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Wildtierbeobachtungstouren rund um Anchorage, Alaska

Alaska

Wildtierbeobachtungstouren rund um Anchorage, Alaska

Nach: Amanda Williams

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  • Bundesstaaten:
    Alaska

In den schroffen, weiten Naturlandschaften Alaskas sind unzählige Tiere beheimatet.

So leben hier unter anderem Braunbären, Elche, Luchse, Wölfe, Weißkopfseeadler und Orcas. Die Wildtierbeobachtung darf deshalb bei keiner Alaskareise fehlen. Die vielleicht beste Gelegenheit dazu bietet eine Bootsfahrt. Im Großraum Anchorage gibt es hierfür gleich mehrere Möglichkeiten. Viele Tourveranstalter betreiben Buchungsstellen in der Innenstadt. Allerdings legen die Boote allesamt nicht direkt von Anchorage ab, sondern von nahen Orten wie Whittier oder Seward. Ihr erreicht die Ablegestellen per Auto, mit dem Reisebus oder dem Zug. Die meisten Betreiber sind euch gern bei der Planung von Transport- und Anschlussverbindungen behilflich.

Das „Tor zum Prince William Sound“

Die dünn besiedelte Küstengemeinde Whittier liegt 93 km südöstlich von Anchorage. Von hier starten mehrere Wildtierbeobachtungstouren zu den Fjorden, Buchten, Gletschern und Inseln im Prince William Sound.

Auf der beliebten „26 Glacier Cruise“ von Phillips Cruises & Tours erkundet ihr einen 225 km langen Abschnitt des Sunds mit der Esther Passage, dem College Fjord und 26 benannten Gletschern. Neben fantastischen Ausblicken auf die Panoramakulisse aus hohen Bergen und engen Fjorden kommt ihr dabei den kalbenden Gletschern so nahe, dass ihr sogar hören könnt, wie große Eisbrocken abbrechen und ins Meer stürzen. Die M/V Klondike Express ist ein 41 m langer Hochgeschwindigkeitskatamaran, auf dem garantiert niemand seekrank wird. Im Preis inbegriffen sind eine Mahlzeit und warme Getränke an Bord. Allerdings müsst ihr euch darauf einstellen, dass bei den Fahrten ab Whittier großer Andrang herrscht – die M/V Klondike Express ist z. B. von der Küstenwache für 328 Passagiere und Mitarbeiter freigegeben.

Unterwegs begegnen euch Seelöwen, Weißkopfseeadler, Seeotter sowie der ein oder andere Schwarzbär und Orca, wobei sich Letztere oft direkt neben dem Boot zeigen. Für die komplizierteren Fälle ist ein Ranger des Chugach National Forest Service mit an Bord, der interessante Informationen zur Flora und Fauna vermittelt und euch auf schwer zu erspähende Tiere aufmerksam macht. Vor der Rückkehr nach Whittier hält das Boot noch an einer Vogelkolonie, die im Sommer von 10.000 Vögeln bewohnt ist.

Wildtierbeobachtung nach Art der Einheimischen

Seward liegt ungefähr 2,5 Autostunden von Anchorage entfernt am Kopf der Resurrection Bay auf der Kenai Peninsula. Die längere Anfahrt lohnt sich, denn die meisten Einheimischen werden euch bestätigen, dass es bei Touren im Kenai Fjords-Nationalpark bessere Wildtiersichtungen gibt als im Prince William Sound. In der Resurrection Bay leben nämlich Seehunde, Weißkopfseeadler, Seelöwen, Papageitaucher, Tümmler und verschiedene Walarten, darunter Buckelwale, Orcas und sogar migrierende Grauwale. Major Marine Tours hat neben zwei Wildtiertouren (3,5 Stunden bzw. 5 Stunden) auch Walbeobachtungstouren im Programm, die speziell auf Orcas und Grauwale ausgelegt sind. An jeder Fahrt nimmt ein Naturexperte oder Nationalpark-Ranger teil, der euch mit Informationen versorgt und auf Tiere hinweist. Ferngläser werden kostenlos bereitgestellt, sodass ihr die Adler und andere kleinere Wildtiere optimal beobachten könnt.

Die Touren ab Seward finden in der Regel auf kleineren Booten statt (an der 3,5-stündigen Wildtiertour von Major Marine Tours können z. B. nur 60 Personen teilnehmen) und Speisen sowie Getränke sind meist kostenpflichtig. Bei der Kenai Fjords-Tour gibt es zwar ebenfalls schneebedeckte Berge und Gletscher zu sehen, doch liegt der Fokus hier ganz eindeutig auf den Vogel- und Seelöwenkolonien sowie den vorbeiziehenden Walen.

Der beste Zeitpunkt

Die Hauptsaison für Touristen in Alaska sind die Sommermonate, in denen die Tage lang und die Temperaturen mild sind. Entsprechend werden auch die meisten Bootstouren von Mai bis Ende September angeboten. In diesem Zeitraum können die meisten der oben genannten Tiere beobachtet werden; allerdings sind für einzelne Tierarten bestimmte Zeitpunkte besser geeignet als andere.

Wenn ihr z. B. darauf erpicht seid, einen Blick auf die migrierenden Grauwale in der Resurrection Bay zu erhaschen, solltet ihr euren Besuch auf den Zeitraum zwischen März und Mitte Mai legen. Für Orcas sind dagegen die Wochen zwischen Mitte Mai und Mitte Juni am besten geeignet.

Nur keine Eile

Viele der besten und umfassendsten Wildtiertouren im Großraum Anchorage sind ganztägige Angelegenheiten. Es empfiehlt sich daher, mindestens ein oder zwei Übernachtungen vor Ort einzuplanen, damit ihr so viele Wildtiere wie möglich zu sehen bekommt.

Die passende Kleidung

Die meisten Schiffe, die von Whittier und Seward zu Wildtiertouren starten, haben Innen- und Außendecks. Vermutlich werdet ihr euch aber hauptsächlich an der frischen Luft aufhalten wollen, um den allerbesten Blick auf Gletscher, Wale und Adler zu haben. Denkt deshalb unbedingt an warme, wasser- und winddichte Kleidungsschichten, da die Temperaturen auf dem Wasser in Alaska auch im Sommer empfindlich frisch sein können.

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