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Kentucky Bourbon Trail

Kentucky

Kentucky Bourbon Trail

Nach: Shayla Martin

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  • Bundesstaaten:
    Kentucky

Faule Stunden in der warmen Nachmittagssonne, ein Panoramablick auf die traumhaften Naturlandschaften der amerikanischen Südstaaten und dazu ein erstklassiger Drink: Kentucky bietet reichlich Gelegenheit, diese Wunschvorstellung Realität werden zu lassen.

Schließlich ist der Bundesstaat weltweit für seine Bourbon-Destillerien berühmt, die sich gleich zu Dutzenden in den ländlichen Regionen angesiedelt haben. Der Kentucky Bourbon Trail führt euch zu den bekanntesten Brennereien und vermittelt dabei faszinierende Einblicke in die Kunst der Bourbon-Herstellung und die reiche Tradition dieser legendären Spirituose. Hier erfahrt ihr vorab alles, was ihr über diese Erlebnistour wissen müsst.

Geschichtlicher Überblick

Die Geschichte des Bourbons ist fast so alt wie die der Vereinigten Staaten. Ende des 18. Jahrhunderts lockte der Corn Patch and Cabin Rights Act, der jedem neuen Siedler im Territorium 160 ha Land zur Bebauung und Bewirtschaftung zusprach, zahlreiche deutsche, schottische und nordirische Einwanderer nach Kentucky. Im Gepäck hatten sie das Know-how zur Whiskey-Herstellung aus ihrer alten Heimat. Obwohl traditionell Roggen als Hauptzutat für den Whiskey verwendet wird, ließen sich die Destilleriebetreiber durch den örtlichen Maisanbau zu einer neuen Rezeptur auf Maisbasis inspirieren. In den 1780er Jahren hatte der in Kentucky gebrannte Whiskey bereits eine ganz eigene charakteristische Note entwickelt. Seinen Namen erhielt er schließlich vom Bourbon County, Kentucky, das einst der wichtigste Verladeort für Spirituosen war, die über den Ohio River und den Mississippi nach New Orleans, Louisiana, transportiert wurden. Auf der langen Fahrt reifte der Whiskey in den Eichenfässern heran und erhielt dadurch sein unverwechselbares weiches Aroma und die goldene Färbung.

1964 erklärte der US-Kongress den Kentucky Bourbon zu einem offiziellen US-Produkt und zur ureigenen Spirituose der USA („America's Official Native Spirit“). 1999 richtete die Kentucky Distillers' Association den Kentucky Bourbon Trail ein, um Besuchern von nah und fern die Geheimnisse der Bourbon-Herstellung nahezubringen und die reiche Tradition des Getränks zu erhalten und weiterzugeben. Über 95 Prozent des weltweit produzierten Bourbons stammen heute aus Kentucky. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt sind im Bourbon County rund 5 Millionen Bourbon-Fässer zur Reifung eingelagert.

Praktische Studien

Die einfachste Möglichkeit, zehn der renommiertesten Bourbon-Destillerien Kentuckys zu erleben, besteht darin, sich vier oder fünf Tage Zeit zu nehmen und den Kentucky Bourbon Trail abzufahren. Obwohl es dafür keinen offiziellen Startpunkt gibt, bietet sich Louisville an – eine der dynamischsten Städte im Bundesstaat. Am ersten Tag könnt ihr die Bulleit Frontier Whiskey Experience in der Brennerei Stitzel-Weller besuchen (vergesst nicht, euch einen kostenlosen Kentucky Bourbon Trail Passport geben zu lassen!) und dann die Whiskey Row im Zentrum von Louisville ansteuern. Bei Angel's Envy habt ihr Gelegenheit, sämtliche Phasen des Herstellungsprozesses zu verfolgen und euch zum Abschluss in der Bar The Finishing Room von der ausgezeichneten Qualität des Endprodukts zu überzeugen. Im Jim Beam Urban Stillhouse könnt ihr selbst Hand anlegen und sogar euren eigenen Jim Beam abfüllen. Zu den weiteren Stationen am Trail gehören international bekannte Marken wie Maker's Mark, Woodford Reserve und Wild Turkey, die jeweils Führungen und Verkostungen anbieten. Sobald ihr euch in jeder der zehn Brennereien einen Stempel abgeholt habt, bekommt ihr als Andenken an euren Besuch ein kostenloses Souvenir-T-Shirt.

Bourbon wird in Kentucky aber längst nicht nur getrunken. Auch in der Küche kommt das Getränk gern und häufig zum Einsatz. Ein gutes Beispiel dafür ist das Dish on Market in Louisville, das zu seinem Bread Pudding French Toast eine mit Bourbon verfeinerte Vanillesoße serviert. Im Bourbon Raw ist der Südstaaten-Klassiker Shrimp and Grits – Riesengarnelen, Landschinken und Käse-Mais-Grütze an einer Tomaten-Bourbon-Soße – zu empfehlen, während ihr im Bourbons Bistro die zarten geschmorten Querrippen an einer gehaltvollen Demiglace aus Rye Whiskey und Bourbon probieren solltet.

Kein Alkohol am Steuer

Solltet ihr auf euren Streifzügen etwas zu tief ins Glas geschaut haben, könnt ihr euch über Apps wie Lyft oder Uber abholen lassen. (Für Neukunden gibt es den speziellen Aktionscode KYDISTILLERS.) Um euch Planung und Fahrerei ganz zu sparen, nehmt ihr am besten an einer Mint Julep Tour teil oder plant eure eigene Tour mit dem R&R Limousine Service.

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