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Open-Air-Darbietung des Boston Pops in Nantucket, Massachusetts
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Große Namen der klassischen Musik in den USA von traditionellen Künstlern bis zu modernen Komponisten

Die europäischen Meister der klassischen Musik haben zweifellos Einfluss auf US-amerikanische Komponisten ausgeübt, aber getreu dem Pioniergeist des Landes entwickelte sich hier das Genre auf ganz eigenständige Weise weiter. Heute finden sich klassische Elemente in Filmen, Fernsehwerbungen und nahezu allen Kategorien der Popmusik. Der Classical Music Walk of Fame in Cincinnati, Ohio, ist die perfekte Einführung in die reiche Tradition der klassischen Musik in den USA. Bei einem Spaziergang durch den liebevoll dekorierten Washington Park kommt ihr an Springbrunnen vorbei, die zu klassischen Stücken „tanzen“, die ihr direkt auf eurem Smartphone abspielen könnt. Ihr erfahrt mehr über einige große Namen der klassischen Musik in den USA und könnt weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen besuchen, die ihrem Vermächtnis gewidmet sind.

Von der Klassik inspiriert: Samuel Barber, Aaron Copland, Florence Price

Samuel Barber, dessen „Adagio for Strings“ bereits so düstere Momente wie die Beerdigung von Präsident Franklin D. Roosevelt und den Film „Platoon“ über den Vietnamkrieg begleitete, war zweifacher Pulitzer-Preisträger. Sein Elternhaus in Westchester, Pennsylvania, steht noch und im Museum of Fine Arts in Boston, Massachusetts, ist ein bekanntes Portrait des Künstlers zu sehen. Aaron Coplands „Fanfare for the Common Man“ gilt als der Soundtrack der Raumfahrt und sein Werk „Appalachian Spring“ ist bei Orchestern ein Dauerbrenner. Im Copland House in Mt. Kisco, New York, in dem der Komponist die letzten 30 Jahre seines Lebens verbrachte, werden regelmäßig musikalische Aufführungen dargeboten. Florence Price durchbrach als erste afroamerikanische Komponistin die Grenzen von Rasse und Geschlecht, als ihr Werk 1933 von einem großen Orchester, dem Chicago Symphony Orchestra, aufgeführt wurde. Die University of Arkansas in Little Rock besitzt eine bedeutende Sammlung von Notenmanuskripten der in Little Rock geborenen Komponistin.

Das Museum of Fine Arts Boston, in dem ein berühmtes Portrait von Samuel Barber zu sehen ist

Das Museum of Fine Arts Boston, in dem ein berühmtes Portrait von Samuel Barber zu sehen ist
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Great American Songbook: George Gershwin, Cole Porter, Irving Berlin

Das Great American Songbook – bei dem es sich nicht um ein wirkliches Buch, sondern um eine anerkannte Sammlung von Unterhaltungsmusik handelt – feiert die einflussreichsten Lieder von den 1920er- bis 1950er-Jahren. Im Bereich der klassischen Musik zählen dazu George Gershwin, dessen „Rhapsody in Blue“ von den Klängen moderner Städte inspiriert wurde, Cole Porter mit seinen Erfolgsschlagern „Anything Goes“ und „Love for Sale“ und Irving Berlin, der mehr als 1.500 Lieder einschließlich dem patriotischen „God Bless America“ komponierte. Eine Fülle von Komponisten werden in der Great American Songbook Hall of Fame in Carmel, Indiana, gewürdigt.

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Märsche: John Philip Sousa, Henry Fillmore

Märsche werden weitgehend mit dem Militär und in den USA mit dem Hochschulsport in Verbindung gebracht. Zwei der bedeutendsten Marschkomponisten der USA sind Henry Fillmore und John Philip Sousa. Fillmore komponierte Zirkusmusik und Stücke für Schulblaskapellen, vor allem für High Schools und Universitäten in Florida. John Philip Sousa komponierte „Stars and Stripes Forever“, den offiziellen Nationalmarsch der USA, das immer am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, gespielt wird. Das Sousa Archives and Center for American Music auf dem Campus der University of Illinois in Champaign, zwei Stunden südlich von Chicago, besitzt neben vielen anderen musikalischen Gegenständen und historischen Dokumenten eine bedeutende Sammlung von Sousas Werken.

Foellinger Auditorium – Vortragshalle und Veranstaltungsort auf dem Campus der University of Illinois in Champaign

Foellinger Auditorium – Vortragshalle und Veranstaltungsort auf dem Campus der University of Illinois in Champaign
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Broadway-Stars: Rodgers und Hammerstein, Stephen Sondheim, Leonard Bernstein

Wenn ihr an Broadway-Musicals denkt, kommen euch zwangsläufig Werke von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein, Stephen Sondheim oder Leonard Bernstein, einigen der berühmtesten Musiktheaterkomponisten in der Geschichte der USA, in den Sinn. Ihre Melodien sind unzertrennlich mit Musicals wie „Oklahoma!“ und „The Sound of Music“, „Sweeney Todd“ und „Into the Woods“ bzw. „West Side Story“ und „On the Town“ verknüpft. Für Broadway-Musical-Fans hält die Theater Collection im Museum of the City of New York ein bedeutendes Archiv mit Artefakten und Memorabilien bereit.

Museum of the City of New York, das die umfassende Theater Collection beherbergt

Museum of the City of New York, das die umfassende Theater Collection beherbergt
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Filmmusik: John Williams, James Horner, Danny Elfman

Im 20. Jahrhundert eröffnete sich durch das aufkommende Medium Film ein neues Betätigungsfeld für klassische Komponisten. Sicherlich werden euch die Melodien von John Williams, der 24 Mal mit dem Grammy Award ausgezeichnet wurde, bekannt vorkommen. Zu seiner Filmmusik, die ihm fünf Academy Awards einbrachte, zählen „Der weiße Hai“ (spielt an der Küste von Massachusetts), „E.T.“ (spielt im San Fernando Valley in Kalifornien) und „Krieg der Sterne“, eine beliebte moderne Konzertreihe, die im ganzen Land in Veranstaltungshallen aufgeführt wird. James Horner schrieb die Orchestermusik für zwei von James Camerons größten Blockbustern: „Avatar“ und „Titanic“. Wenn ihr die Musik von „Nightmare Before Christmas“ und „Edward mit den Scherenhänden“ kennt, dann hört ihr die Musik von Danny Elfman, der in den 1980er auch Leadsänger der New-Wave-Band Oingo Bongo war.

Küstenabschnitt in Nantucket, der Region, die angeblich die Inspiration zum Film „Der weiße Hai“ geliefert hat

Küstenabschnitt in Nantucket, der Region, die angeblich die Inspiration zum Film „Der weiße Hai“ geliefert hat
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Moderne Klassik: Philip Glass, John Cage, Meredith Monk

Philip Glass betrat mit seinen minimalistischen Kompositionen, die auf sich wiederholenden Strukturen basieren, Neuland. Er hat bereits mit so verschiedenen Künstlern wie David Bowie und Paul Simon zusammengearbeitet. Das jährlich stattfindende Philip Glass Days and Nights Festival in Carmel und Big Sur, Kalifornien, ist für Liebhaber der modernen Klassik ein absolutes Muss. Die Musik von John Cage ist vom Zen-Buddhismus und anderen östlichen Philosophien beeinflusst und war maßgeblich an der Entwicklung des modernen Tanzes beteiligt. Sein Stück „4'33"“ regt Zuhörer dazu an, sich mit Umgebungsgeräuschen statt mit komponierter Musik auseinanderzusetzen. Als Begründerin der Gruppe Meredith Monk & Vocal Ensemble ist Meredith Monks Instrument ihrer Wahl ihre eigene Stimme, mit der sie aufgrund ihres gewaltigen Stimmbereichs und der ungewöhnlichen Arrangements einen unverwechselbaren Stil prägte. Sie tourt und performt in den gesamten USA.

Eine großartige Kombination: Die Küste von Big Sur und Carmel und das Days and Nights Festival

Eine großartige Kombination: Die Küste von Big Sur und Carmel und das Days and Nights Festival
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