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  • Das Stax Museum of American Soul Music in Memphis im Bundesstaat Tennessee
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    Musik liegt in der Luft in Memphis, Tennessee

  • Highway 61-Informationstafel am Gateway to the Blues Museum in Tunica im Bundesstaat Mississippi
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    Tunica, Mississippi: Das „Gateway to the Blues“

  • Helena im Bundesstaat Arkansas ist weithin für das King Biscuit Blues Festival bekannt
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    Das Erbe des Blues am Mississippi River in Helena, Arkansas

  • Roger Stolle im Cat Head Delta Blues & Folk Art Store in Clarksdale, Mississippi
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    Livemusik und Museen in Clarksdale, Mississippi

  • Ein Tribut an den Blues: Wandgemälde in Greenville, Mississippi
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    Eine Stadt hat den Groove: Greenville, Mississippi

  • Auf dem Mississippi Blues Trail: Informationstafel zu B.B. King in Indianola, Mississippi
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    Indianola, Mississippi: Wo B.B. King zur Legende wurde

  • Eindrucksvolle Architektur in Jackson, Mississippi
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    Lebendige Geschichte in Jackson, Mississippi

  • Jazztrompeter in New Orleans, Louisiana
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    Blues und mehr in New Orleans, Louisiana

Musiker vor einer Blueskneipe in Mississippi
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Reiseziel Mississippi

Auf den Spuren des Blues

  • Entfernung:
    764km
  • Vorgeschlagene Zeit:
    5 Tage

Eine Reise zu den Ursprüngen des Blues

Der Süden der USA ist die Wiege eines uramerikanischen Sounds – des Blues. Der Blues, ein Verwandter des Gospel, des Soul und des Rock‘n’Roll, ist eine Kunstform der afroamerikanischen Bevölkerung und entstand auf den Feldern Tausender Farmpächter, den Terrassen schlichter Holzhütten und auf den Bühnen der Juke Joints – so bezeichnete man die einfachen ländlichen Kneipen der Afroamerikaner, wo Musik, live oder aus der Jukebox, zum Programm gehörte. In den melancholischen Akkorden des Blues kamen die Hoffnung, die Verzweiflung und Sehnsucht der besitzlosen schwarzen Bevölkerung des Südens zum Ausdruck, die ein Leben am Rand der Gesellschaft führte. Begebt euch auf eine Erkundungsreise zu den Ursprüngen des Blues, verfolgt auf dem Blues Trail seine Entwicklung, besichtigt in drei Bundesstaaten Orte, an denen der Blues zu Hause war und ist, und fühlt den Blues live bei zwei der wichtigsten Musikfestivals des Landes.

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Das Stax Museum of American Soul Music in Memphis im Bundesstaat Tennessee
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Musik liegt in der Luft in Memphis, Tennessee

Das Herz der geschichtsträchtigen Metropole Memphis schlägt im Rhythmus zweier Soundtracks: Der eine ist das Rauschen des mächtigen Mississippi, der zweite die Livemusik, die durch die Clubfenster ins Freie dringt. Gleich nach der Ankunft auf dem Memphis International Airport werdet ihr feststellen, dass Tennessee nicht nur die musikalische Heimat von Country und Western ist. Im Memphis Rock ‘n’ Soul Museum erkundet ihr die Wurzeln des Blues und das Stax Museum of American Soul ist den Legenden der Soul Music gewidmet. Auf einer Audiotour durch die nahe gelegene Beale Street erfahrt ihr, wie sich der Blues von der einfachen Musik der afroamerikanischen Landarbeiter hin zu einem urbanen Sound entwickelt hat. Wenige Meter weiter in der South Main Street findet ihr die Blues Hall of Fame der Blues Foundation, wo euch Exponate und Andenken rund um den Blues erwarten. Am Rande von Downtown Memphis liegen die Sun Studios, die legendären Aufnahmestudios, in denen Künstler wie B.B. King, Sleepy John Estes und Howlin’ Wolf einige ihrer einzigartigen Alben einspielten. Doch ein Besuch in Memphis wird erst durch Livemusik komplett: Im B.B. King’s Blues Club im Westen der Unterhaltungsmeile Beale Street ist eigentlich immer etwas los, und auch im Rum Boogie Café, in der Blues Hall oder im Tap Room treten häufig angesagte Acts auf wie Eric Hughes, die Ghost Town Blues Band und Brandon Santini. Am nächsten Morgen bringt euch der „Blues Highway“ zur nächsten Station eurer musikalischen Reise.

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61 km
1 Stunde mit dem Auto
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Highway 61-Informationstafel am Gateway to the Blues Museum in Tunica im Bundesstaat Mississippi
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Tunica, Mississippi: Das „Gateway to the Blues“

Der U.S. Highway 61, der Original-„Blues-Highway“, führt euch als Nächstes nach Tunica, eine Stadt, die durch jenen Highway geprägt wurde, der vielen Künstlern wie David „Honeyboy“ Edwards oder Charlie Musselwhite als Inspiration diente. Mehr zur Geschichte des Highways erfahrt ihr im Gateway to the Blues Visitor Center and Museum. Das Besucherzentrum befindet sich in einem alten Eisenbahndepot aus dem Jahr 1895 und eine Informationstafel des Mississippi Blues Trail erläutert den ursprünglichen Verlauf. Haltet auch an anderen Orten in Tunica Ausschau nach Blues-Trail-Informationstafeln. Eine ist beispielsweise „Son“ House gewidmet, dessen Auftritte in den Kirchen und Juke Joints der Region legendär sind, eine andere „Hardface“ Clanton, einem afroamerikanischem Geschäftsmann mit großem Unternehmergeist, der die Gegend hier mit Raw Blues und Glücksspiel versorgte, ehe Tunica County Glücksspiel als erstes Bundesland am Mississippi River legalisierte. Macht euch auf ein noch intensiveres Blues-Erlebnis gefasst, wenn ihr von Tunica aus kommend den Fluss überquert und dabei die Grenze zum nächsten Bundesstaat überschreitet. Nächster Stopp: Helena, Arkansas.

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50 km
1 Stunde mit dem Auto
03
Helena im Bundesstaat Arkansas ist weithin für das King Biscuit Blues Festival bekannt
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Das Erbe des Blues am Mississippi River in Helena, Arkansas

Der Blues ist in Helena so allgegenwärtig wie der Mississippi, der hier eine natürliche Stadtgrenze bildet. Am besten lässt sich dieses musikalische Erbe im Delta Cultural Center würdigen. Hier könnt ihr an Hörstationen Vertretern des ursprünglichen, rauen Blues des Mississippideltas wie Sonny Boy Williamson lauschen. Die beste Zeit für einen Besuch ist, wenn die Radioshow King Biscuit Time live auf Sendung geht – jeden Wochentag um 12:15 Uhr. Schon Blueslegenden wie Muddy Waters und B.B. King konnten es kaum erwarten, die Sendung einzuschalten, wenn die Arbeit auf den Feldern getan war. Und natürlich könnt ihr hier auch jede Menge Livemusik hören. Vielleicht gelingt es euch ja, euren Besuch zeitgleich mit dem King Biscuit Blues Festival zu legen. Es findet jedes Jahr am Columbus Day-Wochenende, in der zweiten Oktoberhälfte, statt; als Headliner traten schon Größen der Szene wie Bonnie Raitt oder Bobby Rush auf. Der musikalischen Vielfalt sind in Helena keine Grenzen gesetzt. Es gibt zahlreiche kostenlose Veranstaltungen, das Blues Symposium, Mundharmonikaunterricht oder Geschichtenzeit mit Blues-Untermalung für Kinder. In Clarksdale, der nächsten Station eurer Reise, sind Musik und Mythos eine ungewöhnliche Vereinigung eingegangen.

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48 km
1 Stunde mit dem Auto
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Roger Stolle im Cat Head Delta Blues & Folk Art Store in Clarksdale, Mississippi
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Livemusik und Museen in Clarksdale, Mississippi

Clarksdale ist einer der außergewöhnlichsten Orte auf dem Blues Trail. Es verfügt über eine pulsierende Livemusikszene und bietet nette Läden, faszinierende Museen und einzigartige Festivals. Und nur hier könnt ihr die Wegkreuzung besichtigen, wo die Blueslegende Robert Johnson dem Teufel angeblich seine Seele verkaufte. Im Gegenzug erhielt er die Fähigkeit, die Bluesgitarre zu spielen wie kein Zweiter! Ein Pflichtstopp ist der Laden Cat Head Delta Blues & Folk Art, in dem Bluesliebhaber ein- und ausgehen, und der Inhaber des Geschäfts hat bestimmt ein paar echte Insidertipps für euren Aufenthalt in Helena für euch parat. Auch das Rock & Blues Museum und das Delta Blues Museum sind unbedingt einen Besuch wert. Zu sehen sind beispielsweise die Überreste der Holzhütte, in der Muddy Waters einmal wohnte, und Gitarren von John Lee Hooker. An Festivals herrscht in Clarksdale kein Mangel: Es gibt das Juke Joint Festival im April, das Delta Busking Festival im September und Pinetop Perkins Homecoming im Oktober. Das ganze Jahr über gibt es Livemusik im Ground Zero Blues Club (einer der Besitzer ist der Schauspieler Morgan Freeman). Vielleicht könnt ihr auch einen Auftritt von Robert „Wolfman“ Belfour in der Clarksdale’s Red’s Lounge abpassen. Auf dem Weg zu eurem nächsten Stopp, Greenville, empfiehlt sich ein Abstecher nach Merigold. Hier steht das Gebäude, in dem früher das Po’ Monkey’s zu Hause war. Eine Hinweistafel des Mississippi Blues Trail führt euch in die Geschichte der als „Juke Joints“ bekannten Musikkneipen ein.

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117 km
1 Stunde mit dem Auto
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Ein Tribut an den Blues: Wandgemälde in Greenville, Mississippi
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Eine Stadt hat den Groove: Greenville, Mississippi

Keine Erkundungstour des Blues im Mississippidelta wäre komplett ohne einen Stopp in Greenville. Greenville ist eine lebendige Stadt, wo der Wind die Bluesakkorde weit über den Fluss und die fruchtbaren Felder trägt. Die Walnut Street Blues Bar verbindet modernes Lebensgefühl mit alter Bluestradition, und beim Mighty Mississippi Music Festival Anfang Oktober liegt der Schwerpunkt auf den lokalen Blueshelden aus der Mississippiregion: Eden Brent, Cedric Burnside, Jimbo Mathus und die Tri-State Coalition ebenso wie die North Mississippi Allstars sind hier bereits aufgetreten. Macht auf dem Weg zu eurem nächsten Halt, Indianola, einen kleinen Abstecher zu den Wandgemälden zu Bluesthemen in Leland und stattet Pat Thomas, der sein umfassendes künstlerisches Schaffen ganz dem Blues gewidmet hat, im Highway 61 Blues Museum einen Besuch ab.

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39 km
1 Stunde mit dem Auto
06
Auf dem Mississippi Blues Trail: Informationstafel zu B.B. King in Indianola, Mississippi
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Indianola, Mississippi: Wo B.B. King zur Legende wurde

B.B. King ist in Indianola allgegenwärtig. In den Clubs und auf den Festivals wird sein Erbe gefeiert und diverse Orte erinnern an den berühmten Sohn der Stadt. Im B.B. King Museum and Delta Interpretive Center werden das Werk und Leben der Blueslegende, einschließlich seiner Anfänge als mittelloser Farmpächter, ausführlich dokumentiert. Eure B.B.-King-Tour findet auch außerhalb des Museums ihre Fortsetzung. Informationstafeln weisen euch den Weg zu der Ecke, an der B.B. King zum ersten Mal mit dem Blues Geld verdient hat, und zum legendären Club Ebony, in dem seit seiner Gründung 1948 bereits solche Größen wie Bobby „Blue“ Bland, Albert King und natürlich auch B.B. King selbst auftraten. In dem nach B.B. King benannten Park findet ihr eine Statue und ein Wandgemälde, die den König des Blues darstellen. Eure Reise entlang des Mississippi Blues Trail führt euch aus Indianola hinaus in Richtung Jackson, eurer nächsten Station.

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150 km
2 Stunden mit dem Auto
07
Eindrucksvolle Architektur in Jackson, Mississippi
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Lebendige Geschichte in Jackson, Mississippi

Indianola hält zurecht das Erbe seiner Blueslegende in Ehren. Doch Jackson hat gleich mehrere zu bieten. Der Blues zeigt sich in Jackson besonders facettenreich. Hier hat der Blues- und R&B-Musiker Bobby Rush, der in den Olymp der Blues Hall of Fame aufgenommen wurde, gelebt und einige Alben aufgenommen. Doch auch der Bluespianist Otis Spann, dessen Auftritte in den Kirchen Jacksons legendär sind, stammt von hier. Spann war auch einer der Künstler, der im heute restaurierten Alamo Theater in der historischen Farish Street im vorrangig von Afroamerikanern bewohnten Viertel der Stadt spielte, einem der zentralen Orte in der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung. In der Nähe des Alamo Theater findet ihr auch einige Tafeln mit Informationen an den Gebäuden, wo sich früher die Musiklabel Ace Records und Trumpet Records befanden. Im Queen of Hearts hingegen ist der Blues noch höchst lebendig. Noch ein gutes Stück dynamischer ist die Musikszene in New Orleans, eurem nächsten Stopp auf dem Blues Trail. In der pulsierenden Metropole ist der Blues nur ein Mosaikstein in der lebendigen musikalischen Tradition der Stadt.

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299 km
3 Stunden mit dem Auto
08
Jazztrompeter in New Orleans, Louisiana
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Blues und mehr in New Orleans, Louisiana

Die musikalische Vielfalt, die heute bei jedem Schritt auf den Straßen von New Orleans zu spüren ist, ist Folge des lebendigen multikulturellen Erbes der Stadt. Die Viertel Faubourg Marigny und Bywater, und dort insbesondere die Frenchmen Street, sind bekannt für die zahlreichen Clubs und Bühnen, in denen es Zydeco, Jazz, Gospel, Soul und natürlich Blues live zu hören gibt. Schon seit langer Zeit ist New Orleans ein Zentrum des Südstaatenblues, und auch heute noch tritt Little Freddie King regelmäßig in der Stadt auf. Im House of Blues und im Rock ‘n’ Bowl gibt es regelmäßig Konzerte bekannter Bluesbands, außerdem bekommt ihr dort gutes Essen und im Rock ‘n’ Bowl könnt ihr euch die Zeit auch noch mit Bowling vertreiben. Besucht ihr New Orleans Ende April oder Anfang Mai, kommt ihr möglicherweise genau zur richtigen Zeit für das Jazz & Heritage Festival. Hier treten Künstler aller Musikrichtungen auf, die die Stadt prägen. Wie wichtig New Orleans sein musikalisches Erbe ist, wird auch dadurch deutlich, dass der Flughafen der Stadt den Namen des berühmten Jazztrompeters Louis Armstrong trägt. Selbst wenn eure Reise durch die Bluesregion hier endet, die Musik wird euch ab jetzt immer begleiten!

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