. Das soll aber nicht heißen, dass die Einwohner Madisons nicht ihre Lieblingsproduzenten über den grünen Klee loben. Natürlich sind sie stolz auf den „besten Frischkäse“ im The Old Fashioned oder das „unwahrscheinlich leckere“ Cremeeis von Michael’s, einer kleinen lokalen Kette mit Retrocharme. Bei Michael’s wird das Eis täglich in drei Geschmacksrichtungen angeboten. Vanille und Schoko sind Standard und eine dritte variable Sorte kommt jeweils hinzu – natürlich online abrufbar, damit ihr eure saisonalen Lieblingssorten wie Kürbis oder „Moose Tracks“ (Vanillecreme mit Toffee und Erdnussbutterstückchen) auch ja nicht versäumt. Die allseits beliebte Babcock Hall Dairy Plant mit angrenzendem Store ist eine Institution für Eiscremeliebhaber und schwört auf das Grundrezept, das seit der Gründung 1951 verwendet wird. In diesem Eissalon gibt es standardmäßig elf Sorten zur Auswahl sowie ein paar Spezialkreationen, die vielleicht überhaupt nur einmal auftauchen. Also schnell probieren, bevor sie wieder weg sind!

Eiscreme à la Milwaukee
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Bier in Hülle und Fülle

Bestimmt ist die Eröffnung einer Brauerei in einer Stadt des Mittleren Westens mit sage und schreibe zwölf Colleges keine schlechte Idee. Und Madison kann in der Tat mit einer Vielzahl an großartigen Brauereien aufwarten. Zu den kleineren, etwas experimentierfreudigeren Brauereien zählt Karben 4. Hier wird wirklich gutes Bier gebraut, und weil der Spaß nicht zu kurz kommen sollte, erhalten die Biere witzige Namen wie Champagne Tortoise, Tokyo Sauna oder Silk Scorpion. Die bereits seit 32 Jahren bestehende Capital Brewery konnte Madison nicht ohne Grund als tragende Säule erhalten bleiben – und das inmitten aller aufstrebenden Mikrobrauereien. Zu Beginn wurde sie mit Klassikern wie Pils und Lagerbier nach deutschem Rezept erfolgreich. Heute hat die Capital Brewery eine ausgewogene Mischung moderner US-amerikanischer Sorten im Repertoire und setzt mit Solarenergie auf eine nachhaltige Bierherstellung; das verarbeitete Getreide wird nach dem Brauen direkt in einer nahe gelegenen Rinderfarm verfüttert. Der riesige Biergarten der Capital Brewery ist von April bis Oktober einer der beliebtesten Treffpunkte der Stadt. Ale Asylum ist für seine IPAs bekannt und erhält von den Einheimischen auch für seine Küche vielfach Anerkennung. Die Speisekarte umfasst neben den klassischen Gerichten des Mittleren Westens eine vielfältige Zusammenstellung von Genüssen aus aller Welt – das traditionelle Fish Fry an Freitagabenden darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. 48 km südlich von Madison ist die in den USA bekannteste Brauerei der Region beheimatet: New Glarus. Doch hier in Wisconsin ist vor allem ihre naturbelassene Fassbiersorte „Spotted Cow“ beliebt, die nach einem altbewährten Verfahren hergestellt wird.

Lokale Brauerei in Madison
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