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Die atemberaubenden Türme und Klippen des Bryce Canyon-Nationalparks

Utah

Insider-Tipps für den Bryce Canyon-Nationalpark

Nach: Eli Ellison

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    Utah

Ein Labyrinth aus leuchtend roten, orange- und rosafarbenen Hoodoos

Der Bryce Canyon ist von Las Vegas, Nevada, und Salt Lake City, Utah, in weniger als vier Autostunden erreichbar. Viele Besucher lieben diesen Nationalpark im Südwesten der USA, was nicht verwunderlich ist. Während der Grand Canyon in Arizona vor allem durch seine Größe beeindruckt, wirkt der Bryce Canyon in Utah eher beschaulich und zerbrechlich. Im Laufe von Jahrmillionen schufen Wind, Eis und Wasser hier eine faszinierende Welt aus Felsnadeln, Steintürmen und tiefen Furchen. In diesem Artikel erhaltet ihr praktische Reisetipps und erfahrt, wie ihr den Canyon am besten erkundet.

Anreise von Las Vegas, Nevada

Nachdem ihr die bunte Glitzerwelt von Las Vegas hinter euch gelassen habt, geht es auf dem Interstate Highway 15 nach Norden in Richtung St. George, Utah. Den Bryce Canyon erreicht ihr über den Zion-Nationalpark oder über das Cedar Breaks National Monument. Bei der Route über den Zion-Nationalpark fahrt ihr auf der Interstate 15 bis zur State Route 9. Der Eintritt beträgt 30 USD pro Fahrzeug und das Ticket ist sieben Tage lang gültig. Wenn ihr das Cedar Breaks National Monument besuchen möchtet, das dem Bryce Canyon ähnelt, aber kleiner ist, müsst ihr auf der Interstate 15 bis Cedar City fahren und anschließend der State Route 14 bis zur State Route 148 folgen. Die Straße, die auch unter dem Namen Cedar Breaks Scenic Byway bekannt ist, ist von Ende Oktober oder Anfang November bis Ende Mai geschlossen.

Anreise

Die meisten Besucher fahren mit dem Auto durch den Bryce Canyon-Nationalpark. Aus diesem Grund sind die Parkmöglichkeiten in den Sommermonaten oft erschöpft. Eine stressfreie Alternative ist der kostenlose Bryce Canyon Shuttle, der von Ende April bis in den September verfügbar ist. Der Bus hält unter anderem am Ruby’s Inn (außerhalb des Parks), am Besucherzentrum, am Sunset Point und am Inspiration Point. „Der Bus fährt alle acht bis zwölf Minuten und ist eine tolle Möglichkeit, der Blechlawine aus dem Weg zu gehen“, so Kathleen Gonder, Ranger des National Park Service.

Während der Hochsaison im Sommer sind die Straßen im Bryce Canyon-Nationalpark sicherlich nicht so leer.

Während der Hochsaison im Sommer sind die Straßen im Bryce Canyon-Nationalpark sicherlich nicht so leer.
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Unterkünfte und Restaurants

Die Lodge am Bryce Canyon liegt in unmittelbarer Nähe des Canyonrands. Hier findet ihr ein gutes Restaurant im klassischen Western-Stil mit Holzvertäfelung und einem Kamin aus Stein. In der Valhalla Pizzeria gibt es neben italienischen Gerichten, Pizza und Salaten auch Kaffee und Backwaren.

Außerhalb des Parks bietet das Ruby’s Inn mehr als 360 Zimmer, Hütten, einen Campingplatz, drei Restaurants und einen Fahrradverleih. Auch Reitausflüge, Touren mit Allradfahrzeugen und Rundflüge sind hier möglich.

Sollten diese beiden Unterkünfte voll ausgebucht sein, gibt es in und um Bryce Canyon City, über die State Route 63 erreichbar, einige Motels. Im Park findet ihr auch zwei Campingplätze.

Sehenswürdigkeiten

Entlang der 61 km langen Panoramastraße durch den Park gibt es 13 Aussichtspunkte. Die beliebten Aussichtspunkte Sunrise Point und Sunset Point in der Nähe der Lodge bieten tolle Ausblicke auf die vielen Felsentürme des Bryce Amphitheater.

Doch auch die Plattformen Inspiration Point und Bryce Point ganz in der Nähe bieten unvergessliche Eindrücke. Im Süden des Parks solltet ihr euch den Aussichtspunkt Natural Bridge nicht entgehen lassen, der den Blick auf einen beeindruckenden Steinbogen freigibt. Tipp: Ideale Lichtbedingungen für Fotos herrschen am Vormittag.

Im Besucherzentrum erfahrt ihr mehr über die Geologie und Fauna. Außerdem wird dort ein 20-minütiger Film mit dem Titel „Shadows of Time“ – die Schatten der Zeit – gezeigt.

Im Bryce Canyon gibt es unglaublich viel zu sehen. Eure Kamera solltet ihr deshalb immer parat haben.

Im Bryce Canyon gibt es unglaublich viel zu sehen. Eure Kamera solltet ihr deshalb immer parat haben.
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Aktivitäten

Am besten erschließt sich euch der Zauber dieses Ortes bei einer Wanderung durch den Canyon. Wenn ihr den Navajo Trail und den Queens Garden Trail im Bryce Amphitheater kombiniert, könnt ihr eine 4,6 km lange Rundwanderung unternehmen, die am berühmten Hoodoo „Thor’s Hammer“ sowie am engen Wall Street Canyon vorbeiführt. Für diese Wanderung solltet ihr etwa zwei Stunden einplanen.

Innerhalb des Amphitheaters gibt es viele weitere Wanderwege mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden, die sich jeweils miteinander kombinieren lassen. Für konditionsstarke Wanderer empfiehlt Kathleen Gonder den 12,9 km langen Fairyland Loop Trail. „Diese Wanderung ist zwar sehr anstrengend, aber ich mag diese Gegend mit den Gesteinsformationen, die an die Tower Bridge und die Chinesische Mauer erinnern, sehr“, meint sie.

Das ist euch zu anspruchsvoll? Wie wäre es mit dem 17,7 km langen Rim Trail, der von Fairyland zum Bryce Point führt und zahlreiche Einstiegspunkte hat? Ihr müsst nicht die gesamte Strecke gehen, um einen grandiosen Blick auf den Canyon zu genießen.

Der einfache, 1,3 km lange Rundweg Mossy Cave Trail liegt etwas abseits im Norden des Parks und wird deshalb nicht oft begangen. Er führt an einem Bachbett entlang, vorbei an bunten Hoodoos, und endet an einem kleinen, 4,6 m hohen Wasserfall.

Laufen ist euch zu anstrengend? Dann schwingt euch in den Sattel. Von April bis Oktober werden Reitausflüge durch den Canyon angeboten (2-stündig bis halbtägig). Am Sunset Point bieten die Parkranger regelmäßige Infoveranstaltungen zum Thema Geologie an und es gibt auch geführte Touren am Canyonrand entlang. Nach dem Einbruch der Dunkelheit könnt ihr von den Rangern mehr über Astronomie erfahren und mit einem Teleskop einen Blick in den Sternenhimmel werfen. Am Besucherzentrum findet ihr einen Zeitplan mit den Veranstaltungen der Ranger.

Die berühmte Gesteinsformation „Thor’s Hammer“ im Bryce Canyon ragt majestätisch in den Himmel.

Die berühmte Gesteinsformation „Thor’s Hammer“ im Bryce Canyon ragt majestätisch in den Himmel.
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Ihr verreist im Winter? Vorbereitung ist alles

Der Bryce Canyon liegt ziemlich hoch (bis zu 2.778 m) und im Durchschnitt fallen im Winter zwischen November und März 2,45 m Schnee. In dieser Zeit ragen rote Felsspitzen aus dem weißen Pulverschnee – ein gigantischer Anblick! Ihr solltet unbedingt warme Winterkleidung einpacken. Die Tageshöchstwerte betragen durchschnittlich 4,4 Grad Celsius und nachts können die Temperaturen auf bis zu -34 Grad Celsius fallen.

Im Winter bringt der Schnee die bezaubernde Schönheit des Bryce Canyon noch besser zur Geltung.

Im Winter bringt der Schnee die bezaubernde Schönheit des Bryce Canyon noch besser zur Geltung.
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Abseits der Hauptrouten

Der Red Canyon im Dixie National Forest liegt 20 Autominuten von Bryce Canyon City entfernt. Die Sandsteinformationen und die Böden sind leuchtend rot.

Ihr seid auf der Suche nach Geheimtipps in der Nähe? Wie wäre es beispielsweise mit der östlichen Route des Sevier River Scenic Backway? Diese 27 km lange Schotterstraße führt am Bryce Canyon-Nationalpark entlang zum Tropic Reservoir. Das hübsche, von einem Kiefernwald eingerahmte Gebiet, ist ideal zum Angeln, Wandern, Mountainbiken oder Picknicken sowie für Bootstouren. Auch im Sommer ist es hier angenehm kühl.

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Hannibal