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Wandkunst in New York City

New York, Kalifornien, Georgia, Maryland, Texas

Hip-Hop in den USA: Die Städte hinter der Musik

Nach: Peter Bothum

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Seit den 1970er Jahren hat sich der Hip-Hop von den Straßen Brooklyns aus zu einem weltweiten kulturellen Phänomen entwickelt.

Dabei hat das Genre einen weiten Bogen geschlagen: vom Sampling und den aggressiven Texten der Künstler in den mittleren bis späten 1980er Jahren bis zum sozialkritischen Rap der 1990er. Die heutigen Künstler gehen mit einer innovativen Mischung aus elektronischer Musik, Soul und Funk neue Wege. In diesen Hauptstädten des Hip-Hops könnt ihr den Werdegang eures Lieblingsgenres nachverfolgen.

Geburtsstätte des Hip-Hops

New York City, New York, ist von jeher für seine Texter und Songschreiber bekannt. Kein Wunder also, dass auch jeder Borough der Metropole seine eigene Hip-Hop-Legende hat: The Sugarhill Gang in der Bronx, Run-D.M.C. in Queens, The Notorious B.I.G. (auch bekannt als Biggie Smalls) in Brooklyn, der Wu-Tang Clan auf Staten Island und Kool Moe Dee in Manhattan. Unbestrittenes Herzstück der Szene ist das Apollo Theater, in dem 1.500 Besucher Platz finden. Obwohl das Theater sich inzwischen deutlich breiter aufgestellt hat, stehen immer noch viele Hip-Hop-Shows und -Festivals auf dem Veranstaltungskalender. Auch Brooklyn zählt nach wie vor zu den Hotspots. Im Viertel Flatbush drängen sich angesagte Clubs wie The Social Butterfly und Restaurants wie Butterfunk Kitchen mit Südstaaten-Küche oder The Safari Room at El Cortez mit lateinamerikanischen Spezialitäten und Livemusik von Underground-Künstlern. In Manhattan erlebt ihr die Zukunft des Hip-Hops z. B. im S.O.B.’s in Soho, einer Kombination aus Lokal und Musikveranstaltungsstätte, oder bei Miss Lily’s, wo jamaikanisches Retro-Flair verströmt wird. Touren werden unter anderem von Hush Hip Hop Tours angeboten.

Das historische Apollo Theater im Manhattaner Viertel Harlem, New York City

Das historische Apollo Theater im Manhattaner Viertel Harlem, New York City
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Joe Buglewicz
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Die Westküste

Los Angeles, Kalifornien, ist die Hauptstadt des Westküsten-Raps und die Heimat des G-Funks, dessen mehrschichtige Synthesizer-Sounds und bewusstseinsverändernde Grooves von Dr. Dre, Snoop Dogg und Tupac Shakur perfektioniert wurden. L.A. ist auch der Geburtsort des explosiven, anti-autoritären Gangsta-Raps, der 1986 von Gruppen und Künstlern wie Ice-T, N.W.A oder Public Enemy berühmt gemacht wurde. Die Experten von L.A. Hood Life Tours sorgen dafür, dass ihr kein Hip-Hop-Highlight verpasst. Wenn ihr Lust auf Liveshows habt, könnt ihr im The Novo die neuesten Acts sehen und hören. The Airliner ist auf Underground-Musik spezialisiert, während im Echoplex und im Shrine Auditorium bekanntere Künstler auf der Bühne stehen. Eure Lieblingsstars aus anderen Genres erlebt ihr in der Hollywood Bowl bei einem Konzert unter den Sternen. Gute Chancen, den ein oder anderen Star zu sehen, habt ihr bei einem Bummel über den Hollywood Boulevard oder am Rodeo Drive.

Ein DJ auf einem Dach in Los Angeles

Ein DJ auf einem Dach in Los Angeles
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Das Epizentrum des Hip-Hops

Atlanta, Georgia, hat die Musikwelt den afrozentrischen Hip-Hop (Arrested Development) ebenso zu verdanken wie verschiedene Megastars (Outkast und Ludacris), den Crunk (Lil John) oder den Trap (Lil Yachty). Aufstrebende Künstler treten in Smiths’ Olde Bar oder im Masquerade auf, während sich im Drunken Unicorn (ehemals MJQ Concourse) die größten Namen der Branche die Ehre geben. Zu den bedeutendsten Wahrzeichen zählen das Fox Theatre, das nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wieder in seinem ursprünglichen Glanz von 1929 erstrahlt, der Martin Luther King Jr. National Historical Park mit dem Kindheitszuhause des Bürgerrechtlers und das Center for Civil and Human Rights, dessen Ausstellungen Menschenrechte in aller Welt beleuchten. Vor eurer Abreise müsst ihr auch unbedingt im Restaurant Miller Union von Koch Steven Satterfield einkehren, dessen Kreationen eine Ode an den Bundesstaat Georgia sind.

Breakdancer auf den Straßen Atlantas

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Auf den Spuren von Tupac Shakur

Der 1996 erschossene Tupac Shakur wird bis heute eher der Westküste zugerechnet. Tatsächlich ist er aber in Baltimore, Maryland, zur Schule gegangen. Ein Stadtrundgang auf Pacs Spuren führt euch unter anderem zu Veranstaltungsstätten wie The Ottobar oder Baltimore Soundstage, in denen Künstler verschiedener Genres auftreten. Alles, was in der Musikwelt Rang und Namen hat, tritt in der Royal Farms Arena auf. Zum absoluten Pflichtprogramm für Baltimore gehört der Inner Harbor mit dem National Aquarium, den unzähligen Läden und Restaurants am Harborplace sowie verschiedenen Bootstouren, bei denen ihr die Stadt bei Tag und in der Abenddämmerung erleben könnt. Dass Baltimore auch in Sachen Sport viel zu bieten hat, wird oft übersehen. Die starken Ravens tragen ihre Football-Heimspiele im M&T Bank Stadium aus, während die Orioles ganz in der Nähe im Oriole Park at Camden Yards residieren, einem der schönsten Baseball-Stadien der Liga.

Der Inner Harbor in Baltimore

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Musiklegenden und das US-Raumfahrtprogramm

Die Hip-Hop-Szene in Houston, Texas, formierte sich Anfang der 1990er mit einer Mischung aus G-Funk und Big Beat. Berühmte Vertreter sind der verstorbene DJ Screw, Erfinder des Chop- und Scratch-Sounds, sowie Scarface und Z-Ro. Zu den bekanntesten Bühnen zählen das House of Blues und Warehouse Live, die beide in der Innenstadt liegen und mehrere Genres bedienen. Bierliebhaber sollten bei der 8th Wonder Brewery und im Flying Saucer Draught Emporium vorbeischauen. Auch Sportfans werden begeistert sein – sie können im Minute Maid Park den Astros (Baseball World Champions 2017) zujubeln oder im Toyota Center ein Basketball-Heimspiel der Rockets besuchen. Im Space Center Houston erfahrt ihr, was es mit dem berühmten Ausspruch „Houston, wir haben ein Problem“ auf sich hat.

Der Buffalo Bayou vor der hell erleuchteten Skyline von Houston

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