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Tanzendes Publikum im Bradfordville Blues Club in Tallahassee, Florida

Georgia, Illinois, Mississippi, Indiana, Louisiana, Texas, Alabama, Tennessee, Florida

Juke Joints, Dive Bars und historische Bühnen: Hier hört ihr authentischen Blues

Von: Idoia Gkikas

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Der Blues wurde auf Veranden und in baufälligen Juke Joints im Südosten der USA geboren und ist untrennbar mit dem gemeinsamen Tanzen und Trinken verbunden.

Abseits der ausgetretenen Touristenpfade finden sich auch heute noch traditionelle Dive Bars und Juke Joints sowie kleine moderne Clubs, in denen ihr den Blues in seiner ursprünglichen Form erleben könnt.

Atlanta, Georgia: Blind Willie’s

Ziegelwände, eine kleine Bühne und hochprozentige Drinks: Das Ambiente im Blind Willie’s liefert den perfekten Rahmen für guten Blues. Benannt ist die Bar, die wenige Minuten außerhalb vom Stadtzentrum von Atlanta im Viertel Virginia-Highland liegt, nach dem in Georgia geborenen Musiker Blind Willie McTell. (Im nahen Thomson, Georgia, findet jedes Jahr ein Blues-Festival zu seinen Ehren statt.) Jeden Abend wird Livemusik von einheimischen Künstlern oder hin und wieder auch von gastierenden Bands geboten. Euer restlicher Aufenthalt in Atlanta lässt sich leicht mit Attraktionen wie dem Georgia Aquarium oder dem High Museum of Art sowie mit Abstechern zu bedeutenden historischen Stätten und einem Streifzug durch die hervorragende Gastroszene der Stadt füllen.

Panoramablick auf die Skyline von Atlanta

Panoramablick auf die Skyline von Atlanta
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Chicago, Illinois: Buddy Guy’s Legends und Blue Chicago

Buddy Guy gehört zu den ganz großen Namen in der Blues-Szene von Chicago und ist einer der am meisten gefeierten Gitarristen aller Zeiten. Im Buddy Guy’s Legends sind von B.B. King und Stevie Ray Vaughan signierte Gitarren zu sehen. Hinzu kommen leckere Spezialitäten aus der Cajun- und Südstaaten-Küche und natürlich fantastische Livemusik. Guy schaut auch öfter selbst im Club vorbei, sodass ihr vielleicht sogar ein Autogramm ergattern könnt. Im Blue Chicago im Viertel River North hat die Bühne ungefähr die Größe eines Teppichvorlegers. Die Atmosphäre des einladenden Clubs ist bodenständig und schnörkellos. Hier steht eindeutig die Musik im Vordergrund – und das an sieben Abenden in der Woche. Auf der Bühne sind unter anderem schon verstorbene Größen wie Koko Taylor oder Magic Slim gestanden.

Der legendäre Blues-Musiker Buddy Guy bei einem Auftritt in seinem Club in Chicago

Der legendäre Blues-Musiker Buddy Guy bei einem Auftritt in seinem Club in Chicago
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Clarksdale, Mississippi: Red’s Lounge und Ground Zero Blues Club

Clarksdale, Mississippi, ist der Geburtsort des 12-taktigen Delta-Blues. Entsprechend hochkarätig ist die Musikszene der Region. Näher als in der Red’s Lounge dürftet ihr einem echten Juke Joint wohl nirgendwo kommen. Äußerst beliebt ist außerdem der Ground Zero Blues Club. Dessen Miteigentümer ist der Oscar-Schauspieler Morgan Freeman, der auch selbst immer wieder nach Mississippi kommt. Neben allabendlichem Blues erwarten euch hier gutes Essen und eine große Auswahl an alkoholischen Getränken.

Bluesman Christone „Kingfish“ Ingram im Ground Zero Blues Club

Bluesman Christone „Kingfish“ Ingram im Ground Zero Blues Club
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Indianapolis, Indiana: Slippery Noodle Inn

Das 1850 gegründete Slippery Noodle Inn in Indianapolis ist der älteste Pub in Indiana und wird im National Register of Historic Places geführt. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte hat das Gebäude schon als Bordell, als Station an der Underground Railroad (ein geheimes Netzwerk, über das im 19. Jahrhundert vielen Sklaven die Flucht aus den amerikanischen Südstaaten gelang) sowie als Schlachthaus, Brauerei und Destillerie gedient. Heute ist das Slippery Noodle ein echter Hotspot für Blues-Musik im Zentrum von Indianapolis. Jeden Abend wird Livemusik geboten und mittwochs ist „Open Mic Night“. Tagsüber könnt ihr beliebte Sehenswürdigkeiten von Indianapolis wie den Indianapolis Artsgarden oder den historischen City Market besichtigen.

Das Soldiers & Sailors Monument am Monument Circle im Zentrum von Indianapolis

Das Soldiers & Sailors Monument am Monument Circle im Zentrum von Indianapolis
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Zachary, Louisiana: Teddy’s Juke Joint

Im Teddy’s Juke Joint ist fast jeder Quadratzentimeter Wandfläche mit Blues-Souvenirs, persönlichen Erinnerungsgegenständen und vielen, vielen Lichterketten bedeckt. An den meisten Abenden legt Lloyd „Teddy“ Johnson, der Namensgeber der Bar, Soul und Blues auf, während seine Frau riesige Turkey Wings, rote Bohnen und Reis und andere Spezialitäten aus der Südstaaten-Küche serviert. Hin und wieder treten auch einheimische oder gastierende Künstler auf. So oder so ist euch ein unterhaltsamer Abend garantiert. Teddy selbst ist immer für ein nettes Gespräch zu haben. Die Sehenswürdigkeiten, Cajun-Restaurants und Ausgehangebote von Baton Rouge sind nur 30 Minuten entfernt.

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Austin, Texas: Antone’s

Clifford Antone hat die Livemusikszene von Austin weltweit bekannt gemacht und auch Stevie Ray Vaughan und den Fabulous Thunderbirds zu musikalischem Ruhm verholfen. Obwohl sich der Nachtclub inzwischen nicht mehr in seinen Original-Räumlichkeiten befindet und der Rock- und Blues-Gitarrist Gary Clark Jr. als neuer Miteigentümer dazu gekommen ist, ist das Antone’s nach wie vor eine echte Austiner Institution. Noch mehr Blues bietet die „Welthauptstadt für Livemusik“ in den restlichen Clubs im Unterhaltungsviertel Sixth Street.

Statue des berühmten Blues-Musikers Stevie Ray Vaughan am Lady Bird Lake in Austin

Statue des berühmten Blues-Musikers Stevie Ray Vaughan am Lady Bird Lake in Austin
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Bessemer, Alabama: Gip’s Place

Von Birmingham sind es gerade einmal 20 Autominuten zum Gip’s Place in Bessemer. Henry „Gip“ Gipson begrüßt seit 1952 Musikliebhaber aus allen Ländern und Lebenslagen in seinem Hinterhof. Der Juke Joint ist nicht leicht zu finden, serviert keinen Alkohol und bietet nur samstagabends Livemusik – trotzdem solltet ihr unbedingt vorbeischauen. Bringt einfach 10 USD in bar und eure eigenen Getränke mit, dann steht einem gelungenen Abend mit Musik und Tanz nichts mehr im Weg. Nicht verpassen solltet ihr außerdem das Civil Rights Institute und die historischen Sehenswürdigkeiten in Birmingham.

Volles Haus im Gip’s Place in Bessemer, Alabama

Volles Haus im Gip’s Place in Bessemer, Alabama
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Memphis, Tennessee: B.B. King’s Blues Club und Minglewood Hall

Memphis ist die Heimat des Blues und der weltberühmten Beale Street und kennt sich mit erstklassiger Musik aus. Der Blues, Rock und Soul im B.B. King’s Blues Club gehört zum Besten, was die Region zu bieten hat. Auch die Südstaaten-Küche und das Barbecue nach Memphis-Art werden euch begeistern. Die Minglewood Hall, eine Konzertbühne in einer alten Brotfabrik in Midtown Memphis, ist nach dem Song „Minglewood Blues“ von 1928 benannt. Im Inneren befindet sich auch die kleinere 1884 Lounge, in der einheimische Musiker auftreten.

Tallahassee, Florida: Bradfordville Blues Club

Jeden Freitag und Samstag wird im Bradfordville Blues Club Livemusik gespielt. Das Ambiente ist Juke Joint pur – der Club ist nur über eine unbefestigte Straße zu erreichen und von Virginia-Eichen umgeben, die über und über mit Spanischem Moos behangen sind. Auf den Tischen stehen signierte Bilder von Bobby Rush, Percy Sledge, Big Jack Johnson, Eddie Kirkland und anderen Künstlern, die hier schon aufgetreten sind. Der Blues-Club liegt im sogenannten Florida Panhandle und ist Teil des historischen Chitlin’ Circuits, einer Reihe von Unterhaltungsstätten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die ausschließlich auf ein afroamerikanisches Publikum ausgelegt waren.

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