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Im Herbst zeigt sich Vermont von seiner besten Seite.

Vermont

Herbst in Vermont

Nach: Jenny Willden

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  • Bundesstaaten:
    Vermont

Die New England-Staaten sind bekannt für ihr kunterbuntes Herbstlaub. Das jährliche Farbspektakel aus intensiven Rot-, Orange- und Gelbtönen erlebt ihr wohl nirgends besser als in Vermont, der Bundesstaat ist nämlich zu drei Vierteln mit Wald bedeckt.

Sobald im Herbst die Temperaturen fallen, verwandeln sich New Englands Wälder in einen atemberaubend bunten Flickenteppich. Unzählige „Leaf Peeper“ machen dann jedes Jahr die Landstraßen unsicher, um sich das sensationelle Naturschauspiel nicht entgehen zu lassen. Die vielleicht besten Fotomotive erwarten euch in Vermont: Der Bundesstaat hat besonders viele Ahornbäume, die nicht nur in mehr Farbtönen leuchten als andere Baumarten, sondern als zusätzlichen Bonus auch noch Ahornsirup liefern. Leider lässt sich nicht immer genau vorhersagen, wann die Laubverfärbung ihren Höhepunkt erreicht. Der genaue Zeitpunkt hängt von zahlreichen Faktoren wie dem Wetter oder der Höhenlage ab und schwankt von Jahr zu Jahr. Die besten Chancen habt ihr, wenn ihr euren Urlaub auf den Zeitraum zwischen Ende September und Anfang Oktober legt.

Startpunkt: Burlington

Am besten beginnt ihr euren Roadtrip im Norden von Vermont, wo sich die Blätter zuerst verfärben, und arbeitet euch von dort über die berühmten überdachten Brücken und malerischen historischen Kleinstädte in den südlichen Teil des Bundesstaats vor. Denkt daran, eine warme Jacke, bequeme Stiefel, Handschuhe und einen Schal einzupacken, denn das Wetter kann sich schnell ändern und die Temperaturen sind abends und nachts schon empfindlich frisch.

Der internationale Flughafen Burlington ist nur 10 Minuten vom spektakulären Lake Champlain entfernt. Die bunten Bäume am Ufer des leuchtend blauen Sees setzen einen gelungenen Auftakt für eure Tour und machen Lust auf mehr. Bevor ihr euch aber ins Auto setzt, lohnen sich ein Abstecher ins Zentrum der einwohnerstärksten Stadt Vermonts und ein Bummel durch die Geschäfte und Restaurants in der Fußgängerzone am Church Street Marketplace.

Stowe

58 km von Burlington, 45 Autominuten

Den Bergort Stowe erreicht ihr über den I-89 und die Route 100 oder – wenn ihr es nicht eilig habt – auf der schöneren Strecke über den dramatischen Bergpass am Smuggler's Notch, der mit bunt leuchtenden Wäldern und schroffen Felsen begeistert.

Die „Skihauptstadt des Ostens“ ist der Geburtsort des Langlaufsports in den USA. Noch reizvoller ist allerdings ein Besuch im Herbst, bevor der erste Schnee fällt. Besonders beeindruckend ist der Blick auf das Herbstlaub aus der Gondel der Seilbahn am Mount Mansfield, dem höchsten Berg Vermonts. Am Gipfel angekommen könnt ihr bei einer Wanderung fantastische Fotos machen oder wieder umkehren und den Stammsitz der kultigen Eiscrememarke Ben & Jerry's besuchen, an dem ihr natürlich auch die berühmte Eiscreme probieren dürft.

Montpelier

36 km von Stowe, 30 Autominuten

Von Stowe aus geht geht es weiter nach Montpelier, der Hauptstadt des Bundesstaats Vermont. Das prächtige State House mit seiner goldenen Kuppel gibt vor der farbenfrohen Herbstkulisse ein traumhaftes Fotomotiv ab. Ein Panoramablick über die herbstliche Landschaft erwartet euch vom 16 m hohen Aussichtsturm im Hubbard Park.

Woodstock

87 km von Montpelier, 1 Autostunde

Weiter geht es auf der Route 12 in südlicher Richtung. Bei Northfield Falls trefft ihr innerhalb weniger Hundert Meter auf gleich drei überdachte Brücken – die Upper und Lower Cox Covered Bridge und die Northfield Falls Covered Bridge. Das malerische kleine Woodstock am Ufer des Ottauquechee Rivers ist ein typisches New England-Bilderbuchdorf. Vor Ort gibt es den einzigen Nationalpark Vermonts und hübsche, von bunten Bäumen gesäumte Felder zu entdecken.

Der charmante, historische Ort hat auch drei überdachte Brücken, darunter die 1836 errichtete Taftsville Covered Bridge, die zu den ältesten Brücken dieser Art in ganz Vermont zählt.

Endstation: Brattleboro

106 km von Woodstock, 1 Autostunde

Diese flippige Kleinstadt an der Grenze zu New Hampshire ist bekannt für ihre Kunstgalerien, die bunte Gastroszene und das breite Outdoor-Freizeitangebot. Nach einem Bummel durch den bezaubernden Altstadtkern könnt ihr im Hogle Wildlife Sanctuary das bunte Laub bewundern oder auf dem Connecticut River eine Kajak- oder Kanufahrt vor malerischer Herbstkulisse unternehmen.

Nicht verpassen: Vermonts historische überdachte Brücken

Vermont ist berühmt für seine überdachten Brücken. Viele dieser Exemplare stammen aus dem 19. Jahrhundert und erfreuen Besucher bis heute mit ihrem nostalgischen Charme und der ausgeklügelten Konstruktionsweise. Insgesamt gibt es im Bundesstaat noch über 100 überdachte Brücken. Die hier vorgestellte Route führt euch zu einigen der schönsten und besterhaltenen davon:

– Stowe: Gold Brook Covered Bridge – eine dunkel angestrichene Holzbrücke, auf der es angeblich spuken soll
– Bei Montpelier: Slaughter House Covered Bridge – eine von fünf verbliebenen Brücken aus dem 19. Jahrhundert in der Region 
– Woodstock: Northfield Fall Covered Bridge und Lower Cox Brook Covered Bridge – der einzige Ort in Vermont, an dem ihr zwei Brücken auf einen Schlag sehen könnt
– Brattleboro: Creamery Covered Bridge – der ideale Ort für das perfekte Foto einer typischen Vermonter Covered Bridge; die hübsche rote Brücke ist für den Autoverkehr gesperrt und nur für Fußgänger freigegeben.

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