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Das Zentrum von Portland, Oregon, aus der Vogelperspektive

Oregon

Insider-Tipps für Portland, Oregon, und die Multnomah Falls

Von: Robert Reid

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  • Bundesstaaten:
    Oregon

Vegane Tattoostudios, anzügliche Donut-Designs und Einheimische im Darth-Vader-Kostüm, die auf dem Einrad Dudelsack spielen: Portland, Oregon, hat sich in den letzten Jahren weltweit einen Namen für exzentrische Verschrobenheit gemacht.

Zu Recht – die Portlander verstehen es, das Leben von seiner spielerischen Seite zu nehmen. Die größte Anziehungskraft geht dabei weniger von traditionellen Sehenswürdigkeiten wie Museen aus als von den betont lässigen Stadtvierteln und ihren freundlichen, schrulligen Einwohnern. Egal, wo ihr euch hier einen von Hand aufgegossenen Kaffee bestellt oder an einem Food Truck eine Gourmet-Spezialität auf die Hand holt: Hohe Qualität und Zufriedenheit sind euch praktisch garantiert. Trotzdem geben viele der 600.000 Einwohner auf Nachfrage an, dass das Beste an Portland die schöne Natur gleich vor den Toren der Stadt ist. Nur 25 km östlich bildet die Columbia River Gorge eine dramatische Grenze zwischen den Bundesstaaten Oregon und Washington. Serpentinenwege führen euch zu Wasserfällen wie den Multnomah Falls. Und etwa 120 km weiter westlich erreicht ihr auf kurvenreichen Straßen die für ihre Klippen und Dünen bekannte Küste des Bundesstaats.

Startpunkt: Portland

Verglichen mit der 280 km weiter nördlich gelegenen ausgedehnten Metropole Seattle, Washington, ist Portland recht überschaubar. Der gewundene Willamette River trennt die Stadt in einen Ost- und einen Westteil.

Mit eurer Stadtbesichtigung beginnt ihr am besten im westlichen Teil. Vor der Kulisse der Cascade Mountains gibt es hier neben dem Geschäftszentrum auch historische Bezirke wie den Pearl District oder die Chinatown zu entdecken. Außerdem liegen hier auch der Forest Park – einer der größten Stadtwälder des Landes mit einem fast 130 km langen Netz aus Wanderwegen, Brandschneisen und Straßen – und der Portland Japanese Garden, eine schattige Oase mit schönen Ausblicken auf den schneebedeckten Vulkan Mount Hood im Osten. Nicht verpassen: Powell’s Books im Zentrum der Innenstadt. Der unabhängige Buchladen von der Größe eines Straßenblocks ist eines der beliebtesten Wahrzeichen von Portland.

Das tägliche Leben von Portland pulsiert allerdings östlich vom Fluss. Im Südosten der Stadt könnt ihr bei Portlands beliebtestem Kaffeeröster, der Stumptown’s Tasting Bar, alles über die verschiedenen Zubereitungsmethoden erfahren oder euch bei Voodoo Doughnut einen Donut mit Bacon oder Fruit-Loops-Frühstückszerealien bestellen. In den Bars von Vierteln wie Hawthorne oder dem Alberta Arts District werden regelmäßig Livemusik, Kunst und andere unabhängige Aktionen geboten.

Gäste in einem Straßenrestaurant in der Mississippi Avenue von Portland, Oregon

Gäste in einem Straßenrestaurant in der Mississippi Avenue von Portland, Oregon
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Zu den Wasserfällen

Hinter Portland folgt der Interstate Highway 84 dem Lauf des Columbia Rivers und zwängt sich dabei auch durch die enge Flussschlucht. Für die Fahrt nehmt ihr euch am besten einen Mietwagen, denn das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ist äußerst bescheiden.

Auf die ersten von Dutzenden Wegen für Tageswanderungen trefft ihr schon in einem Radius von etwa 30 Autominuten. Die beliebteste Strecke führt zu den Multnomah Falls, dem zweithöchsten Wasserfall der USA. Ihr erreicht die 189 m hohen, in zwei Stufen herabstürzenden Kaskaden über einen fast 2 km langen, gepflasterten Steilweg und eine in den Gischtnebel gehüllte Brücke, die ein beliebter Standort für Fotos ist. Es empfiehlt sich, zeitig vor Ort zu sein – besonders am Wochenende füllt sich der Parkplatz an der Lodge aus dem Jahr 1925 nämlich sehr schnell. Der Wasserfall kann das ganze Jahr über besichtigt werden.

Weniger beengt, aber deswegen nicht weniger schön geht es auf anderen Wanderungen unweit des Columbia Rivers zu, etwa den unter 4 km langen Rundwegen zu den Gischtfontänen der Latourell Falls oder den Picknickplätzen am Ufer der Elowah Falls. Anschließend könnt ihr euch gleich noch die am Flussufer gelegene Kleinstadt Hood River ansehen, die vor allem wegen ihrer Windsurfplätze und der Angebote für Selbstpflücker auf den Beerenplantagen entlang der Fruit Loop beliebt ist. Für eine etwas ausgiebigere Mahlzeit ist das pFriem zu empfehlen. Neben den nach belgischer Art gebrauten Bieren und Gerichten aus lokalen Zutaten erwarten euch hier schöne Ausblicke auf den Columbia River und den White Salmon River.

Die malerischen Multnomah Falls

Die malerischen Multnomah Falls
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Oregons Wine Country

Im fruchtbaren Willamette River Valley südlich von Portland haben sich über 500 Weinkellereien angesiedelt. Wegweiser führen euch zwischen den Rebstöcken auf idyllischen Landstraßen zu den Penner-Ash Wine Cellars, Árdiri und anderen Weingütern. Fast überall werden auch Verkostungen angeboten – oft mit Sitzgelegenheiten im Freien und fantastischem Blick auf die schneebedeckten Cascade Mountains.

Kleinstädte wie das 64 km vom Zentrum Portlands entfernte McMinnville erreicht ihr, indem ihr zunächst den Interstate Highway 5 in südlicher Richtung und dann ab Tigard den Highway 99W nehmt.

Das Oregon Wine Country

Das Oregon Wine Country
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Spaziergang an Oregons Stränden

Die Küste Oregons ist einer der größten Naturschätze des Bundesstaats – und sie ist gerade einmal 1,5 Autostunden von Portland entfernt. Die meisten Besucher beschränken sich auf Küstenorte wie Seaside und Cannon Beach, in denen es Meeresfrüchte-Restaurants und strandnahe Ferienbungalows gibt. Um den Menschenmengen zu entgehen, solltet ihr die südlich von Cannon Beach gelegenen Strände ansteuern.

Ein Highlight, das die Eintrittsgebühr von 5 USD pro Fahrzeug unbedingt wert ist, ist der Ecola State Park. Ein Wanderweg durch einen Wald aus Sitka-Fichten führt euch an einen von Klippen eingerahmten Strand mit kleinen Buchten und Gezeitentümpeln. Da es nur wenige Parkplätze gibt, solltet ihr an den Wochenenden im Sommer unbedingt frühzeitig anreisen.

Zur Fortbewegung empfiehlt sich ein eigenes Auto. Alternativ verkehren aber auch NorthWest-Point-Busse nach Cannon Beach oder Seaside.

Cannon Beach, Oregon

Cannon Beach, Oregon
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Zum Klima

Portland verzeichnet durchschnittlich 89 cm Niederschlag – und nur 68 regenfreie Tage – pro Jahr. Aber keine Sorge: Selbst im Winter gibt es Tage, an denen kein Regen fällt. Die besten Chancen, trocken zu bleiben, habt ihr von Juni bis September. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen in diesen Monaten zwischen 23 und 27 Grad Celsius.

Und wenn es dann doch einmal regnet, nehmt euch einfach ein Beispiel an den Einheimischen: Von ein bisschen Regen lässt sich in Oregon nämlich niemand davon abhalten, vor die Tür zu gehen.

Die Hawthorne Bridge über den Willamette River

Die Hawthorne Bridge über den Willamette River
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