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Desert of Maine
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  • Bundesstaaten:
    Maine

Winzige Wüstenlandschaft in einem der grünsten Bundesstaaten der USA

Verblüffende Wüstenlandschaft in Freeport, Maine. Diese sogenannte „Wüste“ hat durch den jährlichen Niederschlag und die sich langsam ausbreitende Vegetation bereits einen beachtlichen Teil ihrer Ausdehnung eingebüßt. Trotzdem zählt die umgekehrte Oase in den endlosen Kiefernwäldern des Bundesstaats nach wie vor zu den faszinierendsten Attraktionen von Maine.

Die nur rund 16 ha große Fläche wurde ursprünglich landwirtschaftlich genutzt. Schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts baute die Familie Tuttle hier Kartoffeln an.

Fehlender Fruchtwechsel und die Überweidung durch die eigene Schafherde führten jedoch dazu, dass das Land versandete und im späten 19. Jahrhundert nicht mehr zu gebrauchen war. 1919 gab die Familie das Gelände endgültig auf.

Eine geologische Kuriosität

Da in der Desert of Maine regelmäßig Niederschlag fällt, kann nicht von einer „Wüste“ im eigentlichen Sinn gesprochen werden. Tatsächlich handelt es sich um jahrtausendealten Gletschersilt, der durch die mangelhafte Bodennutzung freigelegt wurde.

Aufgrund ihres wüstenähnlichen Charakters wurde die Desert of Maine ab 1925 als Touristenattraktion vermarktet und zieht seitdem neugierige Besucher an. Mittlerweile sind die Dünen mit Wüstengeröll und sogar einem Glasfaserkamel geschmückt. Außerdem wurden ein Souvenirshop und ein „Sandmuseum“ eingerichtet, in dem Besucher Sand aus einer der erstaunlichsten Wüstenlandschaften der Erde abfüllen und mit nach Hause nehmen können.

Gut zu wissen

Die Desert of Maine ist gut 3 km vom Interstate 295 entfernt. Folgt vom Exit 20 der Beschilderung Richtung Westen. Eintritt: Erwachsene 12,50 USD, Teenager (13–16 Jahre) 7,75 USD, Kinder (4–12 Jahre) 6,75 USD

Für Atlas Obscura erstellte Originalinhalte

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