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Canyon de Chelly National Monument in Arizona

Arizona

Insider-Guide zum Canyon de Chelly National Monument

Von: Eli Ellison

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  • Bundesstaaten:
    Arizona

Das Canyon de Chelly verspricht unerschrockenen Reisenden ein spektakuläres Panorama und faszinierende Einblicke in die traditionelle Lebensweise der amerikanischen Ureinwohner.


Das Canyon de Chelly (ausgesprochen: „de-SHEYH“) National Monument am östlichen Rand des Bundesstaats Arizona verspricht unerschrockenen Reisenden ein spektakuläres Panorama und faszinierende Einblicke in die traditionelle Lebensweise der amerikanischen Ureinwohner.

Der dramatische Sandstein-Canyon liegt 379 km nordwestlich von Albuquerque, New Mexico, auf dem Reservatsgelände der Navajo-Nation und beherbergt neben jahrhundertealten Felsbildern und Behausungen der frühen Pueblo-Kultur auch Lagerplätze und Ritzzeichnungen von Stämmen aus der archaischen Periode, die bereits vor Jahrtausenden im Canyon lebten. Seit über 300 Jahren ist das Land die Heimat der Navajos.

Zwischen den 305 m hohen Wänden des Canyons schlängeln sich pappelgesäumte Trockentäler vorbei an sattgrünen Wiesen, bescheidenen Farmen, wuchtigen Sandsteinmonolithen und vereinzelten Hogans (den traditionellen Wohnhäusern der Navajos). An den Felswänden sind kleine Lehmbauten und Ansammlungen von Petroglyphen (Felszeichnungen) zu sehen, die Tiere, Spiralen, Schlangen und andere rätselhafte Symbole zeigen.

Sehenswürdigkeiten im Canyon de Chelly

Vom Besucherzentrum führen zwei, insgesamt jeweils 64 km lange Panoramastrecken (Rim Drives) zu verschiedenen Aussichtspunkten. Für Fotos entlang dem North Rim Drive sind hauptsächlich die Morgenstunden geeignet. Besonders spektakulär: der weite Ausblick am Antelope House Overlook.

Die Fahrt auf dem South Rim Drive ist vor allem im sanfteren Licht der Nachmittagssonne ein reizvolles Erlebnis. An den sieben Aussichtspunkten tummeln sich Fotografen und Navajos, die handgefertigte Töpferwaren, Schmuckartikel, Gemälde und anderes Kunsthandwerk verkaufen.

Den krönenden Abschluss bildet der monolithische Spider Rock, dessen zwei Sandsteinsäulen sich 244 m hoch über den Boden des Canyons erheben. Vom Parkplatz führt ein kurzer Fußweg zum Aussichtspunkt, an dem euch ein sensationeller Ausblick auf diese berühmte Felsformation erwartet.

Spider Rock, eine legendäre Felsformation im Canyon de Chelly, die man gesehen haben muss

Spider Rock, eine legendäre Felsformation im Canyon de Chelly, die man gesehen haben muss
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Unternehmungen im Canyon de Chelly

Obwohl der Canyon vom U.S. National Park Service verwaltet und geschützt wird, gehört das Land den Navajos und wird von diesen als heilig angesehen. Bis heute leben die Navajo im Canyon und betreiben dort Landwirtschaft. Mit Ausnahme eines einzigen Wanderwegs dürft ihr den Canyon nur in Begleitung autorisierter Navajo-Guides betreten.

Der White House Trail beginnt gut 9,5 km vom Besucherzentrum entfernt am White House Overlook (South Rim Drive). Für die 4 km lange Rundwanderung auf diesem gewundenen Steilweg, der zur uralten White House Ruin am Boden des Canyons führt, ist kein Navajo-Guide erforderlich. Die Überreste der um das Jahr 1200 errichteten Gebäude schmiegen sich in eine Nische am Fuß einer gut 152 m hohen Steilwand. Der Zutritt zu dieser archäologischen Stätte wird durch Zäune verwehrt, was dem Anblick aber keinen Abbruch tut. Vor Ort gibt es öffentliche WCs und Stände, an denen Navajos Getränke und Snacks verkaufen. Tipp: Probiert das warme Navajo Fry Bread (frittierte Teigfladen) mit Honig, Zimt oder Puderzucker.

Navajo-Guides organisieren geführte Geländewagenausflüge, Wanderungen und Ausritte durch den Canyon. Für welche Tour ihr euch entscheidet, hängt von eurem Budget und eurem Zeitplan ab. Zu den beliebtesten Angeboten gehören die sogenannten „Shake and Bake“-Touren der Thunderbird Loge – holprige dreistündige Exkursionen in einem Pritschenwagen, der zwölf Personen Platz bietet. Neben Abstechern zu den Ruinen des Antelope House und White House zeigen euch die Guides uralte Felskunst und geben Einblick in die Mythologie der Navajos. Für eine Privattour im Geländewagen mit einem Anbieter wie Antelope House Tours müsst ihr etwas tiefer in die Tasche greifen.

Was viele nicht wissen: Ihr könnt den Canyon auch im eigenen Wagen erkunden, sofern ihr Allradantrieb habt (auf den Sandstraßen unverzichtbar!) und von einem der Navajo-Guides begleitet werdet, die auf dem Parkplatz am Besucherzentrum ihre Dienste anbieten.

Auf dem White House Trail könnt ihr alleine wandern. Um mehr von der Gegend zu sehen, braucht ihr jedoch einen Navajo-Führer.

Auf dem White House Trail könnt ihr alleine wandern. Um mehr von der Gegend zu sehen, braucht ihr jedoch einen Navajo-Führer.
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Übernachtung

Die beschaulich im Schatten der Pappeln gelegene Thunderbird Lodge auf dem Gelände des Nationalmonuments bietet einfach ausgestattete Zimmer. In der schlichten Navajo-Ortschaft Chinle vor dem Eingang zum Park haben sich Motelketten angesiedelt. Luxus dürft ihr hier nicht erwarten. Dafür aber zwischen April und Oktober saftige Preise.