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Mitarbeiter von Galactic Pizza
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Willkommen in Minneapolis, Minnesota

Minneapolis ist eine Metropole, die es weiß, Weltoffenheit mit der traditionellen Vergangenheit des Mittleren Westens zu vereinen. Von hier stammen einige der weltweit beliebtesten Musiker und Kunstformen, die die Seele der Stadt beschreiben – unkonventionell und freigeistig, gemütvoll und unprätentiös. Diese Stadt stillt den Hunger nach Kreativität mit eindrucksvollen Museen, originellem Street-Art und einer Vielzahl von unabhängigen Läden, Restaurants, Bars und Galerien, die man „sonst nirgendwo findet“. Wir haben die Einheimischen zu ihren besten Tipps für Besucher der größten Stadt Minnesotas befragt. Hier sind ihre Vorschläge:

Herrlich kitschiges Retroambiente

Kultbars sind fast unmöglich zu beschreiben, und das gilt auch für Betty Danger’s Country Club. In diesem ausgefallenen, pink-grünen Palast könnt ihr – nur wenige Blocks vom Mississippi River entfernt – mexikanisch-kalifornische Gerichte des Mittleren Westens probieren und euch optisch und geschmacklich von bunten Cocktails in einem zauberhaften Palmengarten verwöhnen lassen. Außerdem gibt es eine hundefreundliche Minigolfanlage, in der Tische inmitten von großen Tierfiguren stehen. Für eine atemberaubende und höchst Instagram-taugliche Aussicht über die Skyline von Minneapolis unternehmt ihr am besten eine Fahrt mit dem als „Mechanical Tree“ bekannten Riesenrad. Extravagante Vintage-Atmosphäre ist auch im Glam Doll Donuts geboten, das im Mod-Stil der 1950er-Jahre eingerichtet ist. Die köstlichen Donuts erinnern in Gestaltung und Namen an diese Zeit, ob „Flirty Frenchie“ mit Espresso-Frischkäse und Schokoladenguss, „Showgirl“ mit Ahorncreme und karamelisiertem Speck oder „Femme Fatale“ mit frischem Himbeerquark und Vanilleguss. Oh là là!

Riesenrad des Betty Danger’s Country Club
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Kunst in großem Rahmen

In Minneapolis gibt es einige kreative Enklaven, in denen Künstler leben und arbeiten. Doch die Stadt kann auch mit den ganz großen Kunstinstitutionen aufwarten, die nach vermögenden Philanthropen benannt sind und von weltweit bekannten Architekten entworfen wurden. Das neoklassizistische Minneapolis Institute of Art von 1915 ist eine der traditionsreichsten und prachtvollsten. Mit der immer größer werdenden Sammlung wurde auch das Museum im Laufe des Jahrhunderts ständig erweitert. Heute umfasst es etwa 89.000 Objekte aus 20.000 Jahren menschlichen kulturellen Ausdrucks. Für moderne Kunst empfehlen die Einheimischen den fast 8 ha großen Campus des Walker Art Centers. Die anspruchsvolle und breit gefächerte Sammlung wird nicht nur in herkömmlichen Galerien und Ausstellungsräumen präsentiert, sondern auch im großen Skulpturengarten, auf Performance-Bühnen und in einem Kino. Das Frederick R. Weisman Art Museum der University of Minnesota am anderen Flussufer wurde kürzlich mit einen spektakulären, von Frank Gehry entworfenen Erweiterungsbau ums Doppelte vergrößert und kann sich der Aufmerksamkeit internationaler Architekturfans sicher sein. Unter den 25.000 Exponaten des Weisman Art Museums (WAM) ist alles von der frühen amerikanischen Moderne bis hin zu koreanischem Möbeldesign vertreten. Dass schon das Gebäude an sich eine Sehenswürdigkeit ist und außerdem freier Eintritt gilt, kommt als Sahnehäubchen dazu!

Minneapolis Institute of Art
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Uptown Girls (und Boys)

Die Blocks um die Hennepin und Lake Street wurden vor allem durch den Song „Uptown“ des legendären Prince bekannt und versprühen eine unbeschwerte, jugendliche Energie. In der Gastroszene macht dies sich vor allem durch kreative Zusammenstellungen aus verschiedenen Elementen bemerkbar. So werden im Take Libertine mondäne Gerichte (etwa „Knochenmark auf Toast mit Speckmarmelade, Kapern und Schalotten“) mit verspielten Namen wie „Do It for the Gram“ („Perfekt fürs Instagram“) oder nach Games wie Skeeball und Nintendo 64 bezeichnet. Noch belebter geht es im lateinamerikanisch-asiatischen Restaurant Chino Latino zu, das sich vor allem während der kalten Jahreszeit und spätabends größter Beliebtheit erfreut, wenn „das Streetfood der heißen Klimazonen“ den Hunger der Gäste stillt, denen auf ihrer Kneipentour nach tropischen Cocktails und würzigen Snacks ist. Als „lockere kleine Location mit der Atmosphäre einer Flüsterkneipe“ nennen die Einheimischen das Volstead’s Emporium. Um hierher zu finden, spaziert ihr zunächst bis ans Ende einer Gasse, haltet nach dem roten Licht über dem Eingang Ausschau (!) und geht durch eine Cowboybar. Eure Mühen werden belohnt in einem geheimnisvoll verborgenen Paradies mit schummrigen Gängen, in dem elegant gekleidete Kellner zu atmosphärischer Klaviermusik gediegene Cocktails servieren.

Einheimische auf dem Weg ins Volstead’s Emporium
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Purple Rain (und sein Glanz)

Die Heimatstadt von Prince rühmt das Leben dieser Legende in gebührender Weise. Es gibt zahllose Orte, die sich mit dem Thema „Prince“ beschäftigen – am besten beginnt ihr aber mit der naheliegendsten Stätte. Dazu empfehlen die Einheimischen einen Besuch des Paisley Parks, wo Prince sein Studio hatte und auch wohnte. An Samstagabenden steht im Rahmen der „After Dark“-Tour auch eine Tanzparty mit DJ auf dem Programm. Ein berühmter Ausspruch von Prince lautete: „Ich mag Hollywood. Doch Minneapolis mag ich einfach ein wenig mehr.“ Auf der selbstgeführten Tour „Prince’s Minneapolis“ erkundet ihr die Stadt auf den Spuren des Künstlers und findet heraus, warum dies so war!

Ehemaliges Wohnhaus von Prince und Paisley Park
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Quirlige Kunstszene

Der Northeast Minneapolis Arts District ist von unabhängigen Läden und Galerien sowie von Wandmalereien, einer lebhaften Musikszene, vielseitigen Cocktaillounges und Kellerkneipen mit Livekonzerten geprägt. Die Pryes Brewery ist einer von ganz wenigen Orten in den USA, an denen ihr Federbowling spielen könnt. Noch nie davon gehört? Es ist nie zu spät für eine neue „Sportart“! Außerdem herrschen hier perfekte Rahmenbedingungen, denn bekanntlich lernt es sich am besten, wenn ihr gleichzeitig an einem Glas Royal Raspberry Sour oder an einer Flasche Hop Harvest IPA aus der Mikrobrauerei nippt, dessen Hopfen von Hand auf regionalen Farmen gepflückt wird. Ausgesprochen nette Andenken aus Minnesota findet ihr übrigens im originellen kleinen Geschenkeladen „I Like You“, wo ihr die handgefertigten Souvenirs – von Badebomben über Anstecker bis hin zu Postern – von etwa 200 lokalen Künstlern und Kunsthandwerkern durchstöbern könnt. Instagram-Tipp: Die Wandmalerei an der Gebäudeseite des „I Like You“-Shops. Herz, was begehrst du mehr?

Wandkunst in Minneapolis
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Einfach Schwedisch

Skandinavische Gerichte auf US-amerikanische Art probiert ihr am besten bei einem stilvollen schwedischen Lunch im FIKA-Restaurant des American Swedish Institutes, meinen die Einheimischen. „Fika“ ist die Bezeichnung für eine Kaffeepause mit süßem Gebäck und in Schweden eine Art sozialer Institution. In gleichnamigen Restaurant fällt die Speisekarte zwar eher kurz, doch umso herzhafter aus mit köstlichen Backwaren und belegten Broten („smörgås“) – etwa dem Klassiker „Toast Skagen“ mit Shrimps, Safran-Zitronen-Aioli, Meerrettich, Dill, Erbsen, weich gekochtem Ei und Gartensalat auf dänischem Roggenbrot und mit Wacholder gewürzten Fleischklößchen, wozu Preiselbeermarmelade und Senfsoße gereicht werden. Da ein stilvolles Mittagessen einen ebenso eleganten Cocktail verdient, solltet ihr dazu unbedingt den Swedezerac verkosten. Hierbei handelt es sich um eine Variante des klassischen Sazerac mit einer Mischung aus mit Anis gewürztem Skaalveen-Aquavit aus Minnesota, Apple du Nord, Ingwersirup und einem Schuss Peychaud’s Bitters. Prost!

Schwedisch inspirierte Delikatessen in Minneapolis
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