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Historische Ausstellungsstücke im Delta Blues Museum in Clarksdale, Mississippi

Mississippi, Missouri, Tennessee, Alabama

Ehre, wem Ehre gebührt: Museen und Gedenkstätten für die Legenden des Blues

Von: Idoia Gkikas

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    Mississippi
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Bluesfans eröffnen diese Museen und Gedenkstätten intime Einblicke in das Leben jener Musiker, mit denen alles begann.

Der Südosten der USA ist die Geburtsstätte des Blues. Vom bedeutenden Einfluss der Musikrichtung zeugen zahlreiche historische Stätten und Denkmäler in der Region – vom Gitarrenstandbild an der legendären Kreuzung „Devil's Crossroads“ in Mississippi, wo Robert Johnson den Teufel getroffen haben soll, bis hin zu jener Music Hall in Arkansas, wo B. B. Kings Gitarre „Lucille“ ihren Namen bekam. Bluesfans gewähren diese Museen und Gedenkstätten intime Einblicke in die Musik und die Menschen, die sie geschaffen haben.

National Blues Museum in St. Louis, Missouri

St. Louis ist eine der Städte, die zu Hochburgen des Blues avancierten, nachdem die Musik ihren Siegeszug aus den Südstaaten in andere Landesteile antrat. Mit informativen Ausstellungsstücken beleuchtet das National Blues Museum die Geschichte der Musikrichtung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Ein interaktives Exponat ermöglicht es Besuchern, selbst zum Bluesmusiker zu werden und einen eigenen Song aufzunehmen. Vom Museum in der Innenstadt sind es nur 10 Minuten bis zum Gateway Arch und dem reizvollen Mississippi River Greenway.

Tour durch das National Blues Museum in der Innenstadt von St. Louis

Tour durch das National Blues Museum in der Innenstadt von St. Louis
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Delta Blues Museum in Clarksdale, Mississippi

Clarksdale gilt als Wiege des Delta Blues und gehört zu den Stationen des Mississippi Blues Trail, der wichtige Stätten des Blues im Mississippi-Delta umfasst. In der Dauerausstellung des Delta Blues Museums sind echte Schätze zu sehen, darunter Gitarren von namhaften Musikern wie Muddy Waters, B. B. King und Son Thomas. Kronjuwel der Ausstellung sind jedoch die Reste der Kabine, in der Alan Lomax 1941 die erste Aufnahme von Muddy Waters machte. Wer die Musik auch live erleben möchte, kommt in Ray's Lounge, dem Ground Zero Blues Club oder auf einem der beliebten Musikfestivals der Region wie dem Juke Joint Festival, dem Sunflower River Blues & Gospel Festival oder dem Deep Blues Festival auf seine Kosten.

Wissenswertes über Big Mama Thornton im Delta Blues Museum

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B. B. King Museum and Delta Interpretive Center in Indianola, Mississippi

B. B. King gehörte über 60 Jahre lang zu den festen Größen des Blues und machte seinem Spitznamen „King of the Blues“ alle Ehre. Im B. B. King Museum and Delta Interpretive Center in Indianola, Mississippi, das nur 25 Minuten vom Geburtsort Kings im ländlichen Mississippi-Delta entfernt ist, werden seltene Erinnerungsstücke, Filmaufnahmen und historische Informationen präsentiert. Das Museum selbst ist in der ehemaligen Baumwollentkörnungsfabrik untergebracht, in der die Blueslegende als junger Mann arbeitete. Seine letzte Ruhestätte fand King neben dem Museum, das er zu Lebzeiten mit großem Engagement unterstützt hatte.

Nach der Besichtigung lohnt ein Abstecher zum Club Ebony, einer Station des Mississippi Blues Trail und Teil des Chitlin' Circuit mit Bars und Clubs, die während der Rassentrennung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Afroamerikanern frequentiert wurden. Club Ebony gehört zu den letzten historischen Bluesclubs, die heute noch in Betrieb sind.

Interessante Fakten über den „King of the Blues“ im B. B. King Museum and Delta Interpretive Center

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Blues Hall of Fame Museum in Memphis, Tennessee

Seit über einem Jahrhundert zieht es Bluesmusiker nach Memphis – noch heute gilt die Stadt als „Heimat des Blues“. Das Museum der Blues Hall of Fame ist eine wahre Schatzkammer angefüllt mit Instrumenten, Preisen, Autogrammen und Kleidungsstücken von den illustren Mitgliedern der Ruhmeshalle. Zu den Ausstellungsstücken gehören etwa der ausgefallene Gehstock von Dr. John, eine Gitarre mit dem Autogramm von Buddy Guy und eine Jacke von Muddy Waters, die er auf einer seiner Tourneen getragen hat. Wenn ihr anschließend über die Beale Street schlendert, legt eine Fotopause am W. C. Handy Museum ein. Hier schrieb Handy, auch bekannt als „Vater des Blues“, seinen „Memphis Blues“, der zum ersten großen Blues-Hit wurde. Nur wenige Schritte weiter im Handy Park steht auch eine Statue des Meisters.

W. C. Handy Home, Museum & Library in Florence, Alabama

Zwar lebte W. C. Handy einige Zeit in Memphis, doch das Licht der Welt erblickte der Musiker 1873 in Florence, Alabama. Das ihm gewidmete Museum ist in der einfachen Holzhütte untergebracht, in der Handy aufwuchs. Zu den Ausstellungsstücken gehören seine Trompete, sein Piano und handbeschriftete Notenblätter. Eine Museumsführung gewährt Einblicke in Handys Leben von seinen bescheidenen Anfängen in Florence bis zu seiner erfolgreichen Karriere in Memphis, St. Louis und New York. Jedes Jahr im Juli findet in Florence das W. C. Handy Music Festival statt, das weithin als eine der bedeutendsten Musikveranstaltungen in der Region gilt. Wem der Sinn nach noch mehr Musikgeschichte steht, kann die historischen Musikstätten in Florence und Muscle Shoals besuchen. Diese beiden benachbarten Städte waren einst als „Hit Recording Capital of the World“ bekannt.

Lebendige Bluesgeschichte im W. C. Handy Home & Museum

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Bessie Smith Cultural Center in Chattanooga, Tennessee

Mit ihrer unnachahmlichen Stimme ebnete die in Chattanooga, Tennessee, geborene Bessie Smith – auch bekannt als „Empress of the Blues“ – den Weg für nachfolgende afroamerikanische Bluesmusikerinnen. Im Bessie Smith Cultural Center werden historische Ausstellungsstücke über die Sängerin und andere bedeutende Persönlichkeiten gezeigt. Neben musikalischen Traditionen bietet Chattanooga auch eine kreative Restaurantszene, zahlreiche Freizeitangebote für Familien und kostenlose Sommerkonzerte.

Raddampfer auf dem Tennessee River vor der Skyline von Chattanooga

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