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Sand Mountain, eine „singende“ Sanddüne bei Fallon, Nevada

Nevada

Pony Express Territory, Nevada: Die einsamste Straße der USA

Von: Idoia Gkikas

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  • Bundesstaaten:
    Nevada

In den historischen Hufspuren der Postreiter vom Pony-Express

Lange vor der Erfindung des Automobils oder gar der E-Mail gab es den Pony-Express. Der Postbeförderungsdienst wurde zwischen April 1860 und Oktober 1861 auf der rund 3.200 km langen Strecke zwischen Missouri und Kalifornien betrieben und gewährleistete den Einwohnern der unaufhaltsam wachsenden Städte im amerikanischen Westen eine für die damalige Zeit extrem schnelle und zuverlässige Postzustellung. Die Tage der Reiterstaffel sind längst vorbei – doch ihre Geschichten und Legenden faszinieren noch immer. Im Pony Express Territory in Nevada führen euch schnurgerade Straßen wie der Highway 50 – die „einsamste Straße der USA“ – vor vielseitiger, fantastischer Landschaftskulisse in historische Ortschaften und zu uralten Naturwundern.

Dayton: Nevadas erste Goldrausch-Stadt

Im Jahr 1849 wurde in Dayton Gold entdeckt. Nach dem landesweit ersten Fund von Silbererzvorkommen in der wenige Kilometer nördlich gelegenen Comstock Lode erlebte die Stadt einen rasanten Aufstieg. Im Dayton State Park sind die Überreste der 1861 erbauten Rock Point Mill erhalten, in der das Silber aus der Lagerstätte verarbeitet wurde. Heute interessieren sich Besucher vor allem für den von Arnold Palmer entworfenen Dayton Valley Golf Club, auf dem das traditionsreichste Qualifikationsturnier der PGA Tour in den USA ausgetragen wird.

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Fernley: Ein Muss für Freunde des Rennsports

Das nur 40 Minuten östlich von Reno gelegene Fernley wurde 1904 gegründet und war lange eine recht verschlafene Ranchgemeinde. Heute geht es hier deutlich PS-stärker zu: Auf dem beliebten Fernley 95A Speedway finden regelmäßig verschiedene Rennsportveranstaltungen statt. Für einen Adrenalinschub sorgt auch die Anlage Fernley BMX Track mit Pisten für BMX-Fahrer aller Niveaus.

Eine farbenfrohe Skulptur in Fernley

Eine farbenfrohe Skulptur in Fernley
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Fallon: Eine Oase in der Wüste

Die Bewässerung aus den nahen Flüssen erlaubt eine produktive Landwirtschaft. Das hat der 8.400-Einwohner-Stadt Fallon den Spitznamen „Oase von Nevada“ eingebracht. Nach eurem Bummel durch die Läden und Restaurants in der Maine Street könnt ihr in der Frey Ranch Distillery handwerklich hergestellte Liköre probieren. Für Naturliebhaber empfiehlt sich ein Ausflug ins Stillwater National Wildlife Refuge, in dem einheimische Wildtiere und Vögel leben. Am Grimes Point sind uralte Petroglyphen zu sehen.

Das malerische Churchill County Courthouse in der hübschen Kleinstadt Fallon

Das malerische Churchill County Courthouse in der hübschen Kleinstadt Fallon
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Austin: Geschichte und Outdoor-Freizeitangebote

Austin wurde 1862 gegründet und begrüßt euch mit historischen Stätten und Outdoor-Aktivitäten. Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten zählen der alte Friedhof, das dreistöckige Stokes Castle aus Granit aus der Umgebung und drei der ältesten Kirchen Nevadas: die St. Augustine’s Catholic Church (1866), die Austin Methodist Church (1866) und die St. George’s Episcopal Church (1877). Die umliegenden Berge der Toiyabe Range ziehen Wanderer, Reiter und Campingfreunde an.

Das beeindruckende Stokes Castle im Licht der Dämmerung

Das beeindruckende Stokes Castle im Licht der Dämmerung
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Eureka: Die freundlichste Stadt an der einsamsten Straße

Der historische Ortskern dieser ehemaligen Bergbaugemeinde am Highway 50 wird im National Register of Historic Places geführt. Mehrere Gebäude stammen aus den 1870er Jahren und werden nach sorgfältiger Restaurierung weiterhin genutzt – etwa das Eureka Sentinel Museum in einem Verlagsgebäude von 1879, in dem noch die Original-Druckpresse der Zeitungen zu sehen ist, das Eureka County Courthouse oder das Eureka Opera House (beide von 1880).

Ein probender Künstler im historischen Eureka Opera House

Ein probender Künstler im historischen Eureka Opera House
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Ely: Geisterzüge und Kupferminen

Ely war einst eine Station an der Pony Express-Route und ist heute für die restaurierten Dampf- und Dieselzüge im Nevada Northern Railway Museum bekannt. Neben einem Rundgang durch das Museum könnt ihr auch an einer Themenfahrt mit dem Night Sky Star Train oder dem Haunted Ghost Train teilnehmen. Nicht verpassen dürft ihr außerdem ein Selfie an den bienenkorbförmigen Öfen im Ward Charcoal Ovens State Historic Park, in denen in den 1870er Jahren Silber verarbeitet wurde.

Panoramafahrt mit einer 100 Jahre alten Dampflok aus dem Nevada Northern Railway Museum

Panoramafahrt mit einer 100 Jahre alten Dampflok aus dem Nevada Northern Railway Museum
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Great Basin-Nationalpark: Eine Bergoase

Der Great Basin-Nationalpark an der Grenze zwischen Nevada und Utah überrascht mit zahlreichen Naturwundern. Neben den 600 Mio. Jahre alten Lehman Caves könnt ihr hier zwischen 5.000 Jahre alten Kiefern wandern, bei einer Panoramafahrt auf dem Wheeler Peak Scenic Drive bis auf eine Höhe von über 3.000 m klettern und vom 4,4 km langen Alpine Lakes Loop Trail den malerischen Ausblick auf den Wheeler Peak, den Stella Lake und den Teresa Lake bewundern.

Eine malerische Straße im Great Basin-Nationalpark

Eine malerische Straße im Great Basin-Nationalpark
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Anreise

Vom internationalen Flughafen Reno-Tahoe (RNO) benötigt ihr mit dem Mietwagen noch rund 45 Minuten zu eurem ersten Etappenziel Dayton. Am Ende des Trips sind es 625 km zurück zum Flughafen Reno-Tahoe bzw. alternativ 404 km zum Flughafen Salt Lake City (SLC) oder 541 km zum südlich gelegenen Flughafen McCarran/Las Vegas (LAS).