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Der saphirblaue Crater Lake im gleichnamigen Nationalpark im Süden Oregons

Südliches Oregon: Circle of Discovery

Nach: Zaida Rios

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Was ist das Besondere am Süden Oregons?

Sind es die Weingüter oder die ätherischen Landschaften? Vielleicht ist es einfach das Gefühl, dass hinter jeder Kurve neue Überraschungen warten. Ein abenteuerlicher Roadtrip auf der Panoramarundstrecke Circle of Discovery führt euch zu sieben Nationalparks und National Monuments und vermittelt dabei einen hervorragenden Abriss zur Geologie und Kultur des südlichen Oregons. Freut euch auf erhabene Wälder, den tiefsten See Nordamerikas, die kühle Gischt majestätischer Wasserfälle und das heißeste Weinbaugebiet im Bundesstaats Oregon.

Illinois Valley: Fantastische Höhlen und Flussgemeinden

Zum Start eures Abenteuers begebt ihr euch unter die Erde. Wenn euch die Standardtour am Oregon Caves National Monument mit den sehenswerten Marble Halls of Oregon zu zahm ist, könnt ihr euch zu einer Extremtour anmelden, für die ihr mit Schutzhelm, Stirnlampe und Knieschützern ausgestattet werdet. Die tief im Inneren des Bergs gelegenen Marmorfelsen mit den unterschiedlichsten Musterungen und Formen sind ein unvergesslicher Anblick. Klaustrophob? Zumindest das sechsstöckige Oregon Caves Chateau am Rand einer kleinen Schlucht solltet ihr euch vor der Weiterfahrt unbedingt genauer ansehen. Ganz in der Nähe liegt die charmante Kleinstadt Grants Pass am berühmten Rogue River. Nach Lust und Laune könnt ihr hier eine der umliegenden Weinkellereien besuchen oder einen unterhaltsamen Abend in der Stadt verbringen.

Höhlentour am Oregon Caves National Monument

Höhlentour am Oregon Caves National Monument
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Rogue Valley: Skihänge und Gastrokultur

Nach den Erkundungen unter Tage geht es heute in die Berge. Am Mount Ashland locken über 20 Skiabfahrten. Das rund 30 Minuten südlich von Ashland in den Siskiyou Mountains gelegene Wintersportgebiet ist das weltweit erste nachhaltige Skigebiet mit STOKE-Zertifizierung und hält auch Angebote für Snowboarder bereit. Nachdem ihr euch an den Hängen verausgabt habt, begrüßt euch das Zentrum von Ashland mit kulinarischen Optionen und kulturellen Highlights wie dem Oregon Shakespeare Festival, das bereits einen Tony Award eingeheimst hat. Das Restaurant Smithfields wird vom Gewinner des Oregon Iron Chef Awards betrieben. Neben Fleischliebhabern kommen hier auch Gemüsefans auf ihre Kosten. Dazu passt danach ein Craft-Bier der Standing Stone Brewing Company. Weinkenner können verschiedene erstklassige Wine Trails erkunden. Der Applegate Valley Wine Trail führt euch zu 17 Weingütern, die das gesamte Spektrum von Tempranillo nach spanischem Vorbild (Red Lily Vineyards) bis zu Sekt und nachhaltigen Weinsorten (Wooldridge Creek) abdecken. Zu den sechs Weinkellereien am Upper Rogue Wine Trail gehören die preisgekrönten Kriselle Cellars. Den Besuch dieses Weinguts solltet ihr auf dem Weg zum Crater Lake-Nationalpark auf keinen Fall auslassen.

Aufführung im Rahmen des beliebten Oregon Shakespeare Festivals im Zentrum von Ashland

Aufführung im Rahmen des beliebten Oregon Shakespeare Festivals im Zentrum von Ashland
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Umpqua Valley: Weinberge und Vulkane

An den Hügeln der malerischen Weingüter im Umpqua Valley im südlichen Oregon wird Pinot noir und Chardonnay angebaut. Zu den führenden Vertretern zählen die Paul O’Brien Winery, die erste städtische Weinkellerei im Tal, und Abacela, das erstklassige, spanisch beeinflusste Weine in kleinen Chargen produziert. Die ausgezeichnete Qualität der Weingüter hat sich noch nicht herumgesprochen, sodass ihr keine Besuchermassen fürchten müsst. Nach einem ereignisreichen Tag an der frischen Luft könnt ihr euch im hübschen Roseburg erholen. Um von hier zum Crater Lake zu gelangen, folgt ihr zunächst auf dem Highway of Waterfalls dem Verlauf des North Umpqua Rivers, bis ihr auf den Volcanic Scenic Byway stoßt.

Rebstöcke in einem Tal im südlichen Oregon

Rebstöcke in einem Tal im südlichen Oregon
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Klamath Basin: Crater Lake und andere Naturwunder

Den Crater Lake als saphirblau zu beschreiben, ist keinesfalls übertrieben. Das werdet ihr schnell feststellen, wenn ihr am Ufer dieses Sees steht, der vor über 7.000 Jahren durch einen Vulkanausbruch entstanden ist. Der Crater Lake-Nationalpark ist berühmt für seine überwältigenden vulkanischen Formationen, die ihr bei zahlreichen Panoramawanderungen bestaunen könnt. Die Felseninsel Phantom Ship ähnelt von Weitem einem Schiff. Sternengucker sollten unbedingt im Park zelten oder in der Crater Lake Lodge übernachten. Zum Pflichtprogramm gehört außerdem ein Abstecher zum Upper Klamath Lake (auch „Hinterhof des Crater Lakes“ genannt), an dem es zahlreiche Angebote für Boots-, Kanu- und Radfahrer gibt. Steckt eure Wanderstiefel ein, denn am See liegen auch wunderschöne Wege für jedes Niveau. Gemütliche Unterkünfte findet ihr in Klamath Falls. Die Kleinstadt wird gern als Standquartier für Ausflüge zum historisch und geologisch bedeutsamen Lava Beds National Monument genutzt, das gleich südlich der Grenze zum Nachbarbundesstaat Kalifornien liegt.

Wanderwege im Wald führen zu einem rauschenden Wasserfall.

Wanderwege im Wald führen zu einem rauschenden Wasserfall.
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Anreise

Am bequemsten erreicht ihr die Attraktionen im südlichen Oregon vom Flughafen Rogue Valley International-Medford (MFR). Alternativ könnt ihr euch auch am größeren internationalen Flughafen Portland (PDX) einen Mietwagen besorgen und die rund 395 km ins südlich gelegene Grants Pass hinter dem Steuer zurücklegen.

Ihr könnt euch nicht losreißen? Es spricht gar nichts dagegen, mehr Zeit für den Circle of Discovery einzuplanen. Langweilig wird es euch bestimmt nicht.